Samstag, 9. Mai 2026

Lesen:

Lesen, das ist, sich innerlich anhören, was gescheite Leute über eine Sache zu sagen haben, bei der sie über Expertise verfügen.

Ein Tausender:

Ein Tausender netto je Monat mehr Gehalt, das wär' nicht schlecht.

Lernsprints:

Ich werde in den nächsten Monaten einige Lernsprints hinlegen, um berufliches Wissen zu vertiefen. Zentrale Themen sind hierbei:

- Statistische Modellierung
- Forecasting
- Programmierung

Es wird pro Woche wohl etwa ein Buch zum  Thema durchgearbeitet werden und zentrale Inhalte von dem Buch werden auf Karteikarten übertragen und geübt werden.

Privat möchte ich mich etwas im Gedichteschreiben üben. D.h. ich möchte ein bis drei längere Gedichte je Woche schreiben, etwa in dem Stil:

https://meinnaturwissenschaftsblog.blogspot.com/2026/04/sehnsucht-und-ehe.html

Oder in Reimform.

Zusätzlich möchte ich mir diverse handwerkliche Fähigkeiten erwerben und immer wieder neue Speisen kochen.

Indexfonds & ETFs:

Ich lese nun zum ersten Mal seit Jahren wieder wirklich viel in Büchern (ich habe Online-Lektüre stark heruntergeschraubt und so ergibt sich viel Platz hierfür). Weit oben auf meiner Leseliste findet sich "Souverän Investieren mit Indexfonds und ETFs" von Gerd Kommers, das mir einmal vor Jahren einer meiner Cousins zur Lektüre empfohlen hat.

Interesse:

Wenn wir tatsächlich Bezug zu etwas Gehörtem oder Gesehenem herstellen können.

Zweierlei Gedanken:

Gedanken, die man "herbeizwingt", um eine Problemlösung zu erreichen.

Gedanken, die einfach kommen.

Focus:

Winifred Gallagher:

"If you could look backward at your years thus far, you'd see that your life has been fashioned from what you've paid attention to and what you haven't. You'd observe that of the myriad sights and sounds, thoughts and feelings that you could have focused on, you selected a relatively few, which became what you've confidently called 'reality.' You'd also be struck by the fact that if you had paid attention to other things, your reality and your life would be very different."

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Ich lese an sich sehr gerne Bücher über das Thema Aufmerksamkeit. Das Buch "Rapt" von Winifred Gallagher habe ich zwei bis drei Mal gelesen.

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Indem wir uns entscheiden, worauf wir und fokussieren, über wir Kontrolle über unser Leben aus.

Lesen:

Ein Buch zu lesen, das bedeutet, sich anzuhören, was jemand zu einem Thema zu sagen hat.

Eine Phase des Viellesens bedeutet also:
Sich viel anzuhören, viele Perspektiven aufzunehmen.

Lebensführung:

Um ein Leben gut führen zu können, muss wohl so etwas wie das "Handwerk der Lebensführung" erlernt werden.

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Man beginnt hier nicht bei Null. Es geht bloß um die Verfeinerung der eigenen Herangehensweisen.

Beziehungsführung:

Um eine Beziehung gut führen zu können muss wohl so etwas wie das "Handwerk der Beziehungsführung" erlernt werden.

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Man beginnt hier nicht bei Null. Es geht bloß um die Verfeinerung der eigenen Herangehensweisen.

Hare Brain - Tortoise Mind:

John Cleese hat einmal die Lektüre des Buches Hare Brain - Tortoise Mind von Guy Claxton empfohlen. Das habe ich gegenwärtig etwa zur Hälfte gelesen.

Vielleicht ein bisschen die Frage: Wie Ideen entstehen & wie das Gehirn sich mit einem Gegenstand auseinandersetzt, auch dann, wenn wir ihm gerade nicht bewusst Aufmerksamkeit zuwenden ...

Donnerstag, 7. Mai 2026

Bücher:

Wenn man in zwei Stunden ein halbes Buch liest, kann man letztlich, ohne viel Probleme, je Woche zwei bis drei Bücher lesen.

Berufsbezogene Bücher, die ich kürzlich zur Gänze gelesen habe, waren:

- Statistical Modeling: A Fresh Approach von Daniel Kaplan

- Forecasting: An Essential Introduction von David Hendry, Jennifer Castle, Michael Clements

- Forecasting: Principles and Practice, the Pythonic Way von Rob J Hyndman, George Athanasopoulos, Azul Garza

Öffentlich hier frei verfügbar: https://otexts.com/fpppy/

Am wenigsten profitiert habe ich hierbei von Forecasting: An Essential Introduction von David Hendry, Jennifer Castle, Michael Clements. Das Thema Location Shifts blieb mir in der Erinnerung haften. Warum Forecasts fehlerhaft sein können wurde umfassend erörtert, dennoch war die makroökonomische Perspektive, die im Buch eingenommen wurde, nicht ganz die Perspektive, von der ich im beruflichen Alltag gar so sehr profitieren kann. Statistical Modeling von Daniel Kaplan ist sehr leicht verständlich geschrieben. Ich habe mit dem Buch noch einmal mein Wissen bezüglich der Statistischen Modellierung aufgefrischt, habe hierbei allerdings nicht gar so viel Neuland betreten. Forecasting - Principles and Practice gab mir noch einmal eine grundlegende Orientierung bezüglich dem Zeitreihenforecasting und welchen Methoden hierbei besondere Bedeutung zukommt.

Mittwoch, 6. Mai 2026

Dienstag, 5. Mai 2026

Der Schlechte Lauf:

War doch nur
Ein schlechter Lauf
So schnell gibt
Gibt doch niemand auf.

Die Nicht-Zynische Sicht:

Letztlich habe ich die nicht-zynische-Sicht auf Frauen sehr gern.

Der Wilde Kerl:

Ein wilder Kerl. Ein Draufgänger. Ein Kämpfer.

Encounters at the End of the World:

Lange Schatten:

Manche Menschen werfen lange Schatten.

Das Glück:

Das Glück wird Dich finden.
Kommt zu Dir.
Gerad' noch weg.
Schon ist es hier!

Trockene Bücher:

Warum lesen Menschen trockene Bücher?

Violent Horizon:


 

Das Loslassen:

Wenn eine Frau gar zu leicht loslassen kann, dann war ihr Partner letztlich doch nichts wert.

Wenn ein Mann gar zu leicht loslassen kann, dann ...

Too Far:


 

Erfüllung:

Man hat den Himmel gespürt, ein paar Jahre lang.

Zumindest einen Hauch Erfüllung erfahren.

Dafür gekämpft, manchmal gelitten, zuweilen gestritten.

Freiheit in Beziehungen:

Warum hat man sich nicht damals in der Beziehung nicht einfach wechselseitig Freiheit gegeben?

Warum hat man den Anderen denn nicht einfach sein lassen, wie er ist?

Warum waren da Ängste und Kontrollwünsche da?

Onassis:

Die Gute Beziehung:

In einer guten Beziehung trägt man eine zweite Welt an seiner Seite, die die eigene Welt recht gut ergänzt.

Erkenntnis:

Erkenntnis, darum geht's!

Hätte man mehr erkannt, in seinem bisherigen Leben.

Mehr erkannt, viel mehr erkannt.

Das wär's gewesen!

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Phasen, in denen man viel erkennt: das sind die kostbarsten Phasen im eigenen Leben.

Die Kunst besteht darin, all das zu lieben, was das eigene Erkennen fördert.

Du:

Ich will Dich,
Genau Dich,
Nur Dich!

All Away:


 

Montag, 4. Mai 2026

Trennungen und Leid:

Je mehr Herzblut Frauen in eine Beziehung gelegt hatten, je mehr Zukunft sie gesehen hatten,  desto mehr leiden sie an der Trennung. Je nachdem, wie die Perspektive prinzipiell war. Wenn gemeinsam ein Haus gebaut wurde. Wenn ein Haus hergerichtet wurde. Etc. Wenn der Mut bzw. die Ambition zum gemeinsamen Nest vorhanden war und in Taten Ausdruck fand, wird das Leid tendenziell größer ausfallen.

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(
  • Investition verstärkt Bindung
    Je mehr Zeit, Energie, Emotionen und gemeinsame Projekte in eine Beziehung geflossen sind (z. B. Haus bauen, Zukunft planen), desto stärker ist die Bindung.
    → Man spricht hier oft von der Investment-Theorie (u. a. Caryl Rusbult).
  • Verlust ist nicht nur emotional, sondern existenziell
    Wenn eine Beziehung stark in die Lebensstruktur eingebettet war (Wohnen, Finanzen, Alltag), zerbricht nicht nur die Partnerschaft, sondern ein ganzes Lebenskonzept.
  • Zukunftsverlust schmerzt besonders
    Menschen trauern nicht nur um das, was war, sondern auch um das, was sie erwartet haben – gemeinsame Pläne, Identität als Paar, Sicherheit.

Das erklärt, warum Trennungen nach „großen gemeinsamen Projekten“ oft tiefer gehen als lockere Beziehungen.")

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Commitment (die Bereitschaft, in der Beziehung zu bleiben) hängt nicht nur von „Ich liebe dich“ ab, sondern von drei Faktoren:

  1. Zufriedenheit (wie gut läuft es gerade?)
  2. Qualität der Alternativen (gibt’s draußen was Besseres?)
  3. Investitionsgrößedas ist der entscheidende Punkt

Investitionen sind alles, was man in die Beziehung gesteckt hat und das man nicht einfach mitnehmen kann, wenn man geht:

  • Zeit & emotionale Energie („Herzblut“)
  • Gemeinsame Projekte (Haus bauen/renovieren, Urlaube planen, Zukunftsvisionen schmieden)
  • Finanzielle Verflechtungen
  • Soziale Netzwerke (gemeinsame Freunde, Familie)
  • Identität als Paar („Wir sind die, die das Haus haben / die Kinder wollen / die Welt erobern“)

Je größer diese Investitionen, desto stärker die Bindung – und desto schmerzhafter der Verlust. Weil man nicht nur die Person verliert, sondern einen ganzen Lebensentwurf. Das ist kein reines Gefühl mehr, das ist existentielle Trauer. -----

Frauen investieren in vielen Beziehungen strukturell und emotional mehr – vor allem in die „Nestbau“-Dimension (Zuhause gestalten, Zukunft planen, emotionale Sicherheit schaffen). Wenn das alles plötzlich wegbricht, ist der Verlust nicht nur „mein Partner ist weg“, sondern „mein ganzes Lebenskonzept ist zerbrochen“. -----

Männer leiden oft anders (manchmal später, manchmal durch Rückzug oder neue Beziehungen als „Pflaster“), aber die initiale Wucht bei hoher Investition trifft Frauen in vielen Fällen härter. -----

Der besonders gemeine Teil: Zukunftsverlust

Menschen trauern nicht nur um das, was war, sondern um das, was hätte sein können. Die gemeinsamen Pläne, die Vision vom „wir bauen uns ein Leben“, die Bilder im Kopf vom Älterwerden zusammen – das alles stirbt mit. Das ist eine besonders bittere Form von Trauer, weil sie antizipatorisch ist. Man trauert um eine Zukunft, die nie stattgefunden hat.

Deshalb sind Trennungen nach „wir haben schon ein Haus gekauft / renoviert / uns ein Nest gebaut“ oft so viel zerstörerischer als Trennungen nach zwei Jahren lockeren Datings. Da war einfach mehr drin.

Sonntag, 3. Mai 2026

Peak Relaxation:

I reached peak relaxation yesterday.
Even so, that’s not the point of life.

Selbstzerstörung:

In welchem Ausmaß lässt sich jemand Unzumutbares zumuten?

Erbleichen in Demut:

Wenn Menschen ihre Selbstachtung weniger und weniger zu Wort kommen lassen.

Kränkung und Abstand:

Eine Kränkung führt oft dazu, dass sich die Wege von zwei Personen für immer trennen.

(Eine Kränkung ist keine gewöhnliche negative Erfahrung, sondern ein Angriff auf das Selbstwertgefühl oder die Würde einer Person. Was sie so folgenreich macht: Sie wird nicht einfach vergessen, sondern abgespeichert — oft als narrative Markierung ("der Moment, als X..."). Beziehungen können viele alltägliche Reibungen überstehen, aber eine tiefe Kränkung erzeugt einen qualitativen Bruch, der schwer zu überbrücken ist.

Interessant ist die Asymmetrie: Der Kränkende erinnert sich oft gar nicht oder weniger intensiv an das Ereignis. Der Gekränkte trägt es. Das führt zu einem Paradox — der, der nichts bemerkt hat, versteht nicht, warum die Wege sich trennten.)

Zerstörte Selbstachtung:

In welchen Situationen geht die Selbstachtung kaputt?

Selbstachtung:

Die Selbstachtung sagt:

"Lieber Leid auf sich nehmen als seinen Stolz mit Füßen treten zu lassen."

Wert der Selbstachtung:

Letztlich hat die Selbstachtung oft Recht. Und es macht selten Sinn, in einer gegebenen Situation, seine Selbstachtung mit Füßen zu treten.

Mangel an Selbstachtung:

Wie macht sich ein Mangel an Selbstachtung beim Menschen bemerkbar?

Gespräche:

Ein jedes Gespräch, ein Geben und Empfangen.

Achtung als Bedingung:

Sich mit Menschen umgeben, die einen schätzen.

Wert als das Verbindende:

Man bietet einem Menschen etwas Wertvolles an, und schaut, ob er daran teilhaben will.

Grundzustand Dauerstress:

Warum sind manche Personen in einem dauergestressten Grundzustand?

"Religiosität":

Die Kunst besteht darin, alles Schöne, Wertvolle und Kostbare an dieser Welt zu schätzen.

Schöne Wochen:

Wie schön sie waren, die letzten Wochen. Wie reich an sozialen Kontakten. Wie reich an neuen Erfahrungen. Wie reich an neuen Einsichten. Wie reich an tiefen Gesprächen. Und wie viele, neue Fragen einem da so begegnet sind. Ein paar Wochen können so viel an Inhalt beherbergen.

Ohne Sprachmodell:

Es ist gelegentlich ganz nett, mal ein, zwei Tage lang mit keinem Sprachmodell was zu tun zu haben.

Die Pause von der Berührung mit Sprachmodellen.

Der interessanteste Gegenstand:

Ganz mühelos richtet sich die Aufmerksamkeit auf den interessantesten Gegenstand.

Trennung:

Man verliert temporär oder dauerhaft Zugang zu einer bestimmten Welt.

Ehrlichkeit:

"Der Wille zur Ehrlichkeit gehört zur menschlichen Natur wie der Macht- oder der Sexualtrieb."

Bernhard Bueb

Ich bin mir nicht vollkommen sicher, dass diese Aussage tatsächlich sind. Dennoch sind hochkooperative Partnerschaften tendenziell von großer Ehrlichkeit geprägt.

Lesen & Glück:

Lesen ist eine große Quelle von Glück oder von positiver Erfahrung.

Andere Quellen von Glück:

Gespräche, Geselliges Beisammensein, Sport, Leistung.

Einsichtsreiche Wochen:

Es gibt Wochen, in denen sich mehr Aufschlüsse und Einsichten einstellen als sonst in einem Jahr.

Bücher:

Was macht einen aus?

Schon auch der tagtägliche Umgang mit Büchern.

Der Tiefe Austausch:

Warum ist mit manchen Menschen so ein tiefer Austausch möglich?

Hundert Bücher:

Warum taucht man denn nicht gelegentlich an einem Tag in etwa hundert Bücher ein?

Twitter und Gespräche:

Wenn man gute Gespräche kennt, wird Twitter etwas langweilig.

Wunsch und Ratio:

Ich denke, es geht schon um eine gewisse rationale Auseinandersetzung mit den eigenen Wünschen.

Wie von oben herab auf Wünsche blicken, die einen positiv, die anderen negativ bewerten, oder sich ihnen differenziert widmen: "Das ist gut, an diesem Wunsch. Das ist schlecht."

Zeitlosigkeit des Guten:

Man wünscht sich, dass das Gute ewig währt.

Interesse:

Interesse ist so ein schöner, positiver Affekt.

What is New?

"Our genius for responding to the new and different distinguishes us from all other creatures ..."

Winifred Gallagher

Conversation:

"Conversation is the communal air we breathe."

Charles Duhigg

Das Positive:

Wenn jemand viel in seinem Leben hat, das ihm große Freude bereitet.

Genialität:

Der Mensch kann das "Göttliche" an Welt und Wirklichkeit, d.h. dasjenige, was die Welt spannend und interessant macht, wahrnehmen. Genialität also ein Sinn für die besonders interessanten Züge an Welt und Wirklichkeit.

Philosophie in dem Sinn, ein Tiefenblick, der die besonders spannenden und interessanten Züge aufschließt.

Anderes Erleben einer Situation:

Zwei Personen befinden sich in nahezu identischen Situationen. Person A leidet an der Situation. Person B leidet nicht an der Situation.

Gesprächsrunden:

Bei Gesprächen in Runden finden sich stets viel Gelegenheiten, wo einzuhaken.

Mann mit Plan:

Die Planlosigkeit führt zum Leid.

Ein Mann mit Plan leidet nicht.

Polarität:

"Polarität zwischen zwei Menschen ist ein Zustand, in dem zwei Personen gegensätzliche Qualitäten verkörpern, die sich gegenseitig anziehen und in Spannung halten — ähnlich wie die Pole eines Magneten.

Das Entscheidende: Polarität ist nicht Konflikt. Sie ist strukturelle Verschiedenheit mit gegenseitiger Anziehung.

Zwei Menschen sind polar, wenn sie nicht dasselbe sind — wenn der eine etwas verkörpert, das dem anderen fehlt oder das in ihm schläft. Das erzeugt ein Feld zwischen ihnen. Eine Art Ladung.


Polarität kann auf verschiedenen Ebenen entstehen:

  • Energetisch: einer ist ruhend, der andere bewegt — einer zieht an, der andere hält stand
  • Charakterlich: einer ist impulsiv, der andere abwägend — einer öffnet, der andere schließt
  • Kognitiv: einer denkt in Bildern, der andere in Strukturen
  • Emotional: einer trägt die Wärme, der andere die Klarheit

Die Polarität ist stark, wenn diese Verschiedenheit echt ist — nicht gespielt, nicht strategisch, sondern Ausdruck davon, wer die Person wirklich ist.


Warum zieht das an?

Weil jeder Mensch eine innere Ganzheit sucht. Der andere repräsentiert einen Teil davon, den man selbst nicht (oder kaum) bewohnt. Man wird nicht angezogen, weil der andere besser ist — sondern weil er anders ist, auf eine Weise, die etwas im einem selbst in Bewegung bringt.


Was Polarität auflöst:

  • Angleichung — wenn beide zu ähnlich werden
  • Verachtung — wenn die Verschiedenheit nicht mehr respektiert wird
  • Ungreifbarkeit — wenn einer von beiden „weder Fisch noch Fleisch" ist, gibt es keinen Pol, an dem sich der andere reiben oder orientieren kann"

Selbstbewusstsein:

Der Stolz darauf, wie man so ist.

Jasagen:

Das bedingungslose Jasagen zum Anderen ist stets so eine Sache. Zu Manchem im und am Anderen wird man nie Jasagen können.

Zwischenmenschliche Spannung:

"Was Spannung erzeugt:

  • Bedrohung des Selbstbildes — die andere Meinung impliziert, dass man selbst falsch liegt, naiv ist, sich geirrt hat
  • Statusdynamik — wer gibt nach? Wer hat Recht? Wer dominiert das Gespräch?
  • Unausgesprochenes — die eigentliche Differenz liegt oft nicht in der Meinung selbst, sondern in dem, was sie über die Beziehung aussagt
  • Wiederholung — ein Thema, das immer wieder auftaucht, lädt sich auf, unabhängig vom sachlichen Inhalt
  • Asymmetrische Investition — einer meint es ernst, dem anderen ist es egal; das erzeugt mehr Reibung als echte Gegnerschaft

Die Polarität ist oft nur der sichtbare Teil.

Was wie ein Meinungsstreit aussieht, ist häufig ein Kampf um etwas anderes: Anerkennung, Kontrolle, das Bedürfnis, gesehen zu werden. Die inhaltliche Differenz ist dann nur der Austragungsort, nicht die eigentliche Ursache."

Weder Fisch noch Fleisch:

"Die Redewendung „weder Fisch noch Fleisch" beschreibt jemanden (oder etwas), der keine klare Identität, Haltung oder Zugehörigkeit hat — jemand, der sich nicht eindeutig einordnen lässt, der zwischen zwei Kategorien schwebt, ohne zu einer zu gehören.

Gemeint ist damit:

Eine Person, die weder das eine noch das andere ist — die keine feste Position bezieht, keine erkennbare Persönlichkeit zeigt oder sich nicht klar zu einer Seite bekennt. Sie ist irgendwie dazwischen, unentschlossen, charakterlos im Sinne von: ohne ausgeprägte Eigenart.

Mögliche Konnotationen:

  • Sozial/charakterlich: jemand, der es allen recht machen will, keine eigene Meinung hat, immer laviert
  • Professionell/kategorial: ein Produkt, Konzept oder Projekt, das keiner klaren Gattung zugehört und dadurch verwirrend oder unbrauchbar wirkt
  • Weltanschaulich: jemand, der sich nicht festlegt, keine Überzeugungen nach außen trägt

Herkunft:

Der Ursprung liegt vermutlich in mittelalterlichen Fastenregeln: An Fastentagen durfte man Fisch essen, nicht aber Fleisch. Wer sich also zwischen diesen Kategorien befand — weder Fisch (erlaubt) noch Fleisch (verboten/vollwertig) — war unklassifizierbar, gehörte nirgendwo dazu. Manche Versionen führen die Redewendung auch auf kirchliche Einordnungen zurück (Fisch = Kloster/Askese, Fleisch = weltliches Leben)."

Samstag, 2. Mai 2026

Dichter und Denker:

Im Land der Dichter und Denker,
Der Aussagen-Verschenker.

Geist:

Das Interessante zu suchen, wieder und wieder und wieder, das ist die Aufgabe des Geistes.

Geistvolle Unterhaltungen lassen sich mit denen führen, die ihren Geist mit vielem interessanten Material gefüttert haben.

Man spürt da den Wert mancher Aussagen, kann ihn geradezu mit den Fingerspitzen greifen.

Das Dramatische:

Das Dramatische macht vieles dann,
Wildes dann, Mit einem Mann!

Auf die Bühne dann mit Schwert,
Keiner bleibt hier unversehrt!

(Besser einige nicht gar so perfekte Gedichte
als keine Gedichte.

Wo kämen wir denn da hin, wenn auf
einem "Naturwissenschaftsblog" keine
Gedichte zu finden und anzutreffen sind??)

Gute Tage:

Gute Tage
Keine Frage
So die Lage.

Lange Verliebtheitsphasen:

Frauen sind süß, wenn sie verliebt sind.

Besonders wenn sie über einige Jahre hinweg verliebt sind.

Das Positive:

Das Positive im Menschen dann
Lässt ihn fangen Sachen an.

Liebe Leute:

Auch wenn man sich einmal kurz abkapseln will, kommen sogleich wieder so viele liebe Leute auf einen zu. Manchmal interessant, warum sich so viele Personen im eigenen Leben rühren, warum da so viele Personen aufscheinen.

Gemütliche Unterhaltungen:

Mit Leuten reden, und während der Unterhaltung bewegt man sich in eine sehr gemütliche Welt hinein. 

Bad Feelings:

@Good Reasons For Bad Feelings:

Ein bisschen kann man sich schon und muss man sich wohl auch auf "Bad Feelings" einlassen.

Verbindung:

Die Verbindung mit einer Person hat man geschätzt. Die Spannung in ihrer Nähe. Wie interessant es war, ihr nahe zu sein.

Langweilige Tage:

Manchmal braucht es die durch und durch ruhigen und langweiligen Tage.

Leben Ohne:

Sich notfalls auch auf ein Leben ohne eine geliebte Person einlassen.

Tod oder Trennungen stellen den Menschen vor diese Notwendigkeit.

Angst vor der Langeweile:

Eine übertriebene Flucht vor der Langeweile wäre sicher eine Überreaktion auf ein Ereignis.

Ruhige Tage:

Die Kunst besteht darin, sich manchmal einfach auch auf ein paar ruhige Tage einzulassen.

Ruhe und Unruhe:

Wie die Unruhe, so ist die Ruhe ebenfalls etwas, das kultiviert gehört.

Phasen, wo der Mensch viel im Außen macht und Phasen, wo der Mensch wenig im Außen macht. Beide Phasen braucht es.

Rückkehr zur Langeweile:

Langfristig geht es darum, sich bewusst wieder so und so viele Stunden je Tag auf die Langeweile einzulassen.

Was ist Poesie?

Interesse an der Welt und am Leben.

Ein Gedicht soll vor allem Eines:
Interesse an einem Gegenstand oder
an einer Sache wecken können.

Ohne Zähne:

Ein Mann ohne Zähne, ohne Biss.

(Ohne Durchsetzungskraft, Schärfe, Lebendigkeit.)

Attraction II:

"Attraction isn't really about finding someone who reflects you back comfortably — that's companionship, which is valuable but different. Attraction has an edge of otherness to it. Someone whose inner world you can't fully predict or possess." 

Attraction:

"You need to feel that someone could, in principle, walk away — but that they're choosing not to. The moment that tension collapses in either direction, attraction fades. Either they become too certain (boring, taken for granted) or too uncertain (anxiety, not attraction)."

Spannung und Leben:

Das Vermögen, Spannung aushalten zu können, macht das Leben tausendfach interessanter.

Why are many men or women inspired by heartbreak?

"Because heartbreak is one of the few experiences that hits multiple psychological “systems” at once—it’s intense, personal, and disruptive. That combination can push people into reflection, change, or creative output.

Here are the main reasons it often becomes fuel rather than just pain:

1. Emotional intensity creates energy
Heartbreak isn’t mild—it’s overwhelming. That emotional surge (grief, anger, longing) needs somewhere to go. Some people channel it into writing, music, work, or self-improvement because doing nothing feels worse.

2. It forces self-reflection
After a breakup, people naturally ask: What happened? What did I miss? What do I actually want?
That kind of questioning can lead to clearer values, boundaries, and goals—things that weren’t fully examined before.

3. Loss reshapes identity
Relationships become part of how we define ourselves. When one ends, there’s a gap: Who am I now?
Filling that gap often leads people to reinvent themselves—new habits, ambitions, or directions.

4. Motivation through contrast
Pain creates a strong “before vs. after.” People don’t just want to feel okay—they want to feel better than before. That contrast can drive big changes: getting fitter, building a career, pursuing something meaningful.

5. It strips away illusions
Heartbreak can be disillusioning, but that’s not always negative. People may become more realistic about love, compatibility, or their own needs—which can lead to better decisions later.

6. It’s a shared human experience
There’s also a cultural layer. Stories, songs, and films constantly reinforce the idea that heartbreak leads to growth. That gives people a kind of script: this pain can turn into something valuable.

That said, it doesn’t automatically inspire everyone. For some, it leads to withdrawal or stagnation instead. The difference often comes down to support systems, personality, and whether someone finds a constructive outlet for what they’re feeling."

High Arousal:

How does a state of high arousal enter your life?

The Science of How To Deal With Breakups:

 

Jagd nach Wissen:

Warum jagt man denn nicht regelrecht das allerinteressanteste Wissen?

Freitag, 1. Mai 2026

Zentraler Wunsch:

Man will in einer interessanten Welt leben. Das ist's.

Armbanduhren:

Ein Mann braucht ein paar Armbanduhren.

(Auch Gürtel sind relevant.)

Die Interessantesten Gespräche:

Mit wem führt man seine interessantesten Gespräche?

Philosophischer Sinn:

Wie nennen sich Menschen, die philosophische Werke mit starker Anteilnahme lesen können?

Inspiriertes Schreiben:

Manche Sätze, Absätze, oder Gedichte, die einem wie auf Eingebung kommen.

Mit dem Gefühl: "Man könnte sie kaum anders schreiben."

Musikalität:

Wie nennen sich Menschen, die generell stark an musikalischen Werken Anteil nehmen können?

Symphonien:

Z.B. wird da die fünfte oder die sechste Symphonie von Beethoven gespielt. Im Publikum sitzen hunderte Zuhörer. Die Teilnahme am Werk wird von Hörer zu Hörer recht unterschiedlich sein. Von Teilnahmslosigkeit bis zu starker Anteilnahme werden da alle Grade des Anteilnehmens im Publikum vorkommen.

Interesse:

Die Fähigkeit, sich überhaupt für die Welt interessieren zu können, variiert von Mensch zu Mensch stark.

Warum scheinen manche Menschen so teilnahmslos zu sein?

Mitmenschen:

Wir widmen uns nicht gleichmäßig unseren Mitmenschen, sondern suchen manche, meiden andere.

Das Bessere / Interessantere:

Der bessere Zustand ist oft ein solcher, der uns interessanter erscheint.

Was gibt den Dingen ihren Reiz?

Dauerhaft Interessante Dinge:

Wenn die Dinge bloß interessant bleiben könnten, und nicht rasch an Reiz verlieren würden.

Einen Gegenstand lange im Bewusstsein halten, da der Gegenstand seinen Reiz bewahrt.

Interessante Persönlichkeiten:

Was ist ein interessanter Mensch?

Der Aufschluss einer interessanten Welt:

Wenn der Mensch aus einer recht uninteressanten Welt auftaucht, in eine interessante Welt eintaucht.

Die Hervorrufung starken Interesses:

Warum können manche Gegenstände, manche Themen, warum können manche Personen so starkes Interesse hervorrufen?

Angst vor dem Grau:

Man hat Angst, dass die Welt wieder ihren so interessanten Anstrich verlieren könnte.

Das Unbehagen:

Wie bringt man Unbehagen in einen Menschen hinein?

Eine weitere Frage:

Wie bringt man ein fruchtbares Unbehagen in einen Menschen hinein?

Das Interessante Leben:

Warum ist gerade jetzt der Drang nach einem interessanten Leben so stark in mir?

(Menschen mit hoher Offenheit für Erfahrungen stellen diese Frage — sie erleben Langeweile nicht als Entspannung, sondern als leichten Schmerz. Der Drang nach dem Interessanten ist für sie kein Luxus, sondern ein Grundbedürfnis, das sich bemerkbar macht, wenn es zu lange unterversorgt bleibt.

Wer nie ein wirklich interessantes Leben erlebt hat — in dem Sinne von tiefer Beschäftigung, intellektueller Reibung, echter Präsenz — fragt nicht danach. Man sehnt sich nur nach dem, was man zumindest ansatzweise kennt. Der Fragende hat also einen Maßstab.)

Langweilige Menschen:

Warum sind manche Menschen so wahnsinnig langweilig?

(Weil sie kein Innenleben haben, das größer ist als das, was gerade vor ihnen liegt. Keine Reibungsflächen, an denen Gedanken hängen bleiben. Keine offenen Fragen, die sie nachts wachhalten.

Langeweile ist keine Eigenschaft von Dingen oder Menschen — sie ist ein Signal des Betrachters. Aber wenn jemand wahnsinnig langweilig ist, dann heißt das meistens: Dieser Mensch hat sich mit der Oberfläche seiner Existenz abgefunden und fragt nicht weiter nach.

Das Gegenteil von langweilig ist nicht „unterhaltsam" — es ist brennend interessiert. An etwas. An irgendetwas, das über den nächsten Urlaub oder die letzte Serie hinausgeht.)

Wozu Kaffee?

Über den Kaffeegenuss versucht man die Interessantheit einer Situation zu steigern.

(In gewisser Weise auch: seinen Geist zu steigern.)

So war zumindest mein ursprünglicher Ansatz.

Anti-Ruhe:

Manche Personen greifen den Zustand der Ruhe im Anderen an bzw. beseitigen den Zustand der Ruhe.

Kaffee und Gespräch:

Nicht das Volumen an genossenen Kaffee legt fest, ob jemand ein interessanter Gesprächspartner ist.

Interesse:

Die Angst, dass eine Situation uninteressant werden wird. Aber viele Situationen werden keineswegs uninteressant, wenn man viel mitbringt.

Viel Kaffee:

Man braucht den vielen Kaffee nicht eigentlich. Netto macht er das Geistesleben nicht wesentlich interessanter. Weil er mal gibt, mal nimmt.

Das Reiche Leben:

Ein reiches Leben hält tendenziell auch bestimmte Schmerzen bereit.

Ehe und Perspektive:

Frauen heiraten eine Perspektive.

Kaffee und Interesse:

Ohne literweise Kaffeegenuss hat die Welt ebenso ein interessantes Gesicht.

Lektüre:

Egal was Du liest, lies etwas!

In vielen Büchern werden sich interessante Gedanken finden!

Äußere Betrachtung:

Eine stark äußere Betrachtung der Menschen, die dann oft die Sache selbst nicht trifft.

Versus:
Eine innere Betrachtung, die das Innenleben dieser Person mitberücksichtigt.

Innenleben und Langeweile:

Immer diese Angst, dass, egal wo man higeht, es langweilig werden wird.

Andererseit bei reichem Innenleben:
Egal wo man hingeht, wird es interessant werden!

Schaffenskraft:

Ich würde sagen, im tief-entspannten Zustand ist ein Mensch tendenziell schöpferischer als im hoch-angespannten Zustand.

Aussage:

Aus welchem Lebens- und Grundgefühl stammt eine Aussage?

Das Geistige Interesse:

Das geistige Interesse an den Dingen gibt dem Leben eigentlich erst allen Inhalt.

Kompass:

Sei Du selbst Dein Kompass, in guten und in schlechten Lagen.

Triff eigene Entscheidungen und lebe mit deren Konsequenzen, das ist's.

Geistiger Bankrott:

Für nichts echtes und tiefes Interesse empfinden zu können, das ist die geistige Bankrotterklärung.

„Ich nehme ihn gar nicht als Mann wahr":

"Das ist eine der direktesten Aussagen über das Ausbleiben von Attraction – und sie sagt meist mehr über den Kontext als über den Mann selbst.

Was sie konkret meinen kann:

Keine erotische Spannung – der Mann löst kein „Prickeln", keine Neugier, kein Begehren aus. 

Fehlende soziale Präsenz – manche Männer treten so wenig Raum auf, sind so angepasst oder konfliktvermeidend, dass die Frau ihn unbewusst nicht als eigenständige Größe wahrnimmt. Er ist für sie kein Gegenüber.

Desexualisierung durch Kontext – wenn jemand zum Kollegen, zum besten Freund, zur Vertrauensperson wird, kann Attraction aktiv unterdrückt werden. Das Gehirn „schützt" die Beziehung.

Fehlende körperliche Kodierung – Attraction ist stark körperlich und unbewusst (Stimme, Körperhaltung, wie jemand Raum einnimmt). Manche Männer senden hier einfach keine oder schwache Signale.

Das Entscheidende: Es ist selten eine bewusste Entscheidung. Die Frau erlebt es als Wahrnehmung, nicht als Urteil. Und genau deshalb lässt es sich kaum argumentativ oder durch Freundlichkeit verändern – Attraction ist kein Vernunftprozess."

Musik:

Was macht Musik süß?

Was macht Musik bittersüß?

Kernaspekt Ehe:

Wechselseitige Wahl

Interesse und Entspannung:

Ein entspanntes Gehirn kann wesentlich mehr Interesse zeigen und empfinden, als ein chronisch überreiztes und überbeanspruchtes Gehirn.

Mann und Plan:

Ein Mann braucht einen Plan.

Ohne Plan ist ein Mann kein Mann.

Interesse:

Mit viel Interesse zum Beispiel ein Buch zu lesen, eine Unterhaltung zu führen.

Durch Interesse kommt überhaupt erst Farbe in's Leben.

Das Poetische:

Ich liebe es, wenn Sätze oder Absätze restlos ausformuliert zu Einem kommen.

Humor:

Humor ist eine der schönsten Pflanzen.

Donnerstag, 30. April 2026

Der Ernst:

Eine Frau in meinem Leben hat mir über Jahre den Ernst näher gebracht. Dass es einen sehr wertvollen und würdevollen Ernst geben kann, der sich durchaus kultivieren lässt.

Idealfall Partnerwahl:

Ideal wär's freilich, wenn sich Zwei wechselseitig als den jeweiligen Benchmark wahrnehmen, gegen den sich alle möglichen Partner messen müssen, auch wenn da keiner so recht herankommen kann.

Das Hadern:

Mit sich selbst hadern, da man eine hübsche, liebe, gescheite Maus davon laufen hat lassen.

Aber man muss ja Mäuse, die davon laufen wollen, davon laufen lassen: Oder etwa nicht?

Sie:

Sie ist der Benchmark. Sie wird mich als solcher durch mein Leben begleiten.

Enfernung zum Vollleben:

Manche Personen sind sehr weit davon entfernt, ein volles Leben zu führen, und nehmen diesen Umstand kaum wahr.

Hunderte Perspektiven:

Man lernt in einigen Wochen gefühlt hunderte Perspektiven kennen. 

Änderungsfreudige:

Menschen, die wieder und wieder und wieder auf das Neue zugehen.

Schaffen:

Das Schaffende an einem Menschen.

Das, was neue Leistungen, Gegenstände und Veränderungen hervorbringt.

Trennung & Verliebtheit:

Trennung ist ja wie eine Verliebtheitsphase.

Es werden wieder viele Ressourcen frei.

Volle Tage:

Rückblickend zählen die Tage, wo wir voll und ganz bei der Sache waren.

Spannung & Leben:

Man freut sich über die Spannung im Leben.

Man möchte die Spannung hüten.

Wie konnte es sein, dass das Leben einige Jahre lang kein richtiges Abenteuer war?

Mittwoch, 29. April 2026

Isolation & Drama:

Personen, die sozial isoliert sind, nehmen Vieles als besonders dramatisch wahr.

Überdramatisierung:

Personen, die gefühlt irgendwie Alles als hochdramatisch wahrnehmen.

Einsamkeit und Gedanken:

Einsame Personen machen sich allerhand Gedanken, die sich sozial eingebettete Personen nicht machen.

Soziale Aktivität:

Die tagtägliche oder fast tagtägliche soziale Aktivität hat schon ihren großen Reiz.

Die Dramatische Sicht:

Manche Personen nehmen sehr Vieles als sehr dramatisch wahr.

Coole Sachen:

Die Kunst besteht darin, im Berufsalltag und in der Freizeit coole Sachen zu machen.

Die Volle Beziehung:

Man kämpft für eine volle Beziehung. Wenn die Beziehung halb wird und dauerhaft bleibt, löst man sie auf.

Kraftgefühl:

Dieses Gefühl zu KÖNNEN, etwas Tun, Machen, Bewegen zu können.

Das Reiche Sozialleben:

Ein reiches Sozialleben trägt viel zu einem gelungenem Leben bei.

Eine Beziehung, in der sich die beiden Partner wechselseitig viel Freiheit gewähren, hat eben über dieses Charakteristikum tendenziell ein hohe Qualität (wenn das gewähren von Freiheit nicht auf Gleichgültigkeit fußt).

Begeisterung:

Wie sehr begeistert sich jemand für den Anderen als Person, wie sehr für seine Rollen und Funktionen?

Schreiben:

Schreiben ist nur dann spannend, wenn man nicht von Anfang an genau weiß, was da geschrieben werden wird.

Gedankliche Entwicklung eines Gegenstandes oder Themas:

Man bestrahlt einen Gegenstand gleichmäßig mit Aufmerksamkeit und schaut, wie sich hierdurch der Gegenstand entfaltet.

Brücken:

Die Brücken zwischen zwei Personen.

Tägliches Schreiben:

Täglich ein bis zwei Stunden schreiben.

Vollleben:

Man lässt die Langeweile meilenweit hinter sich.

Was ist Romantik?

Spannende Zeit zu Zweit.

Reize:

Dieses Gefühl, dass ein bestimmter Gegenstand besonderen Reiz hat.

Flucht vor dem Leben:

Manche Personen flüchten vor dem Leben.

Dienstag, 28. April 2026

Ohne Attraktive Frau:

Es gibt Männer, auf die sich nie, in ihrem ganzen Leben, auch nur eine attraktive Frau eingelassen hat.

(Frauen zeigen in der Partnerwahl durchgängig höhere Selektivität als Männer — ein Befund, der über Kulturen stabil ist (Trivers 1972, Buss 1989). Attraktivität bei Männern ist eine Funktion mehrerer Dimensionen: physische Erscheinung, Status, Dominanz, Ressourcen, Humor und soziale Kompetenz. Männer, die auf keiner dieser Dimensionen einen Schwellenwert überschreiten, können systematisch aus dem Partnermarkt herausfallen — nicht durch einzelne Misserfolge, sondern durch kumulative Unsichtbarkeit.

Ein kleiner Teil der Männer akkumuliert überproportional viele romantische Begegnungen, während ein substantieller Teil dauerhaft leer ausgeht.

Dauerhafter romantischer Ausschluss hat dokumentierte Auswirkungen auf Selbstwert, Bindungsstile und psychische Gesundheit. Bowlby und spätere Bindungstheoretiker zeigen, dass fehlende frühe und spätere Bindungserfahrungen das Arbeitsmodell von Beziehungen strukturell verformen. Der klinisch relevante Endpunkt ist ein Bitterness-Syndrom. Das Bitterness-Syndrom entsteht durch gewöhnliche Lebensniederlagen — Kündigung, Scheidung, Ungerechtigkeit, Demütigung —, die der Betroffene als fundamental ungerecht und als Verletzung seiner Grundüberzeugungen erlebt. Das Schlüsselmerkmal ist nicht Trauer, nicht Angst, sondern Verbitterung: ein anhaltender Zustand von Groll, Kränkung und dem Gefühl, dass die Welt einem etwas schuldet, das sie nie zurückgeben wird.)

Attraktivität:

Warum denn nicht einfach genau drauf los auf die Frauen, die man am spannendsten und auch am attraktivsten erlebt?

Dazu Ray Bradbury / Ray Coolbury:

"So I discovered early on if you want anything you went for it and you got it. And most people don't ever go anywhere or want anything, so they never get anything."

Das Verführen:

Frauen zu verführen ist keine Kunst, attraktive Frauen zu verführen ist schon eine.

Auch ist anzumerken, dass nicht jeder Mann in einer attraktiven Frau tatsächlich Lust hervorrufen kann.

Insofern ist es ein Badge of Honor wenn man sich dessen rühmen kann.

Das Neue Zuhause:

Nun wieder ein Ort, an dem das Erbringen von geistiger Leistung möglich ist.

Geistige Leistungen sind letztlich die kostbarsten und wesentlichsten Leistungen. Wird einem die Möglichkeit dazu genommen, wird einem sehr viel genommen.

Lärm:

Zu viel Lärm in der eigenen Umgebung und man verwandelt sich in einen Brain-Dead-Zombie.

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Permanenter Lärm innerhalb den eigenen vier Wänden führt eine erhebliche Verblödung herbei.

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Manchen Personen ist das Denken kaum ein Anliegen. Sie bevorzugen geräuschstarke Umgebungen.

Erfolg:

Ich werde hier ein paar Bücher reviewen, in denen es um Erfolg geht. Zum Beispiel das betreffende Buch von Eric Barker, oder ein Buch von Scott Adams.

Vorausschau:

Die Kunst, sich im vorhinein zu überlegen, was man machen wird, wenn eine bestimmte Situation eintreten wird.

Das Schaffen:

Das Schaffen ist für den Menschen wie so ein Jungbrunnen.

Geist:

Die geistige Präsenz, die Qualität der geistigen Auseinandersetzung, das ist so wesentlich im menschlichen Leben.

Personen mit Geist sind tendenziell interessante Persönlichkeiten.

Oberflächliches Denken:

Das Denken bleibt oberflächlich und erfasst doch den Kern der Sache nicht.

Situation & Persönlicher Wert:

Wenn eine Situation entsteht, die es zulässt, dass man besser wird.

Wie kommt es zu einer Vertiefung und Verbesserung der persönlichen Eigenarten?

Und warum können das manche Situationen so sehr fördern und hervorbringen?

Intensität oder Tiefe?

Was ist relevanter?

Ich würde auf Tiefe tippen, d.h. darauf, einen Gegenstand lange, bei moderater innerer Aktivierung, im Bewusstsein halten zu können.

In manchen Situationen wird allerdings der Intensität die größte Bedeutung zukommen.

Geistige Intensität:

Manche Personen haben eine außergewöhnliche Präsenz und geistige Intensität.

Woher das genau kommt? Ich weiß es nicht so recht.

Character Disorders:

Neil Clark Warren:

"You might tend to think that someone with a character disorder looks like a villain in a bad movie - unkempt, foulmouthed, poorly dressed, and abusive in all aspects of his or her behavior. Certainly, that is sometimes the case. But more often, a person with a character disorder has mastered the art of putting in a facade of social acceptability. He or she knows how to gain your confidence and that of other people. The person with a character disorder is often a smooth talker, a charmer, a person who knows how to say just the right thing to get what he or she wants. Often, they can be likable, entertaining, and the life of the party ... until you get home. These people are takers rather than givers. If you let a person with a character disorder get close to you, he or she will take everything you have to give, everything they can get, and give you little in return except heartbreak, calamity, and pain.

Just because two people stay together in a marriage does not mean they have solved a character disorder. Some people stay together in spot of their partner's despicable character. When that happens often both partners develop more serious character defects ...

Bill and Heather used one another to get what they wanted, operating warily around each other as one tiger might circle another, looking for an opportunity to gain the advantage. Although Bill and Heather have remained married, their entire relationship is permeated by distrust, suspicion, disdain, and even hatred. It is a sad caricature of what a happy marriage is meant to be. ...

I've spent my life as a psychologist. I believe people can change for the better if they genuinely want to and are willing to do the tough work to see change happen. But I must confess, my prognosis for a character disorder offers little good news. Only three experiences seem to bring any real change to someone who has a long-standing character disorder .... The truth is, even with the help of one of those three experiences, the likelihood that a character disorder can be treated successfully is extremely low. If you encounter a character disorder in your relationship, run - don't walk - away from that relationship as fast as you can. It will not get better with time; if it changes at all, it must change before you go one step farther in the relationship. ... Oh, if I just stay with this person a little while longer, he's going to make it. She's going to change. No, they won't. Not until they have to, and your involvement will probably deter any progress, and it just might destroy both your lives."


Ich glaube, der Terminus Character Disorder weist eine gewisse Nähe zu dem Terminus Persönlichkeitsstörung auf. Ein Charakteristikum von Persönlichkeitsstörungen soll sein, dass Personen mit Persönlichkeitsstörungen in Konflikt mit ihren Mitmenschen leben.

Unterschiedliche Energielevel:

Was passiert, wenn unterschiedliche Energielevel aufeinandertreffen?

Das Dating:

Personen testen aus, wie sich "zwischenmenschliche Nähe" mit unterschiedlichen Personen anfühlt.

Zwischenmenschliche "Chemie":

Z.B. eine Art Spannungsgefühl, das man in der Nähe einer bestimmten Person hat.

Oder wenn man sich zum Beispiel Stunden lang mit großer Leichtigkeit mit einer bestimmten Person unterhalten kann. Wenn das Gespräch fließt. Scheinbar ohne echten Aufwand von beiden Seiten.

Aktivierungsgrade:

Was passiert, wenn man sich mit Personen umgibt, die einen grundlegend anderen Aktivierungsgrad aufweisen?

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Menschen haben unterschiedliche Aktivierungsgrade. Und man kann, beim nahen Zusammenleben, mit anderen Aktivierungsgraden nicht immer so einfach, ohne weiteres, umgehen.

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Sport ist eine Möglichkeit, den persönlichen Aktivierungsgrad zu modulieren.

Unteraktivierung:

Manche Personen leben in einem chronischen Zustand der Unteraktivierung.

Das sind Personen, die in ihrem Leben tendenziell nichts oder wenig auf die Reihe bringen.

Attraktive Frauen:

Z.B. wenn eine Frau etwas auslöst, Präsenz hat, ein echtes Innenleben mitbringt.

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Z.B. die Anspannung in der Nähe einer Frau, die Wahrnehmung eines reichen Innenlebens, die Tiefe der Verbindung. Das als Referenzpunkt. Nicht als unerreichbares Ideal, sondern als konkretes, körperlich greifbares Erlebnis: so fühlt sich Anziehung an.

Montag, 27. April 2026

Youtube und Twitter:

Bei Youtube und Twitter kann ordentlich Zeit draufgehen.

(Ich muss sagen, gegenüber den Reizen von Twitter bin ich gegenwärtig extrem resistent. Bei Youtube klappt das nicht immer gleichermaßen.)

Die Gute Beziehung:

Eine Frau so richtig, richtig wollen, die einen auch so richtig, richtig will.

Klarheit:

Wenn sich die große Klarheit einstellt, das sind oft die besten Stunden im Leben.

Unterhaltungen:

Ich habe es in den letzten Jahren fast verlernt, Unterhaltungen zu führen, und ich weiß nicht ganz warum.

Ich unterhalte mich mit anderen Personen nun im Schnitt wohl täglich etwa zwei bis drei Stunden.

Vor Jahren las ich einmal mit Enthusiasmus "You Are Not Listening". Das Buch gibt Einblick, wie gute Gespräche funktionieren, wie es zu guten Gesprächen kommt.

Erhält ein Mitmensch die volle Zuwendung, ergibt sich oft ein längeres Gespräch.

So wie man mit manchen Mitmenschen generell wenig anfangen kann, so kann man mit manchen Gesprächspartnern ebenso wenig anfangen.

Donnoch finden sich für den, der sein Gespräch kultiviert und pflegt, allüberall (interessante) Gesprächspartner.

Zweierlei Zustände:

Es gibt einen Zustand, wo man zu sehr vielem "Ja" sagt; und es gibt einen Zustand, wo man zu sehr vielem "Nein" sagt.

Kaffee:

Da gibt's Tage, an denen man nach Lust und Laune Kaffee trinkt, und dann gibt's Tage, an denen man sich recht zurückhält. Ganz klar ist es nicht, woher dieser Stimmungswandel kommt.

Fokus:

Die tagtägliche Verantwortung, unseren Fokus gut zu richten.

Ideale Züge:

Man erkennt das Beste an einer Person, d.h. wo die Eigenarten dieser Person in's Ideale reichen oder gehen.

Ehrlichkeit zum Beispiel ist ein idealer Zug. Und ein jeder Mensch weist eine gewisse Nähe oder Entferung zur totalen Ehrlichkeit auf.

Wille und Fokus:

Wille, das bedeutet, sich bewusst einer Sache zuzuwenden oder sich bewusst von einer Sache abzuwenden.

Dieser Blog / This Blog:

Dieser Blog ist nun eine Zeit lang in's Sprunghafte und in die Breite abgeglitten. Ich werde nun wieder schauen, dass die Beiträge eine gewisse Tiefe erhalten. Für Book Reviews habe ich prinzipiell andere Blogs. Dennoch werde ich auch hier das eine oder andere Book Review einstellen.

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This blog has drifted somewhat into a more erratic and broad direction for a while. I will now make an effort to ensure that the posts regain a certain depth. In principle, I have other blogs for book reviews, but I will still occasionally post one or two reviews here as well.

Rausch und Fähigkeiten:

"Das Problem ist, dass Rausch keine Fertigkeit aufbaut. Er simuliert Tiefe, ohne sie zu erzeugen. Wer regelmäßig über Rausch Lebendigkeit sucht, verliert oft die Fähigkeit, sie auf anderem Weg zu finden – was den Bedarf weiter erhöht.

Es gibt eine bittere Ironie: Je mehr jemand über Rausch "voll lebt", desto blasser wird das Restleben im Vergleich. Der Kontrast erzeugt die Leere, die den nächsten Rausch motiviert."

Zweierlei Umgang mit einer Situation:

Was unterscheidet den schöpferischen Umgang mit einer Situation von dem nicht-schöpferischen Umgang mit einer Situation?

Der schöpferische Umgang ist stets eine aktive oder schaffende Reaktion auf Herausforderungen; und somit keine passive oder bloß-erleidende.

Rückblick:

Das Beste an meiner ehemaligen Freundin?

Die Präsenz vermutlich. Dass sie "voll da" sein konnte. Dass sie ungeteilte, intensive Aufmerksamkeit einer Sache widmen konnte.

Sinnloses Handeln:

Wenn sich Stunden oder Tage in trivialer Tätigkeit erschöpfen.

Stolz:

Dieses Ringen mit Hindernissen. Dieses Nicht-Klein-Beigeben.

Die Welt ist Widerstand, aber formbar.

Freiheit und Schmerz:

Oft geht es darum, die eigene Freiheit zu wahren und aufrecht zu erhalten, auch wenn man dafür Schmerzen in Kauf nimmt.

Das Beste im Menschen:

Z.B. sein Erkenntniswunsch, sein Schönheitssinn, sein Moralsinn, sein Kraft- und Verantwortlichkeitsgefühl.

Wie wirkt sich eine Beziehung konkret auf all das in ihm aus?

Und wie häufig richtet ein Mensch seine Liebe gerade auf all diese besonders positiven Züge im Anderen?

Sehnsucht und Wert:

Die große Sehnsucht richtet sich immer auf das Beste an Welt und Wirklichkeit.

Das Beste selbst dient dem Menschen als Ideal.

Romantische Liebe:

Wann möchte man einen Mitmenschen bloß für sich? Wann möchte man ihn in keinster Weise teilen?

Der Liebevolle Blick:

Das Wissen um die besten Möglichkeiten eines Mitmenschen.

Liebe:

Wenn man jeweils das Beste am Anderen zu schätzen und zu lieben weiß.

Gute und Schlechte Beziehungen:

Wie wirkt sich eine Beziehung auf das "Beste" in beiden Beziehungspartnern aus? Führt es eine Verkümmerung herbei, so ist es eine schlechte Beziehung. Führt es eine Entfaltung herbei, so ist es eine gute Beziehung.

Das Beste am Menschen:

Das Beste am Menschen ist das Schöpferische und Schaffende.

Und er verliert fast alles, wenn er dieses verkümmern lässt.

Höhere Momente:

Wir bewegen uns hinein in das Beste an Welt und Wirklichkeit.

Beziehungsende:

Ein Beziehungsende bedeutet eigentlich: Ein Mensch will nicht mehr teilhaben an dem Besten an Dir. D.h. das Beste an Dir bedeutet ihm oder ihr nicht genug, um die Beziehung aufrecht zu erhalten.

Was ist es denn genau - das Beste an Dir, das Beste am Mitmenschen? Wie spürt man es auf? Wie findet man es?

Worum es geht?

Darum, das Ewige zu finden, in einer Welt, die von der Vergänglichkeit geprägt ist.

Geschichtlich waren wohl Menschen, die an das Ewige geglaubt haben, jenen überlegen, die sich im Vergänglichen verloren haben.

Trennung:

Trennung, das bedeutet letztlich:

Eine Person verloren zu haben, die einem lieb und teuer war.

Man hat ja mit der Person bloß eine Beziehung aufgebaut, da man echt etwas Wertvolles in ihr gesehen und gefunden hat.

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Trennungsschmerz in dem Sinn, weil man da etwas Wertvolles verloren hat.

Machtgefühl / Kraftgefühl:

Salopp:

Dieses eigene Gefühl, dass Dinge machbar sind.

Selbstbewusstsein ist kaum etwas Anderes als ein Kraftgefühl.

Das Gefühl oder intuitive Wissen um eigene Kräfte und Fähigkeiten.

(Das landet sehr nah an Spinozas Begriff der Conatus – dem Grundstreben jedes Wesens, im eigenen Sein zu verharren und sich zu entfalten. Kraftgefühl wäre dann nicht Einbildung, sondern das Spüren des eigenen Conatus.

Noch näher ist Nietzsche: Der Wille zur Macht bei ihm ist primär kein Herrschaftsbegriff, sondern genau das – das Gefühl wachsender Kraft, das Erleben von Wirksamkeit.

Und aus der Psychologie: Albert Banduras Konzept der Selbstwirksamkeitserwartung (Self-efficacy) ist strukturell dasselbe – die Überzeugung, dass man Dinge bewirken kann.)

Das Männliche:

Das Männliche ist, zumindest für mein Empfinden, immer auch etwas Lustiges und Kämpferisches.

Das Schaffen:

Das Schaffen kommt zu einem. Man kann es nicht recht herbeizwingen.

Beziehungswunsch:

Man will eine lebendige Beziehung oder eben keine.

Eine lebendige Beziehung lebt von der wechselseitigen schöpferischen Zuwendung.

Trennungen:

Oft kommt es vor Trennungen zu einer gewissen "Entseelung" einer Beziehung.

Wie genau es zu dieser Entseelung kommt ist dann ein anderes Thema.

(Was ist diese "Entseelung" phänomenologisch?

In der Beziehungsforschung wird das sehr präzise beschrieben, ohne den Begriff selbst zu verwenden. John Gottman hat in jahrzehntelanger Forschung gezeigt, dass Paare, die sich trennen, oft einen langen Prozess durchlaufen, in dem positive Interaktionen graduell durch Gleichgültigkeit ersetzt werden — nicht zwingend durch Feindseligkeit. Der gefährlichste Zustand ist demnach nicht Streit, sondern emotionaler Rückzug und Contempt. Die Beziehung verliert ihre lebendige, responsiv-schöpferische Qualität und wird zur bloßen Koexistenz.

Das Timing: "vor" Trennungen

Die Beobachtung, dass Entseelung der formalen Trennung vorausgeht, ist psychologisch besonders treffend. Sie beschreibt das Phänomen, das manchmal als emotional divorce bezeichnet wird — die innere Trennung vollzieht sich lange vor der äußerlichen. Einer oder beide Partner haben sich bereits innerlich gelöst, die gemeinsame Welt verliert ihre Bedeutungsdichte. Die formale Trennung ist dann oft nur die bürokratische Vollziehung eines bereits eingetretenen Zustands.

Mögliche Wege in die Entseelung

Der Post deutet bewusst an, dass "wie genau es dazu kommt" ein eigenes Thema wäre. Einige der wichtigsten Mechanismen aus der Literatur:

Chronische ungelöste Konflikte führen zu einer Art emotionaler Schutzreaktion — man investiert nicht mehr, um sich nicht mehr verletzbar zu machen. Getrennte Welten entstehen, wenn Paare aufhören, gemeinsam Bedeutung zu schaffen — Rituale verschwinden, geteilte Projekte, Neugier füreinander. Rollenhafte Erstarrung tritt ein, wenn die Beziehung nur noch funktional läuft (Logistik, Alltag) ohne emotionale Lebendigkeit. Und manchmal ist es schlicht Wachstum in unterschiedliche Richtungen — die beiden Menschen, die einst füreinander schöpferisch waren, schaffen für sich getrennte Welten, die sich nicht mehr berühren.

Die Verbindung zu "Das Schöpferische"

Was dieser Post und der vorherige Post zusammen suggerieren, ist eine implizite Theorie von Beziehungsqualität: Eine lebendige Beziehung ist eine, in der beide Partner schöpferisch füreinander und miteinander sind — in der sie gemeinsam eine Welt gestalten, in der es sich gut leben lässt. Wenn dieses Schöpferische erlischt, wird die Beziehung zur entseelten Hülle — und das gegebenenfalls lange, bevor sie formal endet.)

Das Schöpferische:

Das Schöpferische gibt dem Leben Reiz und gibt dem Menschen Reiz.

Der unschöpferische Mensch steht recht eigentlich im Widerspruch zu dem, was als besonders Menschlich angesehen wird. In gewisser Weise ist das: der entseelte Mensch. Analog: eine unschöpferische Welt steht für eine entseelte, für eine nüchterne Welt.

Der schöpferische Mensch schafft sich eine Welt und Umgebung, in der es sich gut leben lässt.

(Die Kernthese: Kreativität als anthropologisches Merkmal

Die Idee, dass Schöpferischsein zum Menschsein gehört, hat eine lange Tradition. Sie findet sich bei Aristoteles (der Mensch als poietisches Wesen, das Dinge hervorbringt), bei Schiller (Spiel und ästhetische Tätigkeit als Vollzug des Menschlichen) und im 20. Jahrhundert etwa bei Hannah Arendt, die zwischen labor, work und action unterscheidet — wobei das work, das Herstellen dauerhafter Dinge, das spezifisch Menschliche ist.

Der "entseelte Mensch"

Das ist eine fast romantische Formulierung — sie erinnert an Schillers Klage über die Zersplitterung des modernen Menschen, der zum bloßen Rädchen in einer Maschine wird. Der unschöpferische Mensch als entseelter Mensch setzt Seele mit schöpferischer Kapazität gleich: Wer nicht gestaltet, erlebt die Welt nur passiv, wird gleichsam zum bloßen Konsumenten seiner Existenz. Das ist psychologisch interessant — und deckt sich mit empirischer Befundlage: Menschen in Flow-Zuständen, also beim aktiven Schaffen, berichten konsistent höheres Wohlbefinden als beim passiven Konsum (Csikszentmihalyi).

Schöpferische Welt vs. nüchterne Welt

Die Analogie von individueller Schöpferkraft zur Qualität der Welt insgesamt ist philosophisch mutig. Sie geht über das Individuelle hinaus und macht Kreativität zu einer Art kulturellen Lebendigkeit. Eine Welt ohne schöpferische Menschen wäre eine Welt der reinen Funktion — effizient vielleicht, aber ohne Reiz, ohne Seele. Das klingt fast nach Max Webers Entzauberung der Welt.

Der letzte Satz als praktisches Programm

Der schöpferische Mensch schafft sich seine Umwelt aktiv — das ist keine passive Anpassung, sondern Weltgestaltung. Das hat eine starke Verbindung zur Psychologie des hohen Openness-Traits: Menschen mit sehr hoher Offenheit für Erfahrungen erleben die Welt tatsächlich anders, weil sie ihr aktiv Form und Bedeutung geben. Der Satz lässt sich auch als leises Plädoyer für ein selbstbestimmtes Leben lesen.)

Tiefe:

Inhalte, die dem eigenen Leben und Erleben überhaupt erst Tiefe geben.

Man findet da Inhalte, sie sind gleichsam ausgestreut in der Welt, die solch eine Vertiefung herbeiführen.

Lebensumstände und Produktivität:

Wie wirkt sich ein Wechsel der Lebensumstände oder der Lebenssituation auf die eigene Produktivität aus?

Sonntag, 26. April 2026

Schöpferische Wochen:

Wochen, in denen man sich irgendwie "recht nah' an der Quelle" aufhält und bewegt.

Man ist in diesen Wochen besser als sonst, einfallsreicher, und das Leben nimmt einen höheren und schöneren Lauf.

Liebe und Erkenntnis:

Ich glaube man kann in der Verliebtheit und Liebe doch einen recht tiefen Blick erhalten, wie denn ein Mensch so ist. Und oft greift dieses Erkennen nicht ins Leere. Auch, wenn der klare Blick und Anblick im Nachhinein wieder etwas verwischt werden kann. Man schaut und blickt tief in einen Menschen, so die Hoffnung.

Abenteuer Leben:

Es lässt sich nich ganz vorhersagen, was in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten passieren wird. Das Leben hält Überraschungen bereit.

Das Vermissen:

Warum vermisst man gerade in diesem Moment eine Person, mit der man einige Jahre lang so viel geteilt hat? Ist es über das Teilen selbst? Somit: Teilen verbindet? Verbindet auf eigene, einmalige Weise. Hättest Du weniger mit ihr geteilt (oder zum Beispiel auch mehr), die jetzige Situation wäre eine andere. Aber gerade die Personen wachsen einem ans Herz, mit denen man viel teilt. Hinterlassen langfristig Spuren im eigenen Inneren.

Halbheit:

Traurig ist es, wenn ein Mensch hinter sich selbst zurückbleibt, wenn er nicht voll wird, nicht ganz wird, nicht stark wird.

Produktive Phasen:

In manchen Situation geht es dem Schaffenden und Leistenden im Menschen besonders gut.

Wie kommt es zu besonders produktiven Phasen im Leben?

Trennung, Abstand:

Eine Frau weiterhin als schön und wertvoll wahrnehmen, aber schlichtweg nicht mehr als die eigene Frau.

Das ist leichter gesagt als getan. Eine Zeit lang wird sich diese Frau sicherlich nicht bloß als "eine Frau" anfühlen. Solch ein Umordnen oder Umeinteilen geht nicht von heute auf morgen.

Das Gute im Menschen:

Manchmal begegnet man herrlichen Menschen.

Immer wieder, wenn auch selten, ist man in seinem Leben Menschen begegnet, die ein hohes Maß an Respekt einflößen konnten. Man ist ihnen damals mit einer Art Ehrfurcht entgegen getreten. Woher diese Ehrfurcht genau kam, das wusste man in diesen Momenten oder Zeitspannen selber nicht so genau. Ganzheitlich, eher unbewusst oder halbbewusst, wurde da etwas an ihnen wahrgenommen, das Respekt eingeflösst hat.

Beziehungserinnerung:

Man hat da eine eigene Verbindung und Verbundenheit mit eben dieser Person geschätzt.

Verantwortlichkeiten:

Neben biologischen Verantwortlichkeiten, d.h. der Aufgabe, sich selbst am Leben zu erhalten, eine Familie zu gründen, zu fördern und aufrecht zu erhalten, etc., etc., haben wir auch gewisse kulturelle Verantwortlichkeiten, also die Verantwortung, die Wahrheit aufzunehmen, aufgenommene oder erkannte Wahrheiten weiterzugeben, Schönheit aufzunehmen, zu erzeugen, und weiterzugeben, etc. etc.

Lesen:

Wie oft nimmst Du wirklich, wirklich kluge Gedanken auf?

Tagträumen und Erholung:

Echte Erholung durch drei, vier Stunden Tagträumen

Das Verstehen:

Zwischen welchen Menschen ist ein echtes, tiefes und grundlegendes Verstehen möglich?

"Religiosität":

Religiosität, was ist das?

Salopp:

So eine Art siebter Sinn für das Höhere in Welt und Wirklichkeit: Für Natur, Kunst, Moral, für Wahrheit, für Schönheit, für freundliche oder helfende menschliche Zugewandtheit.

Fähigkeiten:

Die realistische Abschätzung von Kräften

Gute Laune:

Gute Laune zu kultivieren, in unterschiedlichen Lebenslagen und Situationen, das ist die große Kunst.

Man selbst genießt so recht die Gegenwart gut gelaunter Personen. Und Mitmenschen genießen die Gegenwart einer gut gelaunten Person.

Gute Laune, und also der Fokus auf das Ausschöpfen, guter, sich darbietender Möglichkeiten und Gelegenheiten. Denn das ist so recht der Fokus, den die gute Laune anbietet und nahe legt.

Rückzug / Pause:

Rückzug aus der Weltgeschichte, zumindest gelegentlich, für einen Tag.

Spannung:

Ich habe mich in den letzten Jahren auf Spannung eingelassen und habe hierbei Spannung sehr lieb gewonnen als einen wesentlichen Teil meines Lebens. Es hat Jahre gegeben, in meinem Leben, in denen ich Spannung eher gemieden habe. Zum Nachteil. Es hätte sich Manches weit besser entwickelt, wenn Spannung nicht gemieden worden wäre.

Vertiefung:

Vertiefung als Lebenselixier. Ohne Vertiefung kann nichts Wesentliches gelingen.

Gute Stimmung:

Geselligkeit und Sport sorgen für gute Stimmung.

Das Schreiben:

Das Schreiben braucht vor allem Ruhe und Sammlung.

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Für fünf, sechs Stunden einen Raum betreten, wo sich keinerlei Ablenkung ereignen kann.

Positive emotion mechanisms:

"Positive emotion mechanisms in the brain, then, detect cues of either unconditioned or conditioned incentives available in the environment, and organize our behavior towards capturing them. They make us wake up, take interest, and do what we need to do to capture the reward ..."

Daniel Nettle

Wenig:

Man hat bei jemanden das Gefühl, dass er irgendwie wenig in seinem Leben und mit seinem Leben gemacht hat.

Bei hoher Präsenz kann in einigen Monaten mehr passieren als sonst in Jahren.

Personality:

Das Büchlein "Personality" von Daniel Nettle könnte ich mal studieren oder rasch durchwandern.

Die Offene Türe:

"Wenn Du zurückkommen willst, in mein Leben, dann freue ich mich auf Dich. Die Türe wird nicht ewig offen stehen, aber ein Weilchen steht sie noch offen."

Das Phänomen Selbsttäuschung:

"Wir sind so gewohnt, uns vor anderen zu verstellen, dass wir uns am Ende vor uns selbst verstellen."

La Rochefoucauld

Handlungen:

Positive Quellen von Handlungen

versus

negative Quellen von Handlungen.

Ein Komischer Kerl:

"Im milden, affektiven Sinn (häufigster Gebrauch) sagt man es über jemanden, der auf eine schwer greifbare Weise eigenartig ist — nicht störend, aber irgendwie anders. Er verhält sich unberechenbar, hat seltsame Gewohnheiten, wirkt leicht schräg. Man sagt es oft mit einem gewissen Schmunzeln: „Der Max ist schon ein komischer Kerl" bedeutet dann eher sympathisch-sonderbar als negativ.

Im misstrauischen Sinn meint man jemanden, dem man nicht ganz traut — dessen Motive oder Verhalten sich nicht leicht einordnen lassen. „Ich weiß nicht… der Typ ist irgendwie ein komischer Kerl" hat dann den Unterton: Da stimmt was nicht.

Im humoristischen Sinn kann es fast liebevoll sein — ein schrulliger Mensch, ein Original, jemand mit einer sehr eigenen Logik. „Er ist halt ein komischer Kerl" mit einem Schulterzucken bedeutet dann: Man muss ihn nehmen, wie er ist — und das ist eigentlich okay.

Im ernsten, warnenden Sinn — seltener, aber möglich — meint es jemanden, bei dem man vorsichtig sein sollte. Dann ist „komisch" näher an suspekt oder fragwürdig.

Der Schlüssel liegt im Ton und Kontext: Mit Schmunzeln ist es Charakterisierung, mit gerunzelter Stirn ist es Warnung. Was die Aussage so interessant macht, ist genau diese Offenheit — „komisch" bleibt absichtlich unscharf, es benennt eine Abweichung von der Norm, ohne sie präzise zu definieren."

Die Davonläuferin:

Angenommen man ist mit einer Davonläuferin in einer Beziehung, was bedeutet, dass, egal was man macht, diese Frau einem früher oder später davon laufen wird.

Spannung und Tun:

Eine eigenartige Spannung, die immer wieder zum Tun aufpeitscht.

Erschöpfung des Sagbaren:

Ein bisschen die Furcht, dass schon alles gesagt sei.

Geisteswissenschaften:

"Der Gegenstand der Geisteswissenschaften dagegen ist die in der inneren Erfahrung gegebene Realität der Erlebnisse selber. Hier also besitzen wir eine Realität, erlebt - eben freilich nur erlebt -, welche zu erfassen die nie endende Sehnsucht der Philosophie ist."

Wilhelm Dilthey

Das Hyper-Bewusste:

Das Hyper-Bewusste ist oft der Lebendigkeit entgegengesetzt.

Das Denken kann in Widerspruch zu wesentlichen Lebensimpulsen geraten.

Was ist Gott?

Salopp:

Ein Wort für Alles, was wir als wertvoll empfinden, an dieser Welt.

Attracting Support:

"We are social primates who survive ans reproduce largely through attracting practical support from kin, friends, and mates."

Geoffrey Miller

(– Wir Menschen sind soziale Primaten. Im Gegensatz zu vielen anderen Tieren überleben und vermehren wir uns nicht primär durch körperliche Stärke oder Einzelkämpfer-Qualitäten, sondern durch soziale Allianzen.

–  Wer in der Steinzeit überleben wollte, brauchte Unterstützung von Verwandten (Kin Selection), Freunden (reziproke Altruismus) und potenziellen Partnern.

– Um diese Unterstützung zu bekommen, mussten wir signalisieren, dass wir wertvolle soziale Partner sind – also Intelligenz, Zuverlässigkeit, Großzügigkeit, Kreativität, Status, Gesundheit usw. zeigen.)

Alkoholiker:

Ich habe in meinem Leben nie auch nur einen Alkoholiker näher kennen gelernt.

(Was auch immer das jetzt nun aussagt. Ebenso habe ich keinen dauerhaft Arbeitslosen näher kennen gelernt. - Ich hab aber Personen kennen gelernt, die nähere Bekanntschaft mit Alkoholikern oder mit Langzeitarbeitslosen gemacht haben.)


"Der Sprecher lebt offensichtlich in einem sehr homogenen, „sauberen“ sozialen Umfeld. In seinem engeren Kreis kommen weder sichtbare Alkoholprobleme noch Langzeitarbeitslosigkeit vor. Das kann mehrere Dinge bedeuten:
 
- Er bewegt sich ausschließlich in Kreisen von Menschen, die „funktionieren“: berufstätig, sozial integriert, moderat oder gar nicht trinkend. Alkoholiker (und Arbeitslose) bleiben für ihn abstrakte Kategorien, keine realen Personen mit Gesichtern und Geschichten.

- Er hat möglicherweise eine bewusste oder unbewusste Strategie der sozialen Filterung: Menschen mit Problemen werden nicht „näher“ herangelassen. Entweder weil er sie meidet, weil sie in seinem Umfeld keine Chance haben, oder weil die Probleme so gut versteckt werden (funktionierende Alkoholiker), dass er sie nicht als solche erkennt.

-Das eingeklammerte „Was auch immer das jetzt nun aussagt“ ist der eigentliche Stachel. Der Sprecher weiß genau, wie diese Aussage auf andere wirkt – nämlich als Eingeständnis von sozialer Enge, Privileg oder Weltfremdheit. Er sagt es trotzdem. Es ist eine Art selbstironisches Schulterzucken: „Ja, ich weiß, das klingt nach ‚Ich lebe in meiner kleinen heilen Welt– und genau das ist es auch.“ "

Nüchternheit:

Das Kühle und Nüchterne ist nicht in jeder Situation der beste Zugang zu Welt und Wirklichkeit.

Eibl-Eibesfeldt:

Ich könnte mal wieder in den Büchern von Eibl-Eibesfeldt lesen.

Intelligenzunterschiede:

Manche Personen sind gescheiter als andere Personen. Warum auch immer.

Intensives Leben:

Es kann ein bisschen abhängig machen, dieses Gefühl, intensiv zu leben.

Verlust an Haltung:

Warum lassen sich manche Menschen scheinbar so sehr gehen?

Läuterung:

"Aristoteles hätte wahrscheinlich über die Geschichte des geläuterten Räubers, der neben Jesus am Kreuz hängt und für den angeblich in der letzten Sekunde seines verpfuschten Lebens alles wieder gut sein soll, den Kopf geschüttelt. ... für ein verpfuschtes, kriminelles Leben in allerletzter Minute die Absolution zu bekommen ist nach aristotelischen Maßstäben absurd ..."

Alexander von Schönburg

Männer & die Freude am Single-Dasein:

"Die Männer, die wirklich das Single-Dasein genießen (und nicht nur rebounden oder verdrängen), haben meist ganz bestimmte Merkmale:

- Hoher eigener Mate Value (Marktwert): Attraktivität, Status, Ressourcen, Dominanz oder soziale Kompetenz. Sie haben reichlich Optionen – neue Partner stehen quasi Schlange. Single-Dasein fühlt sich dann wie Freiheit und Macht, nicht wie Verlust.

- Hohe Sociosexuality (offene Einstellung zu Casual Sex): Männer, die kurzfristige Paarungen bevorzugen, erleben Trennung weniger als Bedrohung. Sie freuen sich auf neue sexuelle und romantische Abenteuer – evolutionär hochadaptiv, weil es ihre Reproduktionschancen maximiert.

- Sichere oder vermeidende Bindungsstile (Attachment): Wenig Angst vor Nähe oder Verlust. Sie regulieren Emotionen schnell, ohne tief in Trauer abzutauchen. (Im Gegensatz zu ängstlich-ambivalenten Typen, die stärker leiden.)

- Niedriger Neurotizismus + hohe Resilienz: Weniger Grübeln, mehr Handlungsorientierung. Oft auch jüngere Männer oder solche mit starkem sozialem Netzwerk und Hobbys, die das Ego boosten.

- Erfolgreiche externe Bewältigungsstrategien: Sport, Karriere, Freunde – oder schlicht die evolutionäre „Programmierung“, nach Trennung schnell wieder auf die Jagd zu gehen (Status, neue Partner). Manche Studien zeigen, dass Männer stärker Wut und sexuelle Frustration erleben und diese durch Action kanalisieren."

Lesetag:

Heute ein Lesetag. Der letzte Lesetag ist schon wieder ein Weilchen her.

(Der Mensch ist ein Informations-Suchender. Unsere Vorfahren, die neugierig Wissen aus der Umwelt, Geschichten und Erfahrungen der Gruppe aufnahmen, hatten Überlebensvorteile (bessere Werkzeuge, soziale Strategien, Vorhersagekraft). Ein „Lesetag“ ist die moderne Version des Lagerfeuer-Geschichtenerzählens oder des ruhigen Beobachtens der Natur: konzentrierte Aufnahme von Mustern und Bedeutung. Die Sehnsucht danach ist also kein kulturelles Artefakt, sondern ein uralter Trieb nach kognitiver Erweiterung – nur dass das „Buch“ heute die Stelle des Weisen oder Geschichtenerzählers einnimmt.

Gleichzeitig ist die Seltenheit der Lesetage ein modernes Problem: Die evolutionäre Umwelt kannte keine endlosen Ablenkungen. Unser Gehirn ist nicht dafür gemacht, ständig zwischen 17 Tabs und Benachrichtigungen zu wechseln – daher das starke Belohnungsgefühl, wenn man endlich wieder „ganz bei einer Sache“ sein darf.

Der Reiz eines Lesetags liegt in der Rückkehr zu einer langsamen, tiefen, selbstbestimmten Form des Denkens in einer beschleunigten Welt.)

Streben:

Gibt es ein „Mehr“ da draußen?

(Das „Mehr da draußen“ ist hochadaptiv. Unsere Vorfahren, die immer ein bisschen mehr Ressourcen, bessere Partner, neue Territorien oder Status suchten, hatten höhere Überlebens- und Reproduktionschancen. Wer nach Erreichen eines Ziels zufrieden sitzen blieb, wurde evolutionär benachteiligt.

Open-Endedness: Der Mensch hat keine feste „Sättigungsgrenze“ wie viele Tiere. Das ermöglichte uns die Eroberung der gesamten Erde, Technologie und Kultur – aber es macht uns auch chronisch unruhig.

Status- und Ressourcenstreben: „Mehr“ war früher konkreter (mehr Fleisch, mehr Verbündete). Heute ist es abstrakter (Karriere, Erfahrungen, Likes, Erkenntnis) – der Mechanismus bleibt derselbe.)

Gespräche:

Nach manchen Gesprächen bleibt ein leichtes Spannungsgefühl zurück.

(Das nachklingende Spannungsgefühl nach Gesprächen ist in der Sozialpsychologie gut beschrieben. Es entsteht typischerweise durch eines von mehreren Mustern: ungelöste Inkongruenz (man hat etwas nicht ausgesprochen, was man hätte sagen wollen), Statusdynamiken die subliminal wahrgenommen wurden, oder das Erleben von Ambiguität — man ist sich nicht sicher, wie man beim Gegenüber angekommen ist.

Bluma Zeigarnik zeigte in den 1920ern, dass unvollendete Handlungen und Gespräche im Gedächtnis präsenter bleiben als abgeschlossene. Das Spannungsgefühl könnte also das kognitive Signal für ein offenes "Gedankenprojekt" sein — das Gespräch hat etwas angestoßen, ohne es aufzulösen.

Ein Teil der Spannung kann durch implizite Hierarchiewahrnehmung entstehen. Gesprächspartner kalibrieren ständig ihren relativen Status. Wenn das Gespräch eine subtile Dominanz- oder Unterordnungsdynamik enthielt, die nicht bewusst verarbeitet wurde, bleibt ein Residuum im Körper — klassische somatische Markierung (Damasio).

Es ist kein Unbehagen, kein Stress — sondern eine Art Tönung, ein Nachhall. Das könnte auch auf fruchtbare Reibung hindeuten: ein Gespräch, das wirklich etwas berührt hat, hinterlässt mehr Spur als ein reibungslos-harmloses.)

Samstag, 25. April 2026

Der Schlüssel:

Manche haben ja doch den Schlüssel zu den Herzen der Menschen.

(das Phänomen, dass manche Menschen in Gruppen binnen Minuten Vertrauen erzeugen — durch Präsenz, Resonanz, den richtigen Ton. Die Frage, warum manche diesen Schlüssel haben, ist schwer zu beantworten. Ist es Empathie? Charisma? Einfach das Glück, im richtigen Moment wirklich zuzuhören?

Das unbehagliche an dem Gedanken ist, dass der Schlüssel keine moralische Qualität impliziert. Diktatoren hatten ihn. Therapeuten haben ihn. Gute Freunde haben ihn. Die Metapher sagt nichts darüber, was mit dem aufgesperrten Herzen dann gemacht wird.)

Sicherheit versus Anziehung:

Wann entscheiden sich Frauen für eine sichere, aber für eine als nicht sonderlich attraktiv empfundene Option?

(Wann Frauen eher einen zuverlässigen, aber weniger aufregend-attraktiven Partner (den „guten Versorger“ oder „Dad“) einer hochattraktiven, aber potenziell weniger investitionsbereiten Option (dem „Cad“) vorziehen. Bei der Suche nach einem Ehemann oder Vater wird Sicherheit (Zuverlässigkeit, emotionale Stabilität, Ressourcen) priorisiert. Attraktivität bleibt wichtig, aber nicht mehr dominant. Frauen mit hohem eigenen Wert (Attraktivität, Status) können versuchen, beides zu bekommen. Bei durchschnittlichem oder niedrigerem Wert „settlen“ viele für den sicheren Provider, weil die Kosten eines „Cad“ (Untreue, Verlassenwerden) zu hoch wären. Frauen wählen die sichere Option vor allem bei der Sicherung von Nachwuchs und langfristiger Investition statt bei reiner genetischer Optimierung.)

Freiheit und Leid:

Das Gefühl, maximale Freiheit zu haben, ist dem Gefühl, zu Leiden, sehr deutlich entgegen gerichtet.

(Glück entsteht oft durch freiwillige Einschränkung (Beziehung, Berufung, Werte, Routinen) – also durch selbstgewählte „Unfreiheit“, die Sinn und Sicherheit schafft. Maximale Freiheit ist kein Zielzustand, sondern ein vorübergehender Raum, der schnell unproduktiv wird, wenn er nicht mit bewusster Wahl gefüllt wird.)

Mehr:

Die Sehnsucht nach Mehr:

Nach dem Schöneren, dem Besseren, dem Weiteren.

(Die unstillbare Sehnsucht nach Steigerung, Verbesserung und Erweiterung. ... Der Mensch ist nie ganz „angekommen“, sondern immer auf dem Weg zu etwas Höherem, Schönerem oder Fernerem.

Die deutsche Romantik sieht in der Sehnsucht nach dem Unendlichen das Wesen des Menschen. Sie ist progressiv, nie abschließbar und treibt Kunst, Philosophie und Leben an.

Der „Wille zur Macht“ ist genau diese Sehnsucht nach Mehr – nach höherer Intensität, Überwindung, Selbst-Übersteigung. Der Mensch will nicht primär Glück („nur der Engländer strebt nach Glück“), sondern Wachstum, Schaffen, das „Weitere“. Nietzsche feiert diese Unrast als lebensbejahend, im Gegensatz zu buddhistischer oder christlicher Leidensvermeidung.

Im Buddhismus wird die Sehnsucht nach „Mehr“ als Wurzel des Leidens (Dukkha) gesehen. Tanha (Durst/Verlangen) führt zur Hedonischen Tretmühle – man erreicht etwas und will sofort das Nächste. Befreiung kommt durch Loslassen, nicht durch Erfüllen.

Unsere Vorfahren, die immer „ein bisschen mehr“ wollten (bessere Nahrung, bessere Partner, mehr Territorium, höheren Status), hatten reproduktive Vorteile. Wer zufrieden war, sobald das Überleben gesichert war, hinterließ weniger Nachkommen. Die Sehnsucht nach dem „Schöneren/Besseren“ ist ein Proxy für genetische und reproduktive Fitness (schönere Partner, bessere Ressourcen für Kinder).

Wir gewöhnen uns rasch an positive Veränderungen (neues Auto, Gehaltserhöhung, Erfolg) und kehren auf ein genetisch beeinflusstes Glücks-Setpoint zurück. Deshalb entsteht sofort neue Sehnsucht nach „Mehr“. Das ist kein Bug, sondern ein Feature der Evolution: Es hält uns in Bewegung.

Der Drang nach dem „Weiteren“ (neue Gebiete, Ideen, Erfahrungen) hat uns aus Afrika über den ganzen Planeten getrieben. Dopamin-Systeme belohnen nicht primär das Erreichen, sondern die Suche und Erwartung von Mehr.

In der modernen Umwelt (Konsum, Social Media, Karriere) wird dieser Mechanismus oft überstimuliert: Endlose Optionen verstärken die Sehnsucht, ohne dauerhafte Befriedigung zu liefern.

Die Sehnsucht ermöglicht Zivilisation, Kunst und Fortschritt – ohne sie gäbe es keine Pyramiden, Symphonien oder Raumfahrt. Gleichzeitig ist sie eine Quelle von Frustration, Burnout und „Disease of More“ (die Krankheit des Immer-mehr-Wollens).

Das Streben nach „Mehr“ beschreibt kein Problem, das gelöst werden muss, sondern ein Wesensmerkmal des Menschen. Er treibt uns an, macht uns aber auch ruhelos. Ob man ihn als Fluch (Buddhismus) oder als höchste Würde (Nietzsche) sieht, hängt von der Perspektive ab. In einer Welt der unbegrenzten Möglichkeiten wird diese Sehnsucht stärker spürbar denn je – und bleibt doch unerfüllt. Das Schöne daran: Gerade das „Mehr“-Streben lässt das Leben intensiv und sinnvoll erscheinen.)