Beziehung, das ist schon der Gedanke, dem jeweils Anderen etwas zu geben, das er nicht so leicht wo anders erhält.
My Science - Blog / Mein Naturwissenschaftsblog
A Non-Fiction Blog. Ein Sachblog. A collection of some bits of information extracted from the scientific and from the non-fiction literature. (Until June 2025 there were also some poems and aphorisms posted on this blog.) Sachthemen und Sachtexte. (Bis Ende Juni 2025 wurden hier auch regelmäßig Gedichte und Aphorismen zu beliebigen Themen veröffentlicht.)
Montag, 20. April 2026
Leichtigkeit und die Anfänge von Beziehungen:
In den Anfängen sind viele Beziehungen von einer Leichtigkeit geprägt.
Im Laufe der Beziehung stellt sich immer wieder das Sehnen nach eben dieser Leichtigkeit ein.
Trennungen:
In denke, viele Trennungen folgen daher, da der Partner ein Ding wird, von dem man bestimmte Dinge fordert, wobei man immer mehr zu übersehen anfängt, wie er oder sie an und für sich ist. Viele Trennungen somit eine Konsequenz von Kontrollbemühungen bei immer mehr schwindender Zugewandtheit.
Endstadium (die letzten Atemzüge) vieler Beziehungen: Machtkampf. Der Wunsch, Kontrolle zurückzuerhalten, zu gewinnen, und nicht zu verlieren.
Endstadium (die letzten Atemzüge) vieler Beziehungen: Machtkampf. Der Wunsch, Kontrolle zurückzuerhalten, zu gewinnen, und nicht zu verlieren.
Der Andere:
Der Andere als ein "Ding Wozu", der einem Urlaube finanziert, der einem Kinder auf die Welt bringt, der ... aber dann gibt es den Anderen auch als ein "Ding an sich", als jemanden, der in seiner eigenen Daseinsart den großen Reiz hat. Schlichtweg, dass jemand so ist, dass jemand so sein kann. Das So-Sein als großer Reiz.
Sehnsucht und Ehe:
Das Wichtigste an der Ehe ist Sehnsucht.
Dass man einmal füreinander starke Sehnsucht empfunden hat.
Dass man jeweils den Anderen als etwas Fernes wahrgenommen hat.
Nicht als Nahes und Nächstes, sondern als ein Etwas,
Das nicht leicht verfügbar, und nie vollkommen verfügbar sein wird.
Gnade ist es in dieser Sicht, dass Manches am Anderen verfügbar ist und bleiben wird.
Garantien gibt es keine.
Dass man einmal füreinander starke Sehnsucht empfunden hat.
Dass man jeweils den Anderen als etwas Fernes wahrgenommen hat.
Nicht als Nahes und Nächstes, sondern als ein Etwas,
Das nicht leicht verfügbar, und nie vollkommen verfügbar sein wird.
Gnade ist es in dieser Sicht, dass Manches am Anderen verfügbar ist und bleiben wird.
Garantien gibt es keine.
Die pragmatische Sicht kommt hiernach.
Die pragmatische Sicht lebt von der Verfügbarkeit des jeweils Anderen.
Und dennoch fußt echter Respekt darauf, dass manche Teile des Anderen stets unverfügbar bleiben werden.
Dass es stets Gnade sein wird, wenn sie sich aufschließen werden.
Obwohl sich dennoch keinerlei Offenheit eben dieser Teile erzwingen lässt.
Das Wesentliche liegt stets jenseits des Zwanges, und außerhalb der bewussten Kontrolle oder Verfügbarkeit.
Der Andere bleibt rätselhaft, interessant und neu.
Er/Sie lässt sich niemals vollständig ergründen.
Und dennoch fußt echter Respekt darauf, dass manche Teile des Anderen stets unverfügbar bleiben werden.
Dass es stets Gnade sein wird, wenn sie sich aufschließen werden.
Obwohl sich dennoch keinerlei Offenheit eben dieser Teile erzwingen lässt.
Das Wesentliche liegt stets jenseits des Zwanges, und außerhalb der bewussten Kontrolle oder Verfügbarkeit.
Der Andere bleibt rätselhaft, interessant und neu.
Er/Sie lässt sich niemals vollständig ergründen.
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