Montag, 20. April 2026

Beziehungen:

Wenn sich Zwei echt und stark und dauerhaft füreinander interessieren.

Das ist der Reiz von Beziehungen: Interesse empfangen und Interesse empfinden.

Aktivierung:

Ein sinnvolles Maß an Aktivierung macht das Leben erst reizvoll. Ich würde dennoch sagen: Besser eine Spur zu viel als zu wenig Aktivierung. Bias for Action.

Schöpferische Phasen:

Schöpferische Phasen, das sind die wichtigsten Phasen in unserem Leben. Phasen, in denen uns der Knopf aufgeht.

Phasen von großer Freiheit und Schaffenskraft, in denen echtes und tatsächliches Neuland betreten wird.

Schwäche für eine Frau:

Warum haben wir eine "Schwäche" für eine bestimmte Person, z.B. für eine bestimmte Frau?

(Nicht weil sie schön ist — Schönheit allein erzeugt Anziehung, doch keine echte Schwäche. Nicht weil sie gut zu uns ist — das erzeugt Dankbarkeit, keine Sehnsucht. Eine Schwäche entsteht dort, wo jemand etwas in uns berührt, das wir selbst kaum benennen können: ein unerfülltes Muster, eine alte Verheißung, ein Teil von uns, der sich in dieser Person wiedererkennt — oder das findet, was er bei sich selbst vermisst.

Das Wort „Schwäche" ist dabei aufschlussreich. Es verrät, dass wir spüren, wie die Kontrolle gegenüber dieser Person nur bedingt weiter vorliegt. Dass diese Person etwas in uns aktiviert, das sich der Vernunft entzieht. Wer eine Schwäche für jemanden hat, hat in Wirklichkeit eine Offenheit für diese Person. Ob das gefährlich ist oder beglückend — das entscheidet nicht die Person, sondern was man mit eben dieser Offenheit macht.)

Stabilität:

Wie geht ein Mensch mit Enttäuschungen um?

(Enttäuschungen sind ein Lackmustest des Charakters. Manche Menschen kollabieren unter ihnen ...)

Sonntag, 19. April 2026

Transzendenz:

Transzendenz ist ein Übersteigen des Alltagsdenkens und des Alltagserlebens. Ein Übersteigen von einem Denken und Erleben, das immer im Nahen und Nächsten stecken bleibt, das nie so recht seinen Weg in die Weite finden will.

Aufblühen in Manchen Situationen:

Warum blühen Menschen in manchen Situationen so sehr auf?

(Eine Bühne macht keinen Redner, ein Gespräch keinen Denker, ein Wettkampf keinen Athleten — aber manchmal scheint es genau so: als würde der richtige Kontext etwas freisetzen, das vorher eingeschlossen war.

Manche Situationen fordern genau das ab, was jemand im Überfluss hat — und das ist seltener, als man denkt. Wer analytisch denkt, blüht in Gesprächen auf, die Tiefe verlangen. Wer Empathie als natürliche Sprache spricht, wächst in Momenten der Not anderer über sich hinaus. Wer Risiko als Reiz und nicht als Bedrohung erlebt, entfaltet sich dort, wo andere erstarren. Es ist kein Zufall — es ist Passung.

Aber es gibt noch etwas Subtileres: Manche Situationen erlauben uns, wir selbst zu sein, ohne Erklärung, ohne Rechtfertigung. Der soziale Druck fällt weg. Die Rolle, die wir sonst spielen, ist plötzlich nicht gefragt. Was bleibt, ist der Kern — und der Kern, wenn er sich zeigen darf, bringt eben ein "Aufblühen" hervor. Aufblühen ist eine Erfahrung, die man macht, wenn man endlich am richtigen Ort ist.)