Sonntag, 3. Mai 2026

Weder Fisch noch Fleisch:

"Die Redewendung „weder Fisch noch Fleisch" beschreibt jemanden (oder etwas), der keine klare Identität, Haltung oder Zugehörigkeit hat — jemand, der sich nicht eindeutig einordnen lässt, der zwischen zwei Kategorien schwebt, ohne zu einer zu gehören.

Gemeint ist damit:

Eine Person, die weder das eine noch das andere ist — die keine feste Position bezieht, keine erkennbare Persönlichkeit zeigt oder sich nicht klar zu einer Seite bekennt. Sie ist irgendwie dazwischen, unentschlossen, charakterlos im Sinne von: ohne ausgeprägte Eigenart.

Mögliche Konnotationen:

  • Sozial/charakterlich: jemand, der es allen recht machen will, keine eigene Meinung hat, immer laviert
  • Professionell/kategorial: ein Produkt, Konzept oder Projekt, das keiner klaren Gattung zugehört und dadurch verwirrend oder unbrauchbar wirkt
  • Weltanschaulich: jemand, der sich nicht festlegt, keine Überzeugungen nach außen trägt

Herkunft:

Der Ursprung liegt vermutlich in mittelalterlichen Fastenregeln: An Fastentagen durfte man Fisch essen, nicht aber Fleisch. Wer sich also zwischen diesen Kategorien befand — weder Fisch (erlaubt) noch Fleisch (verboten/vollwertig) — war unklassifizierbar, gehörte nirgendwo dazu. Manche Versionen führen die Redewendung auch auf kirchliche Einordnungen zurück (Fisch = Kloster/Askese, Fleisch = weltliches Leben)."

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