Donnerstag, 30. April 2026

Der Ernst:

Eine Frau in meinem Leben hat mir über Jahre den Ernst näher gebracht. Dass es einen sehr wertvollen und würdevollen Ernst geben kann, der sich durchaus kultivieren lässt.

Idealfall Partnerwahl:

Ideal wär's freilich, wenn sich Zwei wechselseitig als den jeweiligen Benchmark wahrnehmen, gegen den sich alle möglichen Partner messen müssen, auch wenn da keiner so recht herankommen kann.

Das Hadern:

Mit sich selbst hadern, da man eine hübsche, liebe, gescheite Maus davon laufen hat lassen.

Aber man muss ja Mäuse, die davon laufen wollen, davon laufen lassen: Oder etwa nicht?

Sie:

Sie ist der Benchmark. Sie wird mich als solcher durch mein Leben begleiten.

Enfernung zum Vollleben:

Manche Personen sind sehr weit davon entfernt, ein volles Leben zu führen, und nehmen diesen Umstand kaum wahr.

Hunderte Perspektiven:

Man lernt in einigen Wochen gefühlt hunderte Perspektiven kennen. 

Änderungsfreudige:

Menschen, die wieder und wieder und wieder auf das Neue zugehen.

Schaffen:

Das Schaffende an einem Menschen.

Das, was neue Leistungen, Gegenstände und Veränderungen hervorbringt.

Trennung & Verliebtheit:

Trennung ist ja wie eine Verliebtheitsphase.

Es werden wieder viele Ressourcen frei.

Volle Tage:

Rückblickend zählen die Tage, wo wir voll und ganz bei der Sache waren.

Spannung & Leben:

Man freut sich über die Spannung im Leben.

Man möchte die Spannung hüten.

Wie konnte es sein, dass das Leben einige Jahre lang kein richtiges Abenteuer war?

Mittwoch, 29. April 2026

Isolation & Drama:

Personen, die sozial isoliert sind, nehmen Vieles als besonders dramatisch wahr.

Überdramatisierung:

Personen, die gefühlt irgendwie Alles als hochdramatisch wahrnehmen.

Einsamkeit und Gedanken:

Einsame Personen machen sich allerhand Gedanken, die sich sozial eingebettete Personen nicht machen.

Soziale Aktivität:

Die tagtägliche oder fast tagtägliche soziale Aktivität hat schon ihren großen Reiz.

Die Dramatische Sicht:

Manche Personen nehmen sehr Vieles als sehr dramatisch wahr.

Coole Sachen:

Die Kunst besteht darin, im Berufsalltag und in der Freizeit coole Sachen zu machen.

Die Volle Beziehung:

Man kämpft für eine volle Beziehung. Wenn die Beziehung halb wird und dauerhaft bleibt, löst man sie auf.

Kraftgefühl:

Dieses Gefühl zu KÖNNEN, etwas Tun, Machen, Bewegen zu können.

Das Reiche Sozialleben:

Ein reiches Sozialleben trägt viel zu einem gelungenem Leben bei.

Eine Beziehung, in der sich die beiden Partner wechselseitig viel Freiheit gewähren, hat eben über dieses Charakteristikum tendenziell ein hohe Qualität (wenn das gewähren von Freiheit nicht auf Gleichgültigkeit fußt).

Begeisterung:

Wie sehr begeistert sich jemand für den Anderen als Person, wie sehr für seine Rollen und Funktionen?

Schreiben:

Schreiben ist nur dann spannend, wenn man nicht von Anfang an genau weiß, was da geschrieben werden wird.

Gedankliche Entwicklung eines Gegenstandes oder Themas:

Man bestrahlt einen Gegenstand gleichmäßig mit Aufmerksamkeit und schaut, wie sich hierdurch der Gegenstand entfaltet.

Brücken:

Die Brücken zwischen zwei Personen.

Tägliches Schreiben:

Täglich ein bis zwei Stunden schreiben.

Vollleben:

Man lässt die Langeweile meilenweit hinter sich.

Was ist Romantik?

Spannende Zeit zu Zweit.

Reize:

Dieses Gefühl, dass ein bestimmter Gegenstand besonderen Reiz hat.

Flucht vor dem Leben:

Manche Personen flüchten vor dem Leben.

Dienstag, 28. April 2026

Ohne Attraktive Frau:

Es gibt Männer, auf die sich nie, in ihrem ganzen Leben, auch nur eine attraktive Frau eingelassen hat.

(Frauen zeigen in der Partnerwahl durchgängig höhere Selektivität als Männer — ein Befund, der über Kulturen stabil ist (Trivers 1972, Buss 1989). Attraktivität bei Männern ist eine Funktion mehrerer Dimensionen: physische Erscheinung, Status, Dominanz, Ressourcen, Humor und soziale Kompetenz. Männer, die auf keiner dieser Dimensionen einen Schwellenwert überschreiten, können systematisch aus dem Partnermarkt herausfallen — nicht durch einzelne Misserfolge, sondern durch kumulative Unsichtbarkeit.

Ein kleiner Teil der Männer akkumuliert überproportional viele romantische Begegnungen, während ein substantieller Teil dauerhaft leer ausgeht.

Dauerhafter romantischer Ausschluss hat dokumentierte Auswirkungen auf Selbstwert, Bindungsstile und psychische Gesundheit. Bowlby und spätere Bindungstheoretiker zeigen, dass fehlende frühe und spätere Bindungserfahrungen das Arbeitsmodell von Beziehungen strukturell verformen. Der klinisch relevante Endpunkt ist ein Bitterness-Syndrom. Das Bitterness-Syndrom entsteht durch gewöhnliche Lebensniederlagen — Kündigung, Scheidung, Ungerechtigkeit, Demütigung —, die der Betroffene als fundamental ungerecht und als Verletzung seiner Grundüberzeugungen erlebt. Das Schlüsselmerkmal ist nicht Trauer, nicht Angst, sondern Verbitterung: ein anhaltender Zustand von Groll, Kränkung und dem Gefühl, dass die Welt einem etwas schuldet, das sie nie zurückgeben wird.)

Attraktivität:

Warum denn nicht einfach genau drauf los auf die Frauen, die man am spannendsten und auch am attraktivsten erlebt?

Dazu Ray Bradbury / Ray Coolbury:

"So I discovered early on if you want anything you went for it and you got it. And most people don't ever go anywhere or want anything, so they never get anything."

Das Verführen:

Frauen zu verführen ist keine Kunst, attraktive Frauen zu verführen ist schon eine.

Auch ist anzumerken, dass nicht jeder Mann in einer attraktiven Frau tatsächlich Lust hervorrufen kann.

Insofern ist es ein Badge of Honor wenn man sich dessen rühmen kann.

Das Neue Zuhause:

Nun wieder ein Ort, an dem das Erbringen von geistiger Leistung möglich ist.

Geistige Leistungen sind letztlich die kostbarsten und wesentlichsten Leistungen. Wird einem die Möglichkeit dazu genommen, wird einem sehr viel genommen.

Lärm:

Zu viel Lärm in der eigenen Umgebung und man verwandelt sich in einen Brain-Dead-Zombie.

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Permanenter Lärm innerhalb den eigenen vier Wänden führt eine erhebliche Verblödung herbei.

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Manchen Personen ist das Denken kaum ein Anliegen. Sie bevorzugen geräuschstarke Umgebungen.

Erfolg:

Ich werde hier ein paar Bücher reviewen, in denen es um Erfolg geht. Zum Beispiel das betreffende Buch von Eric Barker, oder ein Buch von Scott Adams.

Vorausschau:

Die Kunst, sich im vorhinein zu überlegen, was man machen wird, wenn eine bestimmte Situation eintreten wird.

Das Schaffen:

Das Schaffen ist für den Menschen wie so ein Jungbrunnen.

Geist:

Die geistige Präsenz, die Qualität der geistigen Auseinandersetzung, das ist so wesentlich im menschlichen Leben.

Personen mit Geist sind tendenziell interessante Persönlichkeiten.

Oberflächliches Denken:

Das Denken bleibt oberflächlich und erfasst doch den Kern der Sache nicht.

Situation & Persönlicher Wert:

Wenn eine Situation entsteht, die es zulässt, dass man besser wird.

Wie kommt es zu einer Vertiefung und Verbesserung der persönlichen Eigenarten?

Und warum können das manche Situationen so sehr fördern und hervorbringen?

Intensität oder Tiefe?

Was ist relevanter?

Ich würde auf Tiefe tippen, d.h. darauf, einen Gegenstand lange, bei moderater innerer Aktivierung, im Bewusstsein halten zu können.

In manchen Situationen wird allerdings der Intensität die größte Bedeutung zukommen.

Geistige Intensität:

Manche Personen haben eine außergewöhnliche Präsenz und geistige Intensität.

Woher das genau kommt? Ich weiß es nicht so recht.

Character Disorders:

Neil Clark Warren:

"You might tend to think that someone with a character disorder looks like a villain in a bad movie - unkempt, foulmouthed, poorly dressed, and abusive in all aspects of his or her behavior. Certainly, that is sometimes the case. But more often, a person with a character disorder has mastered the art of putting in a facade of social acceptability. He or she knows how to gain your confidence and that of other people. The person with a character disorder is often a smooth talker, a charmer, a person who knows how to say just the right thing to get what he or she wants. Often, they can be likable, entertaining, and the life of the party ... until you get home. These people are takers rather than givers. If you let a person with a character disorder get close to you, he or she will take everything you have to give, everything they can get, and give you little in return except heartbreak, calamity, and pain.

Just because two people stay together in a marriage does not mean they have solved a character disorder. Some people stay together in spot of their partner's despicable character. When that happens often both partners develop more serious character defects ...

Bill and Heather used one another to get what they wanted, operating warily around each other as one tiger might circle another, looking for an opportunity to gain the advantage. Although Bill and Heather have remained married, their entire relationship is permeated by distrust, suspicion, disdain, and even hatred. It is a sad caricature of what a happy marriage is meant to be. ...

I've spent my life as a psychologist. I believe people can change for the better if they genuinely want to and are willing to do the tough work to see change happen. But I must confess, my prognosis for a character disorder offers little good news. Only three experiences seem to bring any real change to someone who has a long-standing character disorder .... The truth is, even with the help of one of those three experiences, the likelihood that a character disorder can be treated successfully is extremely low. If you encounter a character disorder in your relationship, run - don't walk - away from that relationship as fast as you can. It will not get better with time; if it changes at all, it must change before you go one step farther in the relationship. ... Oh, if I just stay with this person a little while longer, he's going to make it. She's going to change. No, they won't. Not until they have to, and your involvement will probably deter any progress, and it just might destroy both your lives."


Ich glaube, der Terminus Character Disorder weist eine gewisse Nähe zu dem Terminus Persönlichkeitsstörung auf. Ein Charakteristikum von Persönlichkeitsstörungen soll sein, dass Personen mit Persönlichkeitsstörungen in Konflikt mit ihren Mitmenschen leben.

Unterschiedliche Energielevel:

Was passiert, wenn unterschiedliche Energielevel aufeinandertreffen?

Das Dating:

Personen testen aus, wie sich "zwischenmenschliche Nähe" mit unterschiedlichen Personen anfühlt.

Zwischenmenschliche "Chemie":

Z.B. eine Art Spannungsgefühl, das man in der Nähe einer bestimmten Person hat.

Oder wenn man sich zum Beispiel Stunden lang mit großer Leichtigkeit mit einer bestimmten Person unterhalten kann. Wenn das Gespräch fließt. Scheinbar ohne echten Aufwand von beiden Seiten.

Aktivierungsgrade:

Was passiert, wenn man sich mit Personen umgibt, die einen grundlegend anderen Aktivierungsgrad aufweisen?

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Menschen haben unterschiedliche Aktivierungsgrade. Und man kann, beim nahen Zusammenleben, mit anderen Aktivierungsgraden nicht immer so einfach, ohne weiteres, umgehen.

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Sport ist eine Möglichkeit, den persönlichen Aktivierungsgrad zu modulieren.

Unteraktivierung:

Manche Personen leben in einem chronischen Zustand der Unteraktivierung.

Das sind Personen, die in ihrem Leben tendenziell nichts oder wenig auf die Reihe bringen.

Attraktive Frauen:

Z.B. wenn eine Frau etwas auslöst, Präsenz hat, ein echtes Innenleben mitbringt.

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Z.B. die Anspannung in der Nähe einer Frau, die Wahrnehmung eines reichen Innenlebens, die Tiefe der Verbindung. Das als Referenzpunkt. Nicht als unerreichbares Ideal, sondern als konkretes, körperlich greifbares Erlebnis: so fühlt sich Anziehung an.

Montag, 27. April 2026

Youtube und Twitter:

Bei Youtube und Twitter kann ordentlich Zeit draufgehen.

(Ich muss sagen, gegenüber den Reizen von Twitter bin ich gegenwärtig extrem resistent. Bei Youtube klappt das nicht immer gleichermaßen.)

Die Gute Beziehung:

Eine Frau so richtig, richtig wollen, die einen auch so richtig, richtig will.

Klarheit:

Wenn sich die große Klarheit einstellt, das sind oft die besten Stunden im Leben.

Unterhaltungen:

Ich habe es in den letzten Jahren fast verlernt, Unterhaltungen zu führen, und ich weiß nicht ganz warum.

Ich unterhalte mich mit anderen Personen nun im Schnitt wohl täglich etwa zwei bis drei Stunden.

Vor Jahren las ich einmal mit Enthusiasmus "You Are Not Listening". Das Buch gibt Einblick, wie gute Gespräche funktionieren, wie es zu guten Gesprächen kommt.

Erhält ein Mitmensch die volle Zuwendung, ergibt sich oft ein längeres Gespräch.

So wie man mit manchen Mitmenschen generell wenig anfangen kann, so kann man mit manchen Gesprächspartnern ebenso wenig anfangen.

Donnoch finden sich für den, der sein Gespräch kultiviert und pflegt, allüberall (interessante) Gesprächspartner.

Zweierlei Zustände:

Es gibt einen Zustand, wo man zu sehr vielem "Ja" sagt; und es gibt einen Zustand, wo man zu sehr vielem "Nein" sagt.

Kaffee:

Da gibt's Tage, an denen man nach Lust und Laune Kaffee trinkt, und dann gibt's Tage, an denen man sich recht zurückhält. Ganz klar ist es nicht, woher dieser Stimmungswandel kommt.

Fokus:

Die tagtägliche Verantwortung, unseren Fokus gut zu richten.

Ideale Züge:

Man erkennt das Beste an einer Person, d.h. wo die Eigenarten dieser Person in's Ideale reichen oder gehen.

Ehrlichkeit zum Beispiel ist ein idealer Zug. Und ein jeder Mensch weist eine gewisse Nähe oder Entferung zur totalen Ehrlichkeit auf.

Wille und Fokus:

Wille, das bedeutet, sich bewusst einer Sache zuzuwenden oder sich bewusst von einer Sache abzuwenden.

Dieser Blog / This Blog:

Dieser Blog ist nun eine Zeit lang in's Sprunghafte und in die Breite abgeglitten. Ich werde nun wieder schauen, dass die Beiträge eine gewisse Tiefe erhalten. Für Book Reviews habe ich prinzipiell andere Blogs. Dennoch werde ich auch hier das eine oder andere Book Review einstellen.

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This blog has drifted somewhat into a more erratic and broad direction for a while. I will now make an effort to ensure that the posts regain a certain depth. In principle, I have other blogs for book reviews, but I will still occasionally post one or two reviews here as well.

Rausch und Fähigkeiten:

"Das Problem ist, dass Rausch keine Fertigkeit aufbaut. Er simuliert Tiefe, ohne sie zu erzeugen. Wer regelmäßig über Rausch Lebendigkeit sucht, verliert oft die Fähigkeit, sie auf anderem Weg zu finden – was den Bedarf weiter erhöht.

Es gibt eine bittere Ironie: Je mehr jemand über Rausch "voll lebt", desto blasser wird das Restleben im Vergleich. Der Kontrast erzeugt die Leere, die den nächsten Rausch motiviert."

Zweierlei Umgang mit einer Situation:

Was unterscheidet den schöpferischen Umgang mit einer Situation von dem nicht-schöpferischen Umgang mit einer Situation?

Der schöpferische Umgang ist stets eine aktive oder schaffende Reaktion auf Herausforderungen; und somit keine passive oder bloß-erleidende.

Rückblick:

Das Beste an meiner ehemaligen Freundin?

Die Präsenz vermutlich. Dass sie "voll da" sein konnte. Dass sie ungeteilte, intensive Aufmerksamkeit einer Sache widmen konnte.

Sinnloses Handeln:

Wenn sich Stunden oder Tage in trivialer Tätigkeit erschöpfen.

Stolz:

Dieses Ringen mit Hindernissen. Dieses Nicht-Klein-Beigeben.

Die Welt ist Widerstand, aber formbar.

Freiheit und Schmerz:

Oft geht es darum, die eigene Freiheit zu wahren und aufrecht zu erhalten, auch wenn man dafür Schmerzen in Kauf nimmt.

Das Beste im Menschen:

Z.B. sein Erkenntniswunsch, sein Schönheitssinn, sein Moralsinn, sein Kraft- und Verantwortlichkeitsgefühl.

Wie wirkt sich eine Beziehung konkret auf all das in ihm aus?

Und wie häufig richtet ein Mensch seine Liebe gerade auf all diese besonders positiven Züge im Anderen?

Sehnsucht und Wert:

Die große Sehnsucht richtet sich immer auf das Beste an Welt und Wirklichkeit.

Das Beste selbst dient dem Menschen als Ideal.

Romantische Liebe:

Wann möchte man einen Mitmenschen bloß für sich? Wann möchte man ihn in keinster Weise teilen?

Der Liebevolle Blick:

Das Wissen um die besten Möglichkeiten eines Mitmenschen.

Liebe:

Wenn man jeweils das Beste am Anderen zu schätzen und zu lieben weiß.

Gute und Schlechte Beziehungen:

Wie wirkt sich eine Beziehung auf das "Beste" in beiden Beziehungspartnern aus? Führt es eine Verkümmerung herbei, so ist es eine schlechte Beziehung. Führt es eine Entfaltung herbei, so ist es eine gute Beziehung.

Das Beste am Menschen:

Das Beste am Menschen ist das Schöpferische und Schaffende.

Und er verliert fast alles, wenn er dieses verkümmern lässt.

Höhere Momente:

Wir bewegen uns hinein in das Beste an Welt und Wirklichkeit.

Beziehungsende:

Ein Beziehungsende bedeutet eigentlich: Ein Mensch will nicht mehr teilhaben an dem Besten an Dir. D.h. das Beste an Dir bedeutet ihm oder ihr nicht genug, um die Beziehung aufrecht zu erhalten.

Was ist es denn genau - das Beste an Dir, das Beste am Mitmenschen? Wie spürt man es auf? Wie findet man es?

Worum es geht?

Darum, das Ewige zu finden, in einer Welt, die von der Vergänglichkeit geprägt ist.

Geschichtlich waren wohl Menschen, die an das Ewige geglaubt haben, jenen überlegen, die sich im Vergänglichen verloren haben.

Trennung:

Trennung, das bedeutet letztlich:

Eine Person verloren zu haben, die einem lieb und teuer war.

Man hat ja mit der Person bloß eine Beziehung aufgebaut, da man echt etwas Wertvolles in ihr gesehen und gefunden hat.

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Trennungsschmerz in dem Sinn, weil man da etwas Wertvolles verloren hat.

Machtgefühl / Kraftgefühl:

Salopp:

Dieses eigene Gefühl, dass Dinge machbar sind.

Selbstbewusstsein ist kaum etwas Anderes als ein Kraftgefühl.

Das Gefühl oder intuitive Wissen um eigene Kräfte und Fähigkeiten.

(Das landet sehr nah an Spinozas Begriff der Conatus – dem Grundstreben jedes Wesens, im eigenen Sein zu verharren und sich zu entfalten. Kraftgefühl wäre dann nicht Einbildung, sondern das Spüren des eigenen Conatus.

Noch näher ist Nietzsche: Der Wille zur Macht bei ihm ist primär kein Herrschaftsbegriff, sondern genau das – das Gefühl wachsender Kraft, das Erleben von Wirksamkeit.

Und aus der Psychologie: Albert Banduras Konzept der Selbstwirksamkeitserwartung (Self-efficacy) ist strukturell dasselbe – die Überzeugung, dass man Dinge bewirken kann.)

Das Männliche:

Das Männliche ist, zumindest für mein Empfinden, immer auch etwas Lustiges und Kämpferisches.

Das Schaffen:

Das Schaffen kommt zu einem. Man kann es nicht recht herbeizwingen.

Beziehungswunsch:

Man will eine lebendige Beziehung oder eben keine.

Eine lebendige Beziehung lebt von der wechselseitigen schöpferischen Zuwendung.

Trennungen:

Oft kommt es vor Trennungen zu einer gewissen "Entseelung" einer Beziehung.

Wie genau es zu dieser Entseelung kommt ist dann ein anderes Thema.

(Was ist diese "Entseelung" phänomenologisch?

In der Beziehungsforschung wird das sehr präzise beschrieben, ohne den Begriff selbst zu verwenden. John Gottman hat in jahrzehntelanger Forschung gezeigt, dass Paare, die sich trennen, oft einen langen Prozess durchlaufen, in dem positive Interaktionen graduell durch Gleichgültigkeit ersetzt werden — nicht zwingend durch Feindseligkeit. Der gefährlichste Zustand ist demnach nicht Streit, sondern emotionaler Rückzug und Contempt. Die Beziehung verliert ihre lebendige, responsiv-schöpferische Qualität und wird zur bloßen Koexistenz.

Das Timing: "vor" Trennungen

Die Beobachtung, dass Entseelung der formalen Trennung vorausgeht, ist psychologisch besonders treffend. Sie beschreibt das Phänomen, das manchmal als emotional divorce bezeichnet wird — die innere Trennung vollzieht sich lange vor der äußerlichen. Einer oder beide Partner haben sich bereits innerlich gelöst, die gemeinsame Welt verliert ihre Bedeutungsdichte. Die formale Trennung ist dann oft nur die bürokratische Vollziehung eines bereits eingetretenen Zustands.

Mögliche Wege in die Entseelung

Der Post deutet bewusst an, dass "wie genau es dazu kommt" ein eigenes Thema wäre. Einige der wichtigsten Mechanismen aus der Literatur:

Chronische ungelöste Konflikte führen zu einer Art emotionaler Schutzreaktion — man investiert nicht mehr, um sich nicht mehr verletzbar zu machen. Getrennte Welten entstehen, wenn Paare aufhören, gemeinsam Bedeutung zu schaffen — Rituale verschwinden, geteilte Projekte, Neugier füreinander. Rollenhafte Erstarrung tritt ein, wenn die Beziehung nur noch funktional läuft (Logistik, Alltag) ohne emotionale Lebendigkeit. Und manchmal ist es schlicht Wachstum in unterschiedliche Richtungen — die beiden Menschen, die einst füreinander schöpferisch waren, schaffen für sich getrennte Welten, die sich nicht mehr berühren.

Die Verbindung zu "Das Schöpferische"

Was dieser Post und der vorherige Post zusammen suggerieren, ist eine implizite Theorie von Beziehungsqualität: Eine lebendige Beziehung ist eine, in der beide Partner schöpferisch füreinander und miteinander sind — in der sie gemeinsam eine Welt gestalten, in der es sich gut leben lässt. Wenn dieses Schöpferische erlischt, wird die Beziehung zur entseelten Hülle — und das gegebenenfalls lange, bevor sie formal endet.)

Das Schöpferische:

Das Schöpferische gibt dem Leben Reiz und gibt dem Menschen Reiz.

Der unschöpferische Mensch steht recht eigentlich im Widerspruch zu dem, was als besonders Menschlich angesehen wird. In gewisser Weise ist das: der entseelte Mensch. Analog: eine unschöpferische Welt steht für eine entseelte, für eine nüchterne Welt.

Der schöpferische Mensch schafft sich eine Welt und Umgebung, in der es sich gut leben lässt.

(Die Kernthese: Kreativität als anthropologisches Merkmal

Die Idee, dass Schöpferischsein zum Menschsein gehört, hat eine lange Tradition. Sie findet sich bei Aristoteles (der Mensch als poietisches Wesen, das Dinge hervorbringt), bei Schiller (Spiel und ästhetische Tätigkeit als Vollzug des Menschlichen) und im 20. Jahrhundert etwa bei Hannah Arendt, die zwischen labor, work und action unterscheidet — wobei das work, das Herstellen dauerhafter Dinge, das spezifisch Menschliche ist.

Der "entseelte Mensch"

Das ist eine fast romantische Formulierung — sie erinnert an Schillers Klage über die Zersplitterung des modernen Menschen, der zum bloßen Rädchen in einer Maschine wird. Der unschöpferische Mensch als entseelter Mensch setzt Seele mit schöpferischer Kapazität gleich: Wer nicht gestaltet, erlebt die Welt nur passiv, wird gleichsam zum bloßen Konsumenten seiner Existenz. Das ist psychologisch interessant — und deckt sich mit empirischer Befundlage: Menschen in Flow-Zuständen, also beim aktiven Schaffen, berichten konsistent höheres Wohlbefinden als beim passiven Konsum (Csikszentmihalyi).

Schöpferische Welt vs. nüchterne Welt

Die Analogie von individueller Schöpferkraft zur Qualität der Welt insgesamt ist philosophisch mutig. Sie geht über das Individuelle hinaus und macht Kreativität zu einer Art kulturellen Lebendigkeit. Eine Welt ohne schöpferische Menschen wäre eine Welt der reinen Funktion — effizient vielleicht, aber ohne Reiz, ohne Seele. Das klingt fast nach Max Webers Entzauberung der Welt.

Der letzte Satz als praktisches Programm

Der schöpferische Mensch schafft sich seine Umwelt aktiv — das ist keine passive Anpassung, sondern Weltgestaltung. Das hat eine starke Verbindung zur Psychologie des hohen Openness-Traits: Menschen mit sehr hoher Offenheit für Erfahrungen erleben die Welt tatsächlich anders, weil sie ihr aktiv Form und Bedeutung geben. Der Satz lässt sich auch als leises Plädoyer für ein selbstbestimmtes Leben lesen.)

Tiefe:

Inhalte, die dem eigenen Leben und Erleben überhaupt erst Tiefe geben.

Man findet da Inhalte, sie sind gleichsam ausgestreut in der Welt, die solch eine Vertiefung herbeiführen.

Lebensumstände und Produktivität:

Wie wirkt sich ein Wechsel der Lebensumstände oder der Lebenssituation auf die eigene Produktivität aus?

Sonntag, 26. April 2026

Schöpferische Wochen:

Wochen, in denen man sich irgendwie "recht nah' an der Quelle" aufhält und bewegt.

Man ist in diesen Wochen besser als sonst, einfallsreicher, und das Leben nimmt einen höheren und schöneren Lauf.

Liebe und Erkenntnis:

Ich glaube man kann in der Verliebtheit und Liebe doch einen recht tiefen Blick erhalten, wie denn ein Mensch so ist. Und oft greift dieses Erkennen nicht ins Leere. Auch, wenn der klare Blick und Anblick im Nachhinein wieder etwas verwischt werden kann. Man schaut und blickt tief in einen Menschen, so die Hoffnung.

Abenteuer Leben:

Es lässt sich nich ganz vorhersagen, was in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten passieren wird. Das Leben hält Überraschungen bereit.

Das Vermissen:

Warum vermisst man gerade in diesem Moment eine Person, mit der man einige Jahre lang so viel geteilt hat? Ist es über das Teilen selbst? Somit: Teilen verbindet? Verbindet auf eigene, einmalige Weise. Hättest Du weniger mit ihr geteilt (oder zum Beispiel auch mehr), die jetzige Situation wäre eine andere. Aber gerade die Personen wachsen einem ans Herz, mit denen man viel teilt. Hinterlassen langfristig Spuren im eigenen Inneren.

Halbheit:

Traurig ist es, wenn ein Mensch hinter sich selbst zurückbleibt, wenn er nicht voll wird, nicht ganz wird, nicht stark wird.

Produktive Phasen:

In manchen Situation geht es dem Schaffenden und Leistenden im Menschen besonders gut.

Wie kommt es zu besonders produktiven Phasen im Leben?

Trennung, Abstand:

Eine Frau weiterhin als schön und wertvoll wahrnehmen, aber schlichtweg nicht mehr als die eigene Frau.

Das ist leichter gesagt als getan. Eine Zeit lang wird sich diese Frau sicherlich nicht bloß als "eine Frau" anfühlen. Solch ein Umordnen oder Umeinteilen geht nicht von heute auf morgen.

Das Gute im Menschen:

Manchmal begegnet man herrlichen Menschen.

Immer wieder, wenn auch selten, ist man in seinem Leben Menschen begegnet, die ein hohes Maß an Respekt einflößen konnten. Man ist ihnen damals mit einer Art Ehrfurcht entgegen getreten. Woher diese Ehrfurcht genau kam, das wusste man in diesen Momenten oder Zeitspannen selber nicht so genau. Ganzheitlich, eher unbewusst oder halbbewusst, wurde da etwas an ihnen wahrgenommen, das Respekt eingeflösst hat.

Beziehungserinnerung:

Man hat da eine eigene Verbindung und Verbundenheit mit eben dieser Person geschätzt.

Verantwortlichkeiten:

Neben biologischen Verantwortlichkeiten, d.h. der Aufgabe, sich selbst am Leben zu erhalten, eine Familie zu gründen, zu fördern und aufrecht zu erhalten, etc., etc., haben wir auch gewisse kulturelle Verantwortlichkeiten, also die Verantwortung, die Wahrheit aufzunehmen, aufgenommene oder erkannte Wahrheiten weiterzugeben, Schönheit aufzunehmen, zu erzeugen, und weiterzugeben, etc. etc.

Lesen:

Wie oft nimmst Du wirklich, wirklich kluge Gedanken auf?

Tagträumen und Erholung:

Echte Erholung durch drei, vier Stunden Tagträumen

Das Verstehen:

Zwischen welchen Menschen ist ein echtes, tiefes und grundlegendes Verstehen möglich?

"Religiosität":

Religiosität, was ist das?

Salopp:

So eine Art siebter Sinn für das Höhere in Welt und Wirklichkeit: Für Natur, Kunst, Moral, für Wahrheit, für Schönheit, für freundliche oder helfende menschliche Zugewandtheit.

Fähigkeiten:

Die realistische Abschätzung von Kräften

Gute Laune:

Gute Laune zu kultivieren, in unterschiedlichen Lebenslagen und Situationen, das ist die große Kunst.

Man selbst genießt so recht die Gegenwart gut gelaunter Personen. Und Mitmenschen genießen die Gegenwart einer gut gelaunten Person.

Gute Laune, und also der Fokus auf das Ausschöpfen, guter, sich darbietender Möglichkeiten und Gelegenheiten. Denn das ist so recht der Fokus, den die gute Laune anbietet und nahe legt.

Rückzug / Pause:

Rückzug aus der Weltgeschichte, zumindest gelegentlich, für einen Tag.

Spannung:

Ich habe mich in den letzten Jahren auf Spannung eingelassen und habe hierbei Spannung sehr lieb gewonnen als einen wesentlichen Teil meines Lebens. Es hat Jahre gegeben, in meinem Leben, in denen ich Spannung eher gemieden habe. Zum Nachteil. Es hätte sich Manches weit besser entwickelt, wenn Spannung nicht gemieden worden wäre.

Vertiefung:

Vertiefung als Lebenselixier. Ohne Vertiefung kann nichts Wesentliches gelingen.

Gute Stimmung:

Geselligkeit und Sport sorgen für gute Stimmung.

Das Schreiben:

Das Schreiben braucht vor allem Ruhe und Sammlung.

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Für fünf, sechs Stunden einen Raum betreten, wo sich keinerlei Ablenkung ereignen kann.

Positive emotion mechanisms:

"Positive emotion mechanisms in the brain, then, detect cues of either unconditioned or conditioned incentives available in the environment, and organize our behavior towards capturing them. They make us wake up, take interest, and do what we need to do to capture the reward ..."

Daniel Nettle

Wenig:

Man hat bei jemanden das Gefühl, dass er irgendwie wenig in seinem Leben und mit seinem Leben gemacht hat.

Bei hoher Präsenz kann in einigen Monaten mehr passieren als sonst in Jahren.

Personality:

Das Büchlein "Personality" von Daniel Nettle könnte ich mal studieren oder rasch durchwandern.

Die Offene Türe:

"Wenn Du zurückkommen willst, in mein Leben, dann freue ich mich auf Dich. Die Türe wird nicht ewig offen stehen, aber ein Weilchen steht sie noch offen."

Das Phänomen Selbsttäuschung:

"Wir sind so gewohnt, uns vor anderen zu verstellen, dass wir uns am Ende vor uns selbst verstellen."

La Rochefoucauld

Handlungen:

Positive Quellen von Handlungen

versus

negative Quellen von Handlungen.

Ein Komischer Kerl:

"Im milden, affektiven Sinn (häufigster Gebrauch) sagt man es über jemanden, der auf eine schwer greifbare Weise eigenartig ist — nicht störend, aber irgendwie anders. Er verhält sich unberechenbar, hat seltsame Gewohnheiten, wirkt leicht schräg. Man sagt es oft mit einem gewissen Schmunzeln: „Der Max ist schon ein komischer Kerl" bedeutet dann eher sympathisch-sonderbar als negativ.

Im misstrauischen Sinn meint man jemanden, dem man nicht ganz traut — dessen Motive oder Verhalten sich nicht leicht einordnen lassen. „Ich weiß nicht… der Typ ist irgendwie ein komischer Kerl" hat dann den Unterton: Da stimmt was nicht.

Im humoristischen Sinn kann es fast liebevoll sein — ein schrulliger Mensch, ein Original, jemand mit einer sehr eigenen Logik. „Er ist halt ein komischer Kerl" mit einem Schulterzucken bedeutet dann: Man muss ihn nehmen, wie er ist — und das ist eigentlich okay.

Im ernsten, warnenden Sinn — seltener, aber möglich — meint es jemanden, bei dem man vorsichtig sein sollte. Dann ist „komisch" näher an suspekt oder fragwürdig.

Der Schlüssel liegt im Ton und Kontext: Mit Schmunzeln ist es Charakterisierung, mit gerunzelter Stirn ist es Warnung. Was die Aussage so interessant macht, ist genau diese Offenheit — „komisch" bleibt absichtlich unscharf, es benennt eine Abweichung von der Norm, ohne sie präzise zu definieren."

Die Davonläuferin:

Angenommen man ist mit einer Davonläuferin in einer Beziehung, was bedeutet, dass, egal was man macht, diese Frau einem früher oder später davon laufen wird.

Spannung und Tun:

Eine eigenartige Spannung, die immer wieder zum Tun aufpeitscht.

Erschöpfung des Sagbaren:

Ein bisschen die Furcht, dass schon alles gesagt sei.

Geisteswissenschaften:

"Der Gegenstand der Geisteswissenschaften dagegen ist die in der inneren Erfahrung gegebene Realität der Erlebnisse selber. Hier also besitzen wir eine Realität, erlebt - eben freilich nur erlebt -, welche zu erfassen die nie endende Sehnsucht der Philosophie ist."

Wilhelm Dilthey

Das Hyper-Bewusste:

Das Hyper-Bewusste ist oft der Lebendigkeit entgegengesetzt.

Das Denken kann in Widerspruch zu wesentlichen Lebensimpulsen geraten.

Was ist Gott?

Salopp:

Ein Wort für Alles, was wir als wertvoll empfinden, an dieser Welt.

Attracting Support:

"We are social primates who survive ans reproduce largely through attracting practical support from kin, friends, and mates."

Geoffrey Miller

(– Wir Menschen sind soziale Primaten. Im Gegensatz zu vielen anderen Tieren überleben und vermehren wir uns nicht primär durch körperliche Stärke oder Einzelkämpfer-Qualitäten, sondern durch soziale Allianzen.

–  Wer in der Steinzeit überleben wollte, brauchte Unterstützung von Verwandten (Kin Selection), Freunden (reziproke Altruismus) und potenziellen Partnern.

– Um diese Unterstützung zu bekommen, mussten wir signalisieren, dass wir wertvolle soziale Partner sind – also Intelligenz, Zuverlässigkeit, Großzügigkeit, Kreativität, Status, Gesundheit usw. zeigen.)

Alkoholiker:

Ich habe in meinem Leben nie auch nur einen Alkoholiker näher kennen gelernt.

(Was auch immer das jetzt nun aussagt. Ebenso habe ich keinen dauerhaft Arbeitslosen näher kennen gelernt. - Ich hab aber Personen kennen gelernt, die nähere Bekanntschaft mit Alkoholikern oder mit Langzeitarbeitslosen gemacht haben.)


"Der Sprecher lebt offensichtlich in einem sehr homogenen, „sauberen“ sozialen Umfeld. In seinem engeren Kreis kommen weder sichtbare Alkoholprobleme noch Langzeitarbeitslosigkeit vor. Das kann mehrere Dinge bedeuten:
 
- Er bewegt sich ausschließlich in Kreisen von Menschen, die „funktionieren“: berufstätig, sozial integriert, moderat oder gar nicht trinkend. Alkoholiker (und Arbeitslose) bleiben für ihn abstrakte Kategorien, keine realen Personen mit Gesichtern und Geschichten.

- Er hat möglicherweise eine bewusste oder unbewusste Strategie der sozialen Filterung: Menschen mit Problemen werden nicht „näher“ herangelassen. Entweder weil er sie meidet, weil sie in seinem Umfeld keine Chance haben, oder weil die Probleme so gut versteckt werden (funktionierende Alkoholiker), dass er sie nicht als solche erkennt.

-Das eingeklammerte „Was auch immer das jetzt nun aussagt“ ist der eigentliche Stachel. Der Sprecher weiß genau, wie diese Aussage auf andere wirkt – nämlich als Eingeständnis von sozialer Enge, Privileg oder Weltfremdheit. Er sagt es trotzdem. Es ist eine Art selbstironisches Schulterzucken: „Ja, ich weiß, das klingt nach ‚Ich lebe in meiner kleinen heilen Welt– und genau das ist es auch.“ "

Nüchternheit:

Das Kühle und Nüchterne ist nicht in jeder Situation der beste Zugang zu Welt und Wirklichkeit.

Eibl-Eibesfeldt:

Ich könnte mal wieder in den Büchern von Eibl-Eibesfeldt lesen.

Intelligenzunterschiede:

Manche Personen sind gescheiter als andere Personen. Warum auch immer.

Intensives Leben:

Es kann ein bisschen abhängig machen, dieses Gefühl, intensiv zu leben.

Verlust an Haltung:

Warum lassen sich manche Menschen scheinbar so sehr gehen?

Läuterung:

"Aristoteles hätte wahrscheinlich über die Geschichte des geläuterten Räubers, der neben Jesus am Kreuz hängt und für den angeblich in der letzten Sekunde seines verpfuschten Lebens alles wieder gut sein soll, den Kopf geschüttelt. ... für ein verpfuschtes, kriminelles Leben in allerletzter Minute die Absolution zu bekommen ist nach aristotelischen Maßstäben absurd ..."

Alexander von Schönburg

Männer & die Freude am Single-Dasein:

"Die Männer, die wirklich das Single-Dasein genießen (und nicht nur rebounden oder verdrängen), haben meist ganz bestimmte Merkmale:

- Hoher eigener Mate Value (Marktwert): Attraktivität, Status, Ressourcen, Dominanz oder soziale Kompetenz. Sie haben reichlich Optionen – neue Partner stehen quasi Schlange. Single-Dasein fühlt sich dann wie Freiheit und Macht, nicht wie Verlust.

- Hohe Sociosexuality (offene Einstellung zu Casual Sex): Männer, die kurzfristige Paarungen bevorzugen, erleben Trennung weniger als Bedrohung. Sie freuen sich auf neue sexuelle und romantische Abenteuer – evolutionär hochadaptiv, weil es ihre Reproduktionschancen maximiert.

- Sichere oder vermeidende Bindungsstile (Attachment): Wenig Angst vor Nähe oder Verlust. Sie regulieren Emotionen schnell, ohne tief in Trauer abzutauchen. (Im Gegensatz zu ängstlich-ambivalenten Typen, die stärker leiden.)

- Niedriger Neurotizismus + hohe Resilienz: Weniger Grübeln, mehr Handlungsorientierung. Oft auch jüngere Männer oder solche mit starkem sozialem Netzwerk und Hobbys, die das Ego boosten.

- Erfolgreiche externe Bewältigungsstrategien: Sport, Karriere, Freunde – oder schlicht die evolutionäre „Programmierung“, nach Trennung schnell wieder auf die Jagd zu gehen (Status, neue Partner). Manche Studien zeigen, dass Männer stärker Wut und sexuelle Frustration erleben und diese durch Action kanalisieren."

Lesetag:

Heute ein Lesetag. Der letzte Lesetag ist schon wieder ein Weilchen her.

(Der Mensch ist ein Informations-Suchender. Unsere Vorfahren, die neugierig Wissen aus der Umwelt, Geschichten und Erfahrungen der Gruppe aufnahmen, hatten Überlebensvorteile (bessere Werkzeuge, soziale Strategien, Vorhersagekraft). Ein „Lesetag“ ist die moderne Version des Lagerfeuer-Geschichtenerzählens oder des ruhigen Beobachtens der Natur: konzentrierte Aufnahme von Mustern und Bedeutung. Die Sehnsucht danach ist also kein kulturelles Artefakt, sondern ein uralter Trieb nach kognitiver Erweiterung – nur dass das „Buch“ heute die Stelle des Weisen oder Geschichtenerzählers einnimmt.

Gleichzeitig ist die Seltenheit der Lesetage ein modernes Problem: Die evolutionäre Umwelt kannte keine endlosen Ablenkungen. Unser Gehirn ist nicht dafür gemacht, ständig zwischen 17 Tabs und Benachrichtigungen zu wechseln – daher das starke Belohnungsgefühl, wenn man endlich wieder „ganz bei einer Sache“ sein darf.

Der Reiz eines Lesetags liegt in der Rückkehr zu einer langsamen, tiefen, selbstbestimmten Form des Denkens in einer beschleunigten Welt.)

Streben:

Gibt es ein „Mehr“ da draußen?

(Das „Mehr da draußen“ ist hochadaptiv. Unsere Vorfahren, die immer ein bisschen mehr Ressourcen, bessere Partner, neue Territorien oder Status suchten, hatten höhere Überlebens- und Reproduktionschancen. Wer nach Erreichen eines Ziels zufrieden sitzen blieb, wurde evolutionär benachteiligt.

Open-Endedness: Der Mensch hat keine feste „Sättigungsgrenze“ wie viele Tiere. Das ermöglichte uns die Eroberung der gesamten Erde, Technologie und Kultur – aber es macht uns auch chronisch unruhig.

Status- und Ressourcenstreben: „Mehr“ war früher konkreter (mehr Fleisch, mehr Verbündete). Heute ist es abstrakter (Karriere, Erfahrungen, Likes, Erkenntnis) – der Mechanismus bleibt derselbe.)

Gespräche:

Nach manchen Gesprächen bleibt ein leichtes Spannungsgefühl zurück.

(Das nachklingende Spannungsgefühl nach Gesprächen ist in der Sozialpsychologie gut beschrieben. Es entsteht typischerweise durch eines von mehreren Mustern: ungelöste Inkongruenz (man hat etwas nicht ausgesprochen, was man hätte sagen wollen), Statusdynamiken die subliminal wahrgenommen wurden, oder das Erleben von Ambiguität — man ist sich nicht sicher, wie man beim Gegenüber angekommen ist.

Bluma Zeigarnik zeigte in den 1920ern, dass unvollendete Handlungen und Gespräche im Gedächtnis präsenter bleiben als abgeschlossene. Das Spannungsgefühl könnte also das kognitive Signal für ein offenes "Gedankenprojekt" sein — das Gespräch hat etwas angestoßen, ohne es aufzulösen.

Ein Teil der Spannung kann durch implizite Hierarchiewahrnehmung entstehen. Gesprächspartner kalibrieren ständig ihren relativen Status. Wenn das Gespräch eine subtile Dominanz- oder Unterordnungsdynamik enthielt, die nicht bewusst verarbeitet wurde, bleibt ein Residuum im Körper — klassische somatische Markierung (Damasio).

Es ist kein Unbehagen, kein Stress — sondern eine Art Tönung, ein Nachhall. Das könnte auch auf fruchtbare Reibung hindeuten: ein Gespräch, das wirklich etwas berührt hat, hinterlässt mehr Spur als ein reibungslos-harmloses.)

Samstag, 25. April 2026

Der Schlüssel:

Manche haben ja doch den Schlüssel zu den Herzen der Menschen.

(das Phänomen, dass manche Menschen in Gruppen binnen Minuten Vertrauen erzeugen — durch Präsenz, Resonanz, den richtigen Ton. Die Frage, warum manche diesen Schlüssel haben, ist schwer zu beantworten. Ist es Empathie? Charisma? Einfach das Glück, im richtigen Moment wirklich zuzuhören?

Das unbehagliche an dem Gedanken ist, dass der Schlüssel keine moralische Qualität impliziert. Diktatoren hatten ihn. Therapeuten haben ihn. Gute Freunde haben ihn. Die Metapher sagt nichts darüber, was mit dem aufgesperrten Herzen dann gemacht wird.)

Sicherheit versus Anziehung:

Wann entscheiden sich Frauen für eine sichere, aber für eine als nicht sonderlich attraktiv empfundene Option?

(Wann Frauen eher einen zuverlässigen, aber weniger aufregend-attraktiven Partner (den „guten Versorger“ oder „Dad“) einer hochattraktiven, aber potenziell weniger investitionsbereiten Option (dem „Cad“) vorziehen. Bei der Suche nach einem Ehemann oder Vater wird Sicherheit (Zuverlässigkeit, emotionale Stabilität, Ressourcen) priorisiert. Attraktivität bleibt wichtig, aber nicht mehr dominant. Frauen mit hohem eigenen Wert (Attraktivität, Status) können versuchen, beides zu bekommen. Bei durchschnittlichem oder niedrigerem Wert „settlen“ viele für den sicheren Provider, weil die Kosten eines „Cad“ (Untreue, Verlassenwerden) zu hoch wären. Frauen wählen die sichere Option vor allem bei der Sicherung von Nachwuchs und langfristiger Investition statt bei reiner genetischer Optimierung.)

Freiheit und Leid:

Das Gefühl, maximale Freiheit zu haben, ist dem Gefühl, zu Leiden, sehr deutlich entgegen gerichtet.

(Glück entsteht oft durch freiwillige Einschränkung (Beziehung, Berufung, Werte, Routinen) – also durch selbstgewählte „Unfreiheit“, die Sinn und Sicherheit schafft. Maximale Freiheit ist kein Zielzustand, sondern ein vorübergehender Raum, der schnell unproduktiv wird, wenn er nicht mit bewusster Wahl gefüllt wird.)

Mehr:

Die Sehnsucht nach Mehr:

Nach dem Schöneren, dem Besseren, dem Weiteren.

(Die unstillbare Sehnsucht nach Steigerung, Verbesserung und Erweiterung. ... Der Mensch ist nie ganz „angekommen“, sondern immer auf dem Weg zu etwas Höherem, Schönerem oder Fernerem.

Die deutsche Romantik sieht in der Sehnsucht nach dem Unendlichen das Wesen des Menschen. Sie ist progressiv, nie abschließbar und treibt Kunst, Philosophie und Leben an.

Der „Wille zur Macht“ ist genau diese Sehnsucht nach Mehr – nach höherer Intensität, Überwindung, Selbst-Übersteigung. Der Mensch will nicht primär Glück („nur der Engländer strebt nach Glück“), sondern Wachstum, Schaffen, das „Weitere“. Nietzsche feiert diese Unrast als lebensbejahend, im Gegensatz zu buddhistischer oder christlicher Leidensvermeidung.

Im Buddhismus wird die Sehnsucht nach „Mehr“ als Wurzel des Leidens (Dukkha) gesehen. Tanha (Durst/Verlangen) führt zur Hedonischen Tretmühle – man erreicht etwas und will sofort das Nächste. Befreiung kommt durch Loslassen, nicht durch Erfüllen.

Unsere Vorfahren, die immer „ein bisschen mehr“ wollten (bessere Nahrung, bessere Partner, mehr Territorium, höheren Status), hatten reproduktive Vorteile. Wer zufrieden war, sobald das Überleben gesichert war, hinterließ weniger Nachkommen. Die Sehnsucht nach dem „Schöneren/Besseren“ ist ein Proxy für genetische und reproduktive Fitness (schönere Partner, bessere Ressourcen für Kinder).

Wir gewöhnen uns rasch an positive Veränderungen (neues Auto, Gehaltserhöhung, Erfolg) und kehren auf ein genetisch beeinflusstes Glücks-Setpoint zurück. Deshalb entsteht sofort neue Sehnsucht nach „Mehr“. Das ist kein Bug, sondern ein Feature der Evolution: Es hält uns in Bewegung.

Der Drang nach dem „Weiteren“ (neue Gebiete, Ideen, Erfahrungen) hat uns aus Afrika über den ganzen Planeten getrieben. Dopamin-Systeme belohnen nicht primär das Erreichen, sondern die Suche und Erwartung von Mehr.

In der modernen Umwelt (Konsum, Social Media, Karriere) wird dieser Mechanismus oft überstimuliert: Endlose Optionen verstärken die Sehnsucht, ohne dauerhafte Befriedigung zu liefern.

Die Sehnsucht ermöglicht Zivilisation, Kunst und Fortschritt – ohne sie gäbe es keine Pyramiden, Symphonien oder Raumfahrt. Gleichzeitig ist sie eine Quelle von Frustration, Burnout und „Disease of More“ (die Krankheit des Immer-mehr-Wollens).

Das Streben nach „Mehr“ beschreibt kein Problem, das gelöst werden muss, sondern ein Wesensmerkmal des Menschen. Er treibt uns an, macht uns aber auch ruhelos. Ob man ihn als Fluch (Buddhismus) oder als höchste Würde (Nietzsche) sieht, hängt von der Perspektive ab. In einer Welt der unbegrenzten Möglichkeiten wird diese Sehnsucht stärker spürbar denn je – und bleibt doch unerfüllt. Das Schöne daran: Gerade das „Mehr“-Streben lässt das Leben intensiv und sinnvoll erscheinen.)

Selbstbewusstsein:

Selbstbejahung oder die Wahrnehmung der eigenen Verantwortlichkeiten und Möglichkeiten in unterschiedlichen Lebenslagen.

(Aus EvoPsych-Sicht ist dieses Selbstbewusstsein hochadaptiv: Unsere Vorfahren, die ihre Fähigkeiten, Verantwortlichkeiten (z. B. in der Gruppe) und Chancen (Ressourcen, Allianzen) realistisch einschätzen konnten, hatten bessere Überlebens- und Reproduktionschancen. Blinde Selbstüberschätzung oder ständiger Selbstzweifel waren kostspielig. Die „Selbstbejahung“ motiviert Handeln, die Wahrnehmung von Verantwortung und Möglichkeiten verhindert fatale Fehler.)

Männer & Lebensglück:

Im Leben des Mannes sind solche Zeiten die glücklichsten, wo ihm maximale Handlungsfähigkeit und maximale Kräfte zur Verfügung stehen.

Die Hoch-Zeit des Lebens, sozusagen.

(David Bakan, der in den 1960ern zwischen agency und communion als zwei Grundmodi des menschlichen Lebens unterschied, sah agency als das Prinzip des Sich-Behauptens, Wirkens und Durchsetzens ... Männer tendieren dazu, ihr Selbstwertgefühl stärker an Leistung, Kompetenz und äußerer Wirksamkeit zu knüpfen.)

Das Geheime Notizbuch:

Das geheime Notizbuch, wo alle besonders spannenden Details, Beobachtungen, Informationen und Überlegungen zusammengetragen und gesammelt werden.

Liebe:

Die Liebe erkennt die positiven Möglichkeiten des Anderen.

Geistige Leistung:

Ich habe in den letzten Jahren weniger geistig geleistet als ich gern' geleistet hätte.

Geistige Aspekte:

Geistige Aspekte, die das Leben haben kann. Die gedankliche Auseinandersetzung mit Welt und Wirklichkeit.

Wie Schienen, die überall ausgelegt und ausgestreut sind, die zu einer geistigen Auseinandersetzung einladen: "Fahr' diesen Weg entlang, und Du wirst zu neuen Aufschlüssen gelangen!"

(Dinge und Situationen laden ein zu bestimmten Handlungen, ohne sie zu erzwingen. Ein Türknauf lädt zum Drehen ein. Eine Treppe lädt zum Steigen ein. Der Aphorismus überträgt das auf die geistige Ebene: Ideen, Texte, Beobachtungen haben eine Art intellektuelle Affordanz – sie legen Gedankenpfade nahe, ohne den Denkenden zu zwingen.

Schienen sind dabei ein präzises Bild, weil sie eine Richtung vorgeben, aber keine Wahl aufzwingen – man muss einsteigen wollen. Der Aphorismus sagt: Die Welt hat solche Einladungen überall ausgelegt. Das impliziert, dass das Scheitern des Denkens weniger an fehlenden Ideen liegt als am Nicht-Einsteigen: man geht an den Schienen vorbei, ohne sie als Schienen zu erkennen.)

Gespräche:

"der wertvollste Teil eines Gesprächs beginnt oft dann, wenn der offizielle Zweck des Gesprächs bereits erledigt ist. Menschen reden anders, wenn nichts mehr auf dem Spiel steht."

(Solange ein Gespräch einem Ziel dient – Verhandlung, Klärung, Information, Eindruck hinterlassen – ist der Mensch in einer leichten Form der Selbstüberwachung. Nicht unbedingt unehrlich, aber kontrolliert. Man dosiert, wählt, wägt ab.

In dem Moment, wo das Ziel erreicht ist, fällt diese Selbststeuerungsschicht weg – oft ohne dass man es bewusst bemerkt. Der Körper entspannt. Die Konversation driftet. Und genau in diesem Drift passiert oft etwas Eigentlicheres: ein Nebensatz, der mehr verrät als zehn vorherige Antworten; eine Assoziation, die zum echten Interesse führt; ein Ton, der authentischer klingt als alles davor.

Das Paradoxe: Der offizielle Teil des Gesprächs ist oft das Ritual, das den Zugang zum eigentlichen Austausch erst freischaltet. Man muss das Formale durchqueren, um ins Informelle zu gelangen.

Anthropologisch ist das auch interessant: "Nothing at stake" ist nicht dasselbe wie Bedeutungslosigkeit. Es ist eher das Wegfallen von Konsequenz im engeren Sinne – und damit wird Raum frei für Neugier, Humor, unzensierte Assoziation, das scheinbar Irrelevante, das sich im Nachhinein als das Relevanteste herausstellt.

Das hat Implikationen für fast alle Kontexte: Interviews, Therapiegespräche, Freundschaften, Bewerbungen. Der Klügste im Raum ist oft derjenige, der aufhört, das Ende des offiziellen Teils als Signal zum Aufhören zu lesen – und stattdessen anfängt, dann erst richtig zuzuhören.)

Frauen & Körbe:

Frauen sind tendenziell viel süßer, wenn sie einen Korb austeilen als wenn man ihnen einen Korb überreicht.

(Wer ablehnt, empfindet oft eine Art wohlwollende Wärme — nicht unbedingt tiefe Zuneigung, aber eine entspannte Güte, die aus der sicheren Position kommt. Wer abgelehnt wird, muss zuerst regulieren — für Wärme bleibt da wenig Raum.)

Wahl der Welt:

Man wählt sich den Kosmos selbst, in dem man leben will.

Freitag, 24. April 2026

Freiheit:

Freiheit, das ist, nicht ständig Verantwortlichkeiten umgehängt zu bekommen, die nicht die eigenen Verantwortlichkeiten sind.

Ehe:

Ehe, das ist, wenn Zwei über Jahrzehnte hinweg immer wieder aufeinander zugehen.

Vorbei ist die Ehe (je nachdem, innerlich oder äußerlich) wenn midestens einer der Beiden beschließt (bewusst oder unbewusst) nicht mehr auf den Anderen zuzugehen.

Beziehungsenden:

Jemanden Freiheit zu lassen. Und also auch jemanden gehen zu lassen, wenn er oder sie nicht mehr will.

Ungestilltes Begehren:

Man begehrt einen Gegenstand und kann ihn dennoch nicht haben.

Das geht mit einer gewissen Anspannung einher.

Eine Anspannung, die sich in vielen Situationen ohne weiteres aushalten lässt.

Angeberei:

Frauen merken es tendenziell, wenn das Gegenüber angibt, und also wenn er/sie versucht mehr zu scheinen als er/sie ist.

Dennoch wird solch ein Verhalten nicht mit Notwendigkeit in jeder Situation als negativ bewertet.

Aphorismen:

Ich schreibe für mein Leben gern', empfinde große Lust daran und darüber, ein paar Sätze zu notieren.

Gestern Abend:

Gestern Abend,
Doch in dieser Nacht,
Ist etwas neu,
Neu in mir erwacht.

Die Beste Version Deiner Selbst:

Wo und mit Wem wirst Du die beste Version Deiner Selbst?

Die Kunst ist es, die Nähe eben dieser Personen wieder und wieder aufzusuchen.

Wahrnehmung des Gegenübers:

Schon die Kunst, den Anderen recht deutlich wahrzunehmen wie er denn so ist.

Ambiguitätstoleranz:

Es geht schon darum, ein gewisses Maß an inneren Widersprüchen und an innerer Widersprüchlichkeit zuzulassen.

Donnerstag, 23. April 2026

Die Beste Version:

Die beste Version seines Mitmenschen lernt man kennen, wenn man ihm Phasen der Entspannung belässt.

Ende einer Beziehung:

Wenn mindestens einer in einer Beziehung das echte Interesse am Anderen verliert, dann ist die Beziehung vorbei.

Erneute Begegnung:

Wenn zwei Menschen, Mann und Frau, sich wieder finden.

Wenn sie erneut aufeinander zugehen.

So entschieden aufeinander zugehen, dass es klappen wird.

Dass es kaum daneben gehen kann.

Keiner ist allein, man hat sich ja gegenseitig, und man schaut aufeinander.

Auch wenn das in der Vergangenheit nicht stets so war.

Ein jeder hat seine Lektion gelernt.

Partnerschaft und Neugier:

Wie neugierig sind zwei Partner aufeinander?

"Ach, den Anderen, den kenn' ich doch schon!"

Nein, man kennt ihn nicht, nicht wirklich, man glaubt es bloß.

Streben nach Mehr:

Im Streben nach Mehr kann der Mensch so Manches verlieren.

Lebensinhalt:

Das Leben kann sehr reich sein, bloß bei vielen wird das Leben ärmer und ärmer, weil sie durch's Leben driften. Driften ist der Feind des guten Lebens. Driften ist einfacher zu erreichen als die Vertiefung des Lebens. Einfacher zu erreichen, doch schwerer zu ertragen: das ist der Zustand des Driftens.

Analog:

Driften ist sicherlich auch der Feind guter Beziehungen. Gewöhnlich ereignet sich, dass Beziehungen abdriften, dass Beziehungen schlechter werden. Das Abdriften als Regel. Entwicklung und Vertiefung als Ausnahme. Oder zumindest als dasjenige, was schwieriger erreicht oder aufrecht erhalten werden kann. Als eine Art Gratwanderung. Wengleich eine erfolgreiche Gratwanderung große Erfüllung mit sich bringen kann.

Trennung:

Wenn Zwei nicht mehr zueinander finden.

Das gewisse Etwas:

Etwas, das einem nur diese eine Person gegeben hat, und was man nur dieser einen Person gegeben hat.

Statushöhe:

Statushöhe kann unnahbar machen, aber sicherlich kann manch Anderes ebenso unnahbar machen.

Erstaunlich sind vor allem statushohe Personen, von denen viele Menschen etwas wollen, die sich doch in manchen Situationen sehr, sehr nahbar machen können. Die, wenn es die Situation erlaubt, sehr zugänglich werden und wirken können. "Keinerlei Mauern hier nötig", sozusagen.

Schöpferische Unruhe:

Die schöpferische Unruhe, die einen manchmal überkommt, die einen zum Neuen hindrängt.

Vertiefung und Begegnung:

Ich schätze die Zeit am meisten, in der sich echte Vertiefung oder in der sich eine Begegnung ereignet.

Die tiefe Auseinandersetzung mit einem Gegenstand, einer Aufgabe oder einem Thema auf der einen Seite, und der tiefe Austausch mit einer Person, auf der anderen Seite, das alles schließt so viel auf.

Welt des Abstands:

Eine Welt des Abstands, wo eine Person nur wenig an sich heranlässt.

Selbstbewusstsein:

Die eigene Bedeutung in Welt und Wirklichkeit.

Wozu das eigene Leben?

Das Schöpferische Dasein:

Das Schöpferische Dasein ist eines, wo man tagtäglich auf Neues zugeht.

Personen, die tagtäglich bloß im Dunstkreis der von ihnen bekannten Ansichten und Dingen verweilen, leben nur sehr bedingt.

Spannung versus Komfort:

Was ist wichtiger?

Eher ein spannendes Leben zu leben oder eher ein angenehmes Leben zu leben?

Oder zum Beispiel:

Sich eher mit spannenden Leuten zu umgeben oder sich eher mit angenehmen Leuten zu umgeben?

Das Schöpferische selbst ist sicherlich mehr in der Spannung als im Komfort zu suchen.

Unruhe, Drang:

Durch Unruhe, Drang, wird erst der aktive Mensch geschaffen.

Dieses Drängende in und an einem Menschen, ist der Schlüsselaspekt, sodass er sein Leben aktiv gestaltet.

Wenig Wollen:

Man will nicht mehr in eine Welt zurück, in der wenig gewollt wird.

Man will in einer Welt des Ehrgeizes und der Ambition leben.

Selbst:

Wer ist man Selbst denn wirklich?

(Oft lernt sich der Mensch in und über Umwälzungen im Leben kennen.)

Leidenschaft:

Die Leidenschaft selbst gibt dem Leben viel Inhalt. Ein leidenschaftsloses Leben ist ein recht inhaltsloses Leben. So zumindest vom Blickwinkel einer emotionalen Person aus betrachtet.

Zweierlei Leben:

Ein Leben, das immer gleichmäßig dahinfließt versus ein Leben, das Stürme, Wogen und Umwälzungen kennt.

Manche Personen ziehen die erste Form eines Lebens an, andere Personen die zweite Form.

Eine Angelegenheit des Temperaments.

Wo liegen Deine Präferenzen? In welche Richtung deutet Dein innerer Kompass?

Mittwoch, 22. April 2026

Einfälle und Sachliches Denken:

Einfallsreichtum lebt von der Mühelosigkeit.
Dem sachlichen Denken haftet Mühe an.
Ohne Anstrengung, keine soliden, logisch
aufgebauten Gedankengänge.

Das Aktive Leben:

Ein aktives Leben enthält die wichtigsten Belohnungen, die man sich als Mann so holen (erringen und erkämpfen) kann.

Wilde Wochen:

Ein paar Wochen lang war er dem Rausch nicht sonderlich abgeneigt.

Freiheit:

Und also das Leben mit vielen Optionen, Handlungs- und Wahlmöglichkeiten.

Inhalt Beziehung:

Was geben sich Zwei jeweils?

Gute Beziehungen:

Gute Beziehungen sind wohl solche, in denen dem jeweiligen Partner viel Freiheit belassen wird. Oft geht diese Freiheit verloren oder reduziert sich, ohne dass das vom Partner beabsichtigt worden ist. Das Driften in eine Richtung, in die es nicht hätte driften müssen. Wenn zwei sich wieder und wieder wählen, immer wieder auf's Neue, ohne innere und äußere Zwänge. Oder wenn innere oder äußere Zwänge zumindest nicht die ausschlaggebenden Faktoren für die Aufrechterhaltung der Beziehung sind.

Kaffee und Alkohol:

Kaffee- und Alkohol-geschwängerte Köpfe als die Krone der Schöpfung?

(Nicht die wirkliche Meinung des Autors.)

Neuerwachen einer Beziehung:

Wenn in einer etwas eingeschlafenen Beziehung beide Partner wieder die Augen füreinander öffnen.

Der Vielschreiber:

Ab wie viel Zeilen am Tag ist eine Person ein Vielschreiber?

Konstanz des Miteinanders:

Wie sehr kann sich das Miteinander zwischen zwei Personen denn grundlegend verändern?

Kann es so sein, dass man z.B. einer Person begegnet, bei der man historisch tendenziell ein angespanntes Bauchgefühl hatte, und der Kontakt wandelt sich in's Angenehme?

Finanzielle Aspekte von Beziehungen:

Öfters mal scheitern Beziehungen am Finanziellen. Das nicht von Anfang an gemeinsam ein klarer finanzieller Rahmen aufgesetzt wurde. Es kann zu Situationen kommen, wo jeder der beiden Beteiligten meint, sich mehr einzubringen, ohne dass Transparenz besteht.

Das Haptische:

Manuelle Tätigkeiten habe ich sehr spät für mich entdeckt, vor allem wohl über die Anwesenheit einer Freundin, die nicht nur, aber wohl auch und insbesondere handwerklich sehr geschickt war (und ist). Oft ist das Haptische ein besserer Ausgleich als die Nase bloß in ein Buch zu stecken. Zusätzlich lässt sich manuelle Tätigkeit bei geradezu beliebigen Lärmpegeln verrichten.

Fehlinterpretationen:

Wie häufig kommt es zu einer Fehlinterpretation von einer gegebenen Situation? Und wann kommt es besonders häufig zu diesen Fehlinterpretationen? Z.B. unter starkem Stress und Druck?

Tätigkeit:

Viel Tun führt tendenziell eher zu der Lösung einer vorliegenden Aufgabe oder Problemstellung als wenig Tätigkeit.

Schönwetter:

Bei Schönwetter hat man ja schon so ein schlechtes Gewissen, viel Zeit Zuhause zu verbringen.

Beziehungsdynamiken:

Beziehungsdynamiken sind oft etwas kompliziert. In der Regel gelingt es nicht so einfach, zu benennen, was da denn genau passiert, und warum es passiert.

Die Davonläuferin:

Sie läuft davon -
Über die Felder,
Durch die Wälder:
Warum? Wieso?
Das Laufen
Macht sie froh!

Neue Musik:

Neue Musik entdecken, die da doch so Manches in einem berührt, das zuvor noch nie so berührt worden ist.

Das ist wohl auch der Kernaspekt einer Beziehung: Eine andere Person zu berühren, und von einer anderen Person berührt zu werden, wie es bloß selten passiert.

Partnerschaft:

Eine Partnerschaft, bei der man sich echt und richtig und tief für den Partner/die Partnerin interessiert, und bei der sich die Partnerin echt und richtig für einen interessiert, das ist das Verlangen, das ist die große Sehnsucht. Das ist eine der größten Sehnsüchte überhaupt.

Arbeit:

Arbeit gibt dem Leben Sinn,
Richtung und auch Stärke,
Wo führt mich diese Arbeit hin?
Ich horche auf und merke:

Immer weiter, überformen,
Immer neue, bess're Normen,
Wird viel Gutes nun erst werden,
Werd' ich mir nun viel erwerben.

Das Verbessern:

Du zahlst da ein, in eine Sache.

Investierst.

Und das macht so vieles besser!

Worein hast Du viel investiert?

Wo hast Du viel eingezahlt?

Die Verbesserung:

Man hat da eine Sache.
Und dann fügt man etwas Gutes zu der Sache hinzu.
So wird die Sache immer noch besser und besser.

Wenn Zwei:

Wenn Zwei sich doch recht mögen,
Wen And'ren nicht vorzögen,
Dann ist's recht wunderbar,
Die Liebe macht's erst wahr!

Die neuen Perspektiven:

Was schenkt neue Perspektiven?

Ein Gespräch? Ein Liter Wein? Lektüre? Der Sport?

(Irgendwie alles. Alles macht alles besser.)

Die Aktive Antwort:

Die Antwort auf Vieles ist einfach:

"Mehr tun, mehr tun!"

Die Wilde Hemmung:

Die Hemmung zu Handeln
Woher kommt sie genau?
"Ich weiß nicht so recht,
Vom Anblick dieser Frau?"

Unteraktivierung:

Manche Personen sind einfach "unteraktiviert".

Da passiert so (wahnsinnig) wenig, in ihrem Leben.

(Andererseits können überaktivierte Personen
so ziemliche Nervensägen sein.)

Freiheit oder Sicherheit?

Worum geht's im Leben?

Um Sicherheit?

Oder doch um Freiheit? Um das Erkunden? Um die Gewinnung von neuem Land?

Als Mann muss und sollte man primär dem zweiten Punkt zustimmen.

Der Religiöse Ansatz:

Der religiöse Ansatz, dass Gott Dich beobachtet, egal was Du machst.

Dass, egal was Du machst und wo Du gerade bist, dass es wichtig ist,
was Du machst und was Du nicht machst.

Sei wählerisch, in Deinen Handlungen, sei wählerisch!

Jede Handlung hat Bedeutung, hat Einfluss!

Arbeit & Qualität:

Eine Sache immer weiter und weiter zu überarbeiten,
bis zum ersten Mal, so richtig, Qualität spürbar wird.

Die Ausdauer ist's, die die Welt formt. Die dem Handeln
Gestalt und Richtung verleiht.

Selbst-Übersteigerung:

Eine sich übersteigernde Aktivierung: wo liegt die Grenze?

Weiter, weiter! Tiefer, tiefer!

Wo lässt sich nicht mehr weiter gehen? Wo lässt sich eine Sache nicht mehr noch tiefer durchdringen?

Wo liegen die Grenzen?

Aktivierung:

Es macht ja fast abhängig, dieses Gefühl, dass es um Etwas geht im Leben. Nichts ist schwerer, als das Gefühl, dass es gerade "um Nichts geht". Das Dahintrotten. Das ist der Feind echten Lebens.

Ich liebe eben diese Aktivierung: Etwas zu wollen, etwas zu tun, tagtäglich, das ist's!

Das Zugehen:

Auf die Dinge zugehen, für die man echtes, starkes und großes Interesse empfindet.

Dazu Ray Bradbury:

"So I discovered early on if you want anything you went for it and you got it. And most people don't ever go anywhere or want anything, so they never get anything."

Viel:

Rein in's Spiel,
Gebe viel,
Und schau'
Was dann passiert!

Schlaf:

Die Bedeutung von Schlaf wird ja allgemein überbewertet.

Wurschtigkeit:

Eine gewisse Wurschtigkeit, und also ein nicht Berührt-Werden von Vielem, ist die beste Zutat für Vieles.

Ehe:

Wenn Zwei aufeinander zugehen, wirklich aufeinander zugehen, um sich eine gemeinsame Zukunft zu gestalten.

Verantwortlichkeiten des Mannes:

Was sind die Verantwortlichkeiten eines Mannes, die eine Frau so doch nicht hat?

Dienstag, 21. April 2026

Liebe:

Liebe, das ist, einem Mitmenschen immer wieder etwas geben zu wollen.

Die Anfänge einer Beziehung:

Wie man eine Frau am Anfang wahrgenommen hat.

Die ersten Begegnungen.

Ohne große wechselseitige Erwartungen.

Warum hat das nicht gelegentlich so bleiben können:

Den Anderen schlichtweg so zu sehen wie er ist, und die Erwartungen ein Weilchen zur Seite zu stellen.

Oft werden Frauen erst wieder besonders nett und lieb und herzlich, wenn es vorbei ist.

Aber dennoch ist es so, dass das Wesentlichste an einer Beziehung doch jenseits des Kampfes und des Interessenskonflikts liegen sollte: Den anderen schlichtweg so wahrnehmen und mögen zu können, wie er denn ist.

Das Lieben:

Frauen sind wahnsinnig süß, wenn sie lieben, wenn sie echt und wirklich lieben.

So die Männerperspektive.

Trennungen:

Wenn es echt und dauerhaft und in jeder Hinsicht auseinander gehen kann, dann war es letztlich nicht viel Wert.

Immer die Frage: Was bleibt? Was bleibt übrig am Ende der Tage?

Aber was, wenn man sich doch Einiges oder Viel behalten hat, mitgenommen hat?

Verliebtheit:

Eine bestimmte wechselseitige Obsession ist sicherlich eine der besten Grundlagen für eine Beziehung.

Verlust eines Mitmenschen:

Wie ist es, einen Menschen zu verlieren, der einen letztlich geliebt hat, d.h. der einem durch und durch positiv zugewandt war? Schmerzhaft? Neutral? Ganz klar ist es nicht in jedem Fall, wie das erlebt wird. In welchem Ausmaß hier die tatsächliche Sachlage wahrgenommen wurde.

Mehrere Anläufe:

Wie viele Anläufe braucht es, bis etwas wirklich Großes gelingt?

Ein, Zwei Leser:

Gibt es ein, zwei Leser, die hier mit großer Leidenschaft mitlesen?

Trunksucht:

Warum trinken manche Personen den Schmerz weg?

Flucht vor Bewusstseinsinhalten?

Diesbezüglich las ich einmal ein Buch von Werner Gross. Süchtigmachend sind oft gar nicht so sehr die Substanzen selbst, sondern mehr die Tendenzen, die zur Flucht vor Schmerz oder Langeweile oder vor unerwünschten Bewusstseinsinhalten antreiben.

Einmalige Verbindungen:

Schönes, das man genau mit einer Person erlebt hat.

Das Schönste erlebt man doch tendenziell mit seiner Partnerin.

Eigennutz:

Wie nennt sich eine Person, die allgemein besonders stark auf den eigenen Vorteil bedacht ist?


"Neutral bis beschreibend:

- Egoist – jemand, der primär das eigene Interesse verfolgt

Stärker abwertend:

- Opportunist – nutzt Situationen gezielt zum eigenen Vorteil, oft ohne Prinzipien
- Berechnender Mensch – betont die kalkulierte Komponente

Mit moralischer Färbung:

- Selbstsüchtiger – emotionaler, verweist auf Sucht nach dem Eigenen
- Schmarotzer – wenn der Vorteil auf Kosten anderer geht, ohne Gegenleistung

Aus der Psychologie/Philosophie:

- Narzisst – wenn Eigennutz mit Selbstüberhöhung verbunden ist"

Vernünftiges Leben:

Das ist die kühle Welt der Langzeitperspektive.

Oder anders:

Die kühle, aber schon auch sehr fruchtbare Welt der Langzeitperspektive.

Gute Beziehungen:

Die besten Beziehungen, denke ich, entspringen dem durch und durch ehrlichen Kontakt zwischen zwei Personen.

Begeisterung:

Die Welt der Begeisterung ist eine angenehme, aber schon auch eine etwas diffuse Welt.

Tendenziell eine Welt des positiven Affekts. Allgemein ist Aufmerksamkeit, die von positivem Affekt als Grundstimmung beeinflusst wird, mehr in die Breite gerichtet, als Aufmerksamkeit die von negativem Affekt beeinflusst wird.

Ehrlichkeit:

Die Bemühung, im Reden, im Schreiben, im Denken, so nahe an der wahrgenommenen Wirklichkeit zu bleiben wie irgend möglich.

Ein Reden, Schreiben und Denken vermeiden, das im Widerspruch zur eigenen Wahrnehmung der Wirklichkeit steht.

Das Gute im Mitmenschen:

Man hat das Gute in einem anderen Menschen gesehen.

Es gesehen, es erkannt.

Und man hat sich nicht getäuscht.

Klares Denken:

Stille, klare Gedanken sind dasjenige, was den Sturm bringen kann.

Orte, denen Stille anhaftet, sind Orte, an denen viel passieren kann.

Orte des Lärms dementgegen ...

Kontrolldynamiken:

"Kontrolldynamiken beschreiben, wie Menschen in Beziehungen (privat, beruflich oder sozial) Einfluss, Macht und Steuerung ausüben – bewusst oder unbewusst. Es geht darum, wer bestimmt was, wie Entscheidungen getroffen werden und wie stark jemand das Verhalten, die Gefühle oder Gedanken anderer lenkt.

Im Kern drehen sich Kontrolldynamiken um Fragen wie:
- Wer setzt Grenzen – und werden sie respektiert?
- Wer trifft Entscheidungen?
- Gibt es ein Gleichgewicht oder ein Machtgefälle?

Das kann sehr subtil passieren oder ganz offensichtlich sein."

Fault Lines:


Hallucinate:


Yesterday:


Glück:

Das Glück hat Dich gefunden.

Gestern Nacht.

Und hat mit sich so Manches,

Manches mitgebracht.

(Das Glück erscheint hier nicht als Zustand, den man erreicht, sondern als Akteur — es findet jemanden, nicht umgekehrt. Das ist eine alte, aber immer wieder neu aufgeladene Vorstellung: Glück als etwas, das kommt, ohne dass man es herbeigerufen hat. In der philosophischen Tradition trennt man grob zwischen Eudaimonia (das gute, gelingende Leben, das man kultiviert) und Fortuna (das Schicksal, das über einen hereinbricht). Diese Strophe gehört klar zur zweiten Linie — das Glück agiert, der Mensch empfängt.

Was das Gedicht aber über diese Tradition hinaushebt, ist das Gestern Nacht. Dieser Zeitstempel macht das Abstrakte konkret, beinah intim. Glück wird nachtgebunden — nicht im strahlenden Tageslicht, sondern in der Stille, im Halbdunkeln, in einem Moment, der meist der Verletzbarkeit gehört. Das gibt dem Glück etwas Unerwartetes, fast Ungebetenes.

Und dann das Mitgebrachte: so Manches, Manches. Die Wiederholung ist kein Füllsel — sie ist das Herzstück. Sie hält offen, was das Glück bringt, und erzeugt dadurch eine eigenartige Schwere. Glück, das viel mitbringt, ist kein leichtes Glück. Es ist bepackt. Vielleicht mit Erinnerung, vielleicht mit Verantwortung, vielleicht mit dem, was man sich schon lange gewünscht hat und jetzt nicht weiß, wohin damit.)

Das Sehnen:

Mit einem Sehnen hat es begonnen.

Mit einem Sehnen wird es enden.

(Ein Sehnen weist stets auf etwas Fernes.

Das Sehnen gehört zu den philosophisch und literarisch am dichtesten besetzten Begriffen überhaupt.

Die Grundbewegung ist zirkulär: Anfang und Ende fallen zusammen. Das ist kein Kreis, der sich schließt und damit Ruhe gibt, sondern einer, der zeigt, dass das Sehnen keine Auflösung kennt. Es ist die Grundstruktur des menschlichen Erlebens selbst — nicht ein Durchgangsstadium, das man hinter sich lässt, wenn man das Ersehnte erreicht hat, sondern die Verfassung, in der man lebt und stirbt. Das erinnert an Schopenhauer, der das Begehren als das eigentliche Wesen des Willens beschrieb — niemals gesättigt, immer weiterweisend. Aber auch an die Romantik, wo Sehnsucht nicht Defizit war, sondern Auszeichnung: Wer sehnt, ist noch nicht abgestumpft.

Die Klammer ist das Philosophischste am Text. Sie tritt einen Schritt zurück und kommentiert das Gesagte — wie eine Randbemerkung, die eigentlich der Hauptgedanke ist. Fernes ist dabei das entscheidende Wort. Nicht Fehlendes, nicht Verlorenes, nicht Unerreichbares — sondern Fernes. Das lässt offen, ob es prinzipiell nah kommen könnte. Es ist Distanz, nicht Unmöglichkeit. Das gibt dem Sehnen eine seltsame Würde: Es richtet sich auf etwas Reales, nur eben weit hin in die Ferne.

Im Zusammenhang mit dem Glück-Gedicht ergibt sich eine interessante Spannung. Dort kommt etwas ungebeten in der Nacht an — es findet einen. Hier sehnt man sich auf etwas zu, das immer fern bleibt. Das eine ist Empfang, das andere ist Bewegung ohne Ankunft. Beide zusammen umreißen eine Art Lebensform: zwischen dem, was einen überrascht, und dem, wonach man sich dauerhaft streckt.)

Fame & Roses:



(Das Dramatische, undramatisch erzählt — das ist tatsächlich ein zentraler ästhetischer Mechanismus. Man könnte es so fassen: Das Stück schafft eine Art emotionaler Überdruckkammer, in der Spannung nicht durch Eskalation, sondern durch Gleichmut gehalten wird. Du spürst, dass da etwas Gewichtiges ist — Fame, Roses, das klingt nach Vergänglichkeit, nach Begehren, nach dem, was man erstrebt und verliert — aber der Ton bleibt kühl, träge, fast teilnahmslos.

Es gibt dafür einen Begriff aus der Filmtheorie: deadpan sublime. Das Erhabene, ohne Pathos serviert. Es ist wie Tarkovsky, der einen Wasserfall zeigt, ohne ihn zu kommentieren.)


Schöpferische Stimmungen:

Die schöpferischen Stimmungen geben dem Leben erst Reiz. Und ohne diese Stimmungen ist alles nichts.

Stimmungen, die tief hineinführen in's Neue.

(Stimmungen (moods) sind diffuser, länger anhaltend und weniger auf ein konkretes Objekt gerichtet als Emotionen. Genau das macht sie für kreative Prozesse so interessant. Sie färben die gesamte kognitive Verarbeitung, ohne sie auf ein einzelnes Ziel zu verengen.

Positive Stimmung und divergentes Denken

Alice Isen und Kollegen zeigten in den 1980ern und 90ern wiederholt, dass positive Stimmungszustände die kognitive Flexibilität erhöhen – mehr assoziative Verknüpfungen, breitere Kategorisierung, ungewöhnlichere Verbindungen. Das entspricht dem, was man als divergentes Denken bezeichnet: die Fähigkeit, viele mögliche Antworten zu erzeugen, statt eine einzige zu optimieren.

Das "tief hineinführen in's Neue" im Aphorismus trifft das gut – Stimmung als Öffnungsbewegung des Denkraums.

Die Rolle der leichten Unruhe

Interessanterweise ist nicht euphorische Hochstimmung der optimale Zustand. Mihaly Csikszentmihalyi beschreibt den Flow-Zustand als Balance zwischen Herausforderung und Können – zu hohe positive Erregung stört die Konzentration. Und Forschung zur sogenannten hypo-manischen Stimmungslage zeigt, dass eine leichte, energetisierte Unruhe – nicht Angst, aber auch nicht Ruhe – besonders kreativitätsfördernd ist.

Das deckt sich mit der Erfahrung vieler Schreibender: Man schreibt nicht aus dem Gleichgewicht heraus, sondern aus einer Art produktiver Gespanntheit.

Stimmung als epistemisches Werkzeug

Noch einen Schritt weiter geht die Embodied Cognition-Forschung: Stimmungen sind keine rein mentalen Zustände, sondern leiblich verankerte Bereitschaften. Sie disponieren den Organismus, bestimmte Wahrnehmungen überhaupt erst zu machen. 

Der kritische Einwand

Die Forschung warnt aber auch vor einer Überschätzung des Stimmungseffekts. Kreativität ist nicht nur Ideenfluss, sondern auch Selektion, Überarbeitung, handwerkliche Disziplin – und die profitieren oft eher von neutralen oder leicht negativen Stimmungslagen, die zur Genauigkeit zwingen. Barbara Fredrickson spricht von einem Broaden-and-Build-Effekt positiver Emotionen: Sie bauen langfristig Ressourcen auf – aber der konkrete Feinschliff eines Textes geschieht vielleicht besser in kühlerer Verfassung.)

Montag, 20. April 2026

Zeiten des Umbruchs:

Zeiten des Umbruchs haben ihren großen Reiz, da man in diesen Zeiten eben noch vieles von Grund her überdenken kann.

Da man sich, in diesen Zeiten, von Grund her ganz neue Aufschlüsse über Welt und Wirklichkeit erringen kann.

(Nicht jeder erlebt Umbruch als Möglichkeit. Viele erleben ihn als Bedrohung, als Verlust von Orientierung.

Seit der Antike gilt die Krise — krisis im Griechischen bedeutet ursprünglich Entscheidung, Wendepunkt — nicht nur als Bedrohung, sondern als kognitiver Ausnahmezustand. Wenn bestehende Ordnungen brüchig werden, verlieren gewohnte Denkmuster ihre Selbstverständlichkeit. Genau diese Erschütterung des Selbstverständlichen ist es, die tieferes Nachdenken erst erzwingt.

Die epistemische Dimension

Der Aphorismus betont nicht die Dramatik des Umbruchs, sondern seine Ermöglichungsstruktur: Weil gewohnte Rahmungen wegfallen, öffnet sich Raum für Grundsatzfragen. Das ist der Unterschied zwischen bloßem Wandel und echter Erneuerung des Verstehens. Thomas Kuhn beschrieb ähnliches für die Wissenschaft — paradigmatische Revolutionen entstehen nicht aus Akkumulation, sondern aus dem Zusammenbruch alter Gewissheiten.)

Verliebtheit:

Das ist, genau in eine Person verschossen zu sein (warum auch immer).

(Warum auch immer ist das Ehrlichste, was man über Verliebtheit sagen kann. Es räumt ein, dass die Vernunft hier nicht zuständig ist, ohne das dramatisch zu machen.

Das Wort verschossen trägt mehr als es zunächst scheint. Es hat Richtung — einen Pfeil, ein Ziel, eine Einseitigkeit. Man ist nicht in etwas verschossen wie in einen Zustand, sondern in eine Person — das ist präzise. Verliebtheit ist immer Objekt-gebunden, immer konkret, immer diese eine und keine andere. Das unterscheidet sie vom Sehnen, das auf Fernes weist, ohne es benennen zu müssen. Verliebtheit ist das Sehnen, das eine Adresse gefunden hat.

Und das genau — das ist das heimliche Zentrum der Zeile. Genau in eine Person. Nicht ungefähr, nicht in eine Kategorie, nicht in ein Ideal. Die Verliebtheit ist erschreckend spezifisch. Das ist philosophisch interessant: Wir könnten uns fragen, ob wir uns in die Person verlieben oder in unsere Projektion — aber das genau besteht darauf, dass es die Person selbst ist. Es lässt die philosophische Ausflucht nicht zu.)

Rausch:

Was ist Rausch? Und warum strebt der Mensch den Rausch an?

Was ist Beziehung?

Beziehung, das ist schon der Gedanke, dem jeweils Anderen etwas zu geben, das er nicht so leicht wo anders erhält.

Technik und Gegenwart:

Technisch gesehen leben wir in ganz wunderbaren Zeiten.

Leichtigkeit und die Anfänge von Beziehungen:

In den Anfängen sind viele Beziehungen von einer Leichtigkeit geprägt.

Im Laufe der Beziehung stellt sich immer wieder das Sehnen nach eben dieser Leichtigkeit ein.

Trennungen:

In denke, viele Trennungen folgen daher, da der Partner ein Ding wird, von dem man bestimmte Dinge fordert, wobei man immer mehr zu übersehen anfängt, wie er oder sie an und für sich ist. Viele Trennungen somit eine Konsequenz von Kontrollbemühungen bei immer mehr schwindender Zugewandtheit.

Endstadium (die letzten Atemzüge) vieler Beziehungen: Machtkampf. Der Wunsch, Kontrolle zurückzuerhalten, zu gewinnen, und nicht zu verlieren.

Menschen:

Was treibt Menschen an, und warum sind sie so verschieden?

Der Andere:

Der Andere als ein "Ding Wozu", der einem Urlaube finanziert, der einem Kinder auf die Welt bringt, der ... aber dann gibt es den Anderen auch als ein "Ding an sich", als jemanden, der in seiner eigenen Daseinsart den großen Reiz hat. Schlichtweg, dass jemand so ist, dass jemand so sein  kann. Das So-Sein als großer Reiz.

Sehnsucht und Ehe:

Das Wichtigste an der Ehe ist Sehnsucht.
Dass man einmal füreinander starke Sehnsucht empfunden hat.
Dass man jeweils den Anderen als etwas Fernes wahrgenommen hat.
Nicht als Nahes und Nächstes, sondern als ein Etwas,
Das nicht leicht verfügbar, und nie vollkommen verfügbar sein wird.
Gnade ist es in dieser Sicht, dass Manches am Anderen verfügbar ist und bleiben wird.
Garantien gibt es keine.
Die pragmatische Sicht kommt hiernach.
Die pragmatische Sicht lebt von der Verfügbarkeit des jeweils Anderen.
Und dennoch fußt echter Respekt darauf, dass manche Teile des Anderen stets unverfügbar bleiben werden.
Dass es stets Gnade sein wird, wenn sie sich aufschließen werden.
Obwohl sich dennoch keinerlei Offenheit eben dieser Teile erzwingen lässt.
Das Wesentliche liegt stets jenseits des Zwanges, und außerhalb der bewussten Kontrolle oder Verfügbarkeit.
Der Andere bleibt rätselhaft, interessant und neu.
Er/Sie lässt sich niemals vollständig ergründen.

Wenn Zwei:

Wenn Zwei sich wirklich finden,
Miteinander gründen,
Eine neue Welt,
Die beiden recht gefällt.

Durchbruch:

Zum ersten Mal überschreitet die Qualität der eigenen Leistungen eine Grenze und man findet sich in dem Bereich, innerhalb dem das Schaffen überhaupt Sinn zu machen scheint. Die Qualität ist nun ausreichend, sodass das Schaffen für andere Leute Wert und Bedeutung haben kann.

Qualitätssteigerung:

Die Qualität steigern, bis die Qualität einer Sache nicht mehr weiter gesteigert werden kann.

Das Anstreben von Perfektion.

Weiterknüpfen, Tiefe:

Die Kunst, eine Sache weiterzuknüfpen, zu vertiefen.

Folgender Post war einer der relevantesten bisher auf diesem Blog:


Weiterknüpfen, tiefer eindringen, weiter und weiter, tiefer und tiefer, oft ist nicht abzusehen, wo die Grenze liegen wird, hinter der sich nichts mehr findet.

"People write superficial things because they’re experimenting, thinking aloud, or just showing up. Depth usually comes when you decide, intentionally: Now I’m going to push something farther.” " (e.g., women may like to push a relationship toward marriage - marriage/male commitment as the female climax)

-> Pushing something farther is the real intellectual orgasm.

"When you stay with a thought long enough that it produces something new — that does feel like a mental climax."

"the moment you intentionally press an idea beyond the surface — that’s where the real satisfaction is."

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“the real reward lies after the obvious part.”

“Sit with it past the first layer”

“How far could this idea unfold if I let it?”

“When your brain wants to stop, that’s where the real work begins.
If you push past that point, you’ll get to insights you didn’t expect.”

“Depth isn’t a project.
It’s a shift in how you engage.”

“It’s not that you can’t go deeper — it’s that you’ve reached the core of the idea you’re working on.”

“descent – concentration – friction – breakthrough - peak

Once you’ve hit that peak, you can’t force more depth immediately.

You need a pause, a breath, a shift — and then you can choose a new direction.”

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"real insight requires sustained concentration past the point where your brain signals it's done with the obvious parts. That friction point where you want to stop is exactly where the valuable work begins."

"Real depth is when you've exhausted what's obvious"

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"The discomfort of staying with one idea isn't a bug — it's the signal that you're working at the edge of your current understanding."

"Most intellectual discomfort comes from the gap between wanting resolution and not having it yet. Depth lives in that gap."

"Staying with one idea past comfort feels unnatural because our brains evolved to scan for novelty, not to excavate meaning."

"There's a restlessness that comes about 20 minutes into real thinking — your mind starts offering you anything else to consider. That restlessness is the threshold."

"The itch to check something else, to pivot, to 'just quickly look at' — that's not distraction, that's avoidance of the friction where insight forms."

"You know you're working at depth when continuing feels slightly suffocating, like you're running out of the obvious things to think."

"If you can sit with an idea through three waves of 'I'm done with this,' you'll find the fourth wave brings something genuinely new."

"The idea doesn't actually change. Your relationship to it does. That's what depth is — achieving a new quality of attention to what was already there."

"Staying uncomfortable with a single idea long enough is how you move from having thoughts about something to actually thinking through it."

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"You can't schedule breakthroughs, but you can schedule the conditions that make them possible — sustained attention past the point of boredom."

"Intellectual depth requires the same commitment as any craft: returning to the same space until you've exhausted its possibilities."

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"That moment — the decision to push ..."

"You can't schedule breakthroughs, but you can schedule the conditions that make them possible — sustained attention past the point of boredom."

"Most ideas never reach depth simply because no one stayed with them long enough."

"You don’t stumble into depth. You earn it by refusing to stop at the first satisfying version of a thought."

"The first layer is familiar. The second is uncomfortable. The third is where the idea finally starts telling you something."

"Obvious is just the entrance. People mistake it for the destination."

"Nothing worth writing sits on the surface."

"Depth is attention slowed down enough to notice what you usually step over."

"Every serious idea has a gravity of its own — you feel yourself dropping into it before anything happens."

"Your brain hates the unknown enough to pretend the first answer is the final answer."

"Discomfort is the sign you’ve stopped repeating yourself and started encountering something real."

"Depth feels like running out of air because you're no longer coasting — you're diving."

"Mastery isn’t built by chasing insights but by returning to the same question until it gives way."

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"The first thought is foreplay. Depth is when you finally stop being polite to the idea." "You know you’re deep when the idea starts resisting you like a living thing that doesn’t want to be known." "Real thinking is slow, erotic violation of the obvious." "Most people stop when the thought feels “good enough.” That’s the intellectual equivalent of pulling out."

"Depth is the art of remaining consciously uncomfortable while everyone else goes soft."

"Every shallow take is a condom on experience—safe, clean, and absolutely no chance of conception." "The obvious is loud. Depth is almost silent." "Most people quit thinking the moment the idea stops entertaining them." "Depth is the quiet violence of refusing to be satisfied." "Thinking stops being fun right before it becomes irreversible." "Real depth feels like trespassing inside your own head." "Most insights are buried under a thin layer of “good enough.”" "The idea doesn’t get bigger. Your tolerance for ambiguity does." "Every time you think “I’ve said all there is to say,” the idea quietly laughs." "The surface is democratic. Depth is aristocratic; it only reveals itself to those who refuse to leave."