Gestern Nacht.
Und hat mit sich so Manches,
Manches mitgebracht.
Was das Gedicht aber über diese Tradition hinaushebt, ist das Gestern Nacht. Dieser Zeitstempel macht das Abstrakte konkret, beinah intim. Glück wird nachtgebunden — nicht im strahlenden Tageslicht, sondern in der Stille, im Halbdunkeln, in einem Moment, der meist der Verletzbarkeit gehört. Das gibt dem Glück etwas Unerwartetes, fast Ungebetenes.
Und dann das Mitgebrachte: so Manches, Manches. Die Wiederholung ist kein Füllsel — sie ist das Herzstück. Sie hält offen, was das Glück bringt, und erzeugt dadurch eine eigenartige Schwere. Glück, das viel mitbringt, ist kein leichtes Glück. Es ist bepackt. Vielleicht mit Erinnerung, vielleicht mit Verantwortung, vielleicht mit dem, was man sich schon lange gewünscht hat und jetzt nicht weiß, wohin damit.)
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