Freitag, 19. Januar 2018

Psychological Entropy: A Framework for Understanding Uncertainty-Related Anxiety

Psychological Entropy: A Framework for Understanding Uncertainty-Related Anxiety
Jacob B. Hirsh, Raymond A. Mar, and Jordan B. Peterson (2012)


Abstract

Entropy, a concept derived from thermodynamics and information theory, describes the amount of uncertainty and disorder within a system. Self-organizing systems engage in a continual dialogue with the environment and must adapt themselves to changing circumstances to keep internal entropy at a manageable level. We propose the entropy model of uncertainty (EMU), an integrative theoretical framework that applies the idea of entropy to the human information system to understand uncertainty-related anxiety. Four major tenets of EMU are proposed: (a) Uncertainty poses a critical adaptive challenge for any organism, so individuals are motivated to keep it at a manageable level; (b) uncertainty emerges as a function of the conflict between competing perceptual and behavioral affordances; (c) adopting clear goals and belief structures helps to constrain the experience of uncertainty by reducing the spread of competing affordances; and (d) uncertainty is experienced subjectively as anxiety and is associated with activity in the anterior cingulate cortex and with heightened noradrenaline release. By placing the discussion of uncertainty management, a fundamental biological necessity, within the framework of information theory and self-organizing systems, our model helps to situate key psychological processes within a broader physical, conceptual, and evolutionary context.

Selbstformulieren:

Wir eignen uns ein Wissen um Sachverhalte verhältnismäßig effektiv an, indem wir uns darum bemühen, Sachverhalte in eigenen Worten zu schildern.

Cal Newport:

"the most effective way to imprint a concept is to first review it and then try to explain it, unaided, in your own words."

Bücher:

Manche Bücher erschöpfen sich rasch. Das heißt man hat nach einer Durchwanderung schon den relevanten Inhalt mitgenommen. Andere Bücher, bessere Bücher, begleiten einen längere Zeitstrecken. Vermitteln immer wieder aufs Neue Inhalt.

"psychological entropy"

Colin DeYoung:

In other words, the harder it is for the brain to answer the questions, “What is happening?” and “What should I do?” the higher the level of psychological entropy.

Personality traits and their cybernetic functions:

Colin DeYoung:


Donnerstag, 18. Januar 2018

Hochstimmung und Kreativität:

"Die verschiedenen Formen der Hochstimmung - intrinsische Motivation, gute Laune, Hypomanie, Flow - sind neuronal alle miteinander verwandt: Sie beruhen auf einer höheren Dopaminübertragung in verschiedenen Anteilen der Basalganglien, nämlich dem Nucleus accumbens und dem dorsalem Stratium; ...
Unter all diesen Formen der Hochstimmung, in all diesen Spielarten dopaminerger Aktivierung, produzieren Menschen mehr. ... Sie machen also insofern kreativ, als "kreativ" bedeutet, dass man viel hervorbringt. ...
Wenn "kreativ" bedeutet, etwas Neuartiges, Brilliantes hervorzubringen, dann nützt mehr Dopamin dabei nichts. ...
Robert Schuman als Musterbeispiel des manisch-depressiven Künstlers komponierte zwar in seinen manischen Phasen mehr als sonst. Zählt man aber, um ein möglichst objektives Maß der Qualität zu erhalten, nach, wie oft seine verschiedenen Werke eingespielt werden, dann schneiden die Kompositionen aus seinen manischen Phasen keineswegs besser ab als die aus seinen ausgeglichenen oder depressiven Phasen.
Flow (oder Hypomanie) ist also ein Zustand, in dem wir Ideen am besten umsetzten. Es ist nicht der Zustand, in dem wir Ideen bekommen.
Die Alltagserfahrung bestätigt das: Es gibt erfolgreiche Wissenschaftskollegen, die hochmotiviert, ehrgeizig, fleißig und sicherlich nicht dumm sind (für einen IQ über 115 wird es jedenfalls reichen), die aber in ihrem ganzen Leben noch keine einzige Idee gehabt haben. Darum kommt auch Arne Dietrich zu dem Schluss, dass Flow und Kreativität zwei verschiedene Zustände des Gehirns sind bzw. dass sie unterschiedliche Schaltkreise im Gehirn rekrutieren. Man sollte sie nicht gleichsetzen. Im Gegenteil: Man sollte sie fein säuberlich voneinander trennen."

Das schöpferische Gehirn - Konrad Lehmann

Mittwoch, 17. Januar 2018

Über das Nachdenken:

Manchmal hat man das Gefühl, als ob sich zwei Instanzen im Bewusstsein fänden, von denen eine neue Gedanken generiert, und die andere neu generierte Gedanken sogleich einer Prüfung, einer Art Realitäts-Check, unterzieht, wodurch sie mit Regelmäßigkeit eine Verwerfung neu generierter Gedanken bewirkt.

[Der zweiten Instanz käme somit eine Art Unkrautjätefunktion zu.]