Samstag, 25. Mai 2019

"Menschen, die im gesellschaftlichen Leben wenig Chancen haben zu reüssieren, bauen sich erstaunliche Ersatzpyramiden, um sich an deren Spitze setzen zu können, etwa als >König< der Taubenzüchter oder Bierfilzsammler."

Irenäus Eibl-Eibesfeldt

Dienstag, 21. Mai 2019

Metatraits:

Colin G. DeYoung:

Stability - cybernetic function:
Protection of goals, interpretations, and strategies from disruption by impulses.
(negative pole: unstable)

Plasticity - cybernetic function:
Exploration: creation of new goals, interpretations, and strategies.
(negative pole: rigid)

Samstag, 18. Mai 2019

The survival value of conscious experience:

"The survival value of conscious experience lies in the provision of a mechanism to take a second look (one or two hundreds of milliseconds after on-line behavioural responding becomes possible) at something which, in the immediacy of action, has just gone wrong. The wrongness can take the form of an error in a motor program, or simply a departure from the expected state of the environment: something unexpected happens, or something that should have happened does not. The error signal can be specific (this particular subgoal in a motor program has not been reached, or this particular element in the environment has undergone unexpected change); or it can be highly generalised, as in the case of pain[.] Pain, indeed, may reflect a very early stage in the evolution of the error detection mechanism, providing as it does an undifferentiated and universal signal of important (potentially tissue-damaging) error."

Jeffrey Gray - Consciousness

Mittwoch, 15. Mai 2019

Verblüfftheit und Entsetzen:

Norbert Bischof beschreibt sein kybernetisches Motivationsmodell (das "Zürcher Modell"):

"Entropie ist ein informationstheoretischer Begriff und besagt soviel wie Fremdheit, Ungewissheit, Mühe beim Einordnen einer Gegebenheit in bestehendes Wissen oder bei der Vorhersage einer Ereignisfolge."

"Die Entropie eines Menschen, den ich noch nie gesehen habe, der dabei vielleicht noch exotisch gekleidet ist, unverständlich spricht und an unpassender Stelle ohne erkennbaren Grund schrill zu lachen beginnt, ist hoch; hingegen ist das vertraute Abendritual der Mutter, die mich als Kind zu Bett bringt, absolut vorhersagbar und dementsprechend entropiearm."

"Niedrige Entropie wirkt beruhigend spendet Sciherheit und Geborgenheit, kann aber auch langweilig und erstickend sein; hohe weckt Erstaunen und Überraschung; sie kann faszinieren, aber auch befremden und Furcht einflößen."

"Sensibleren Beobachtern ist ... schon längst aufgefallen, dass Furcht keineswegs erlernt zu werden braucht, sondern auch ganz unabhängig von aller Erfahrung allein durch zu hohe Entropie, also durch Fremdheit oder Diskrepanz, ausgelöst werden kann: Das Unvertraute und Unbegreifliche trägt in sich die Potenz, zum >Un-Heimlichen< zu werden."

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Gemäß dem Modell rufen besonders informationshaltige Phänomene sowohl appetente als auch aversive Affekte hervor. Die appetenten Affekte lassen sich mit steigendem Erregungsgrad als Interessiertheit, als Erstaunen und als Verblüfftheit bezeichnen. Die aversiven Affekte als Wachsamkeit, Beunruhigung, Alarmiertheit und Entsetzen.

Analog führt das Modell Affekte an, die durch Berührung mit informationsarmen Phänomenen entstehen: Geborgenheit, Umhegtheit, Verschmolzenheit versus Gebundenheit, Vereinnahmtheit, Aufgelöstheit;

Montag, 13. Mai 2019

Begegnung mit dem Selbst:

Man kann sich fragen, in welcher Nähe oder Ferne zu der eigenen Idealversion man lebt, gelebt hat, oder vorhat zu leben. Gewöhnlich lebt der Mensch in größerer Nähe zu seiner Durchschnittsversion als zu seiner Idealversion.

[Siehe auch: Individuelle Unterschiede]

Selbstkenntnis:

Ein wesentlicher Aspekt der Selbstkenntnis besteht wohl darin, die eigenen Kapazitäten und die Grenzen der eigenen Kapazitäten zu kennen.

[Siehe auch: Linda S. Gottfredson]

Sonntag, 12. Mai 2019

Konzentration:

~ Das Ausblenden unwesentlicher Information;

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~ In einer stark konzentrierten Verfassung wird vorübergehend alles als unwichtig ausgeblendet, geradezu vergessen, bis auf eine Sache.

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Eine bestimmte Zeitspanne lang einer Sache voll und ganz das Bewusstsein widmen;