Hopefully some interesting bits of information extracted from science and non-fiction literature. (There are also some poems and aphorisms scattered throughout this blog.) Sachthemen und Sachtexte. (Zusätzlich finden sich hier einige Gedichte und Aphorismen.) [This blog reflects, in a semi-autistic way, some bits of information which I enjoyed very much.] [Was hängenbleibt oder mal länger durch den Kopf geht wird hier notiert.]
Donnerstag, 27. Februar 2014
Share of never married females, China & Europe, ca. 1800
-> By age 20-24 most Chinese females were already married, while the vast majority of European females were still single.
-> By age 30-34, virtually no Chinese females remained single, whereas 30 percent of their Western counterparts were still spinsters.
See also:
Share of never married males, China & Europe, ca. 1800
Source:
One Quarter of Humanity
J. Z. Lee & W. Feng (1999)
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Das ist das typische traditionelle europäische Heiratsmuster, nach dem immer zwischen 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung kinderlos bleiben (meistens Knechte und Mägde), weil sie keine Heiratserlaubnis erhalten, damit die Armenhäuser nicht weiter gefüllt werden. Siehe "Bevölkerungslehre" von Gerhard Mackenroth, diverse Bücher zur Historischen Demographie oder - auch sehr gut - "Die verhütete Zukunft" von Pierre Chaunu.
AntwortenLöschenChaunu sagt, daß deshalb die ökonomisch-demographischen Krisen in Europa niemals so abrupt waren wie in Ostasien. Leerräume konnten schneller aufgefüllt werden, weil es das bislang ungenutzte Reservoir an Unverheirateten gab (etwa nach dem Dreißigjährigen Krieg), gleichzeitig konnten Bevölkerungswachstum und wirtschaftliches Wachstum (Wachstum an sicheren, auskömmlichen Arbeitsplätzen) dadurch in Europa in etwa in der Waage gehalten werden.
Schon in Osteuropa ist das Heiratsmuster ein anderes, die Unehlichenrate niedriger als in Mitteleuropa. Das fängt schon im Burgenland an, meiner Erinnerung nach.