Donnerstag, 5. April 2018

hbd chick on witch hunts:



https://hbdchick.wordpress.com/2013/05/12/to-disbelieve-in-witchcraft-is-the-greatest-of-heresies/

"we’ve learned that by experience, and now on reading about witch-hunts, we can see that there is nothing rational about them — and they’re not meant to be rational affairs. they are ritual events that serve to clarify social norms and boundaries of acceptable behavior."

[Picture: Ferdinand Piloty]

Wertempfindungen:


Konrad Lorenz, Die Rückseite des Spiegels:

Es gibt Wertempfindungen des Menschen, die zu dem großen Werden der Organismenwelt in einem unverkennbaren Verhältnis der Entsprechung stehen. Die evolutionistische Erklärung dieser Entsprechung aber klingt wenig überzeugend und gekünstelt. Die Entsprechung besteht darin, dass jeder normale Mensch das als höchsten Wert empfindet, was das organische Werden seit eh und je tut, indem es aus Ungeordneterem, Wahrscheinlicherem, Geordneteres und Unwahrscheinlicheres macht. Diesen Vorgang empfinden wir als die Erschaffung von Werten. ... Die Übereinstimmung zwischen unserer Wertempfindung und dem in allem Lebendigen sich vollziehenden schöpferischen Geschehen könnte darauf beruhen, dass bestimmte Vorgänge, die in der gesamten Organismenwelt am Werke sind, im Menschen als reflektierendem Wesen zum Bewusstsein erwachen.

Mittwoch, 4. April 2018

Bewusstsein:


G. Roth, A. Ryba, 2016:

Bewusstsein ist nötig, wenn es darum geht,

1. vom Gehirn als >neu und wichtig< eingestufte Inhalte zu bearbeiten,

2. Geschehnisse in größeren Details zu verarbeiten, insbesondere was ihre komplexe Raum- und Zeitstruktur betrifft,

3. verschiedenartige Gedächtnisinhalte zusammenzufügen und sie in dieser Form langfristig im deklarativen Gedächtnis zu verankern,

4. Geschehnisse und Mitteilungen in bedeutungshafter Weise zu verarbeiten,

5. komplexe Handlungsplanung in neuartigen Situationen zu leisten und schnelle Vorraussagen zu machen, sowie

6. komplexe soziale Interaktionen durchzuführen, insbesondere im Bereich sprachlicher Kommunikation.

Wahrnehmungen sind stets selektiv und auf solche Umweltreize ausgerichtet, die für das biologische und soziale Leben und Überleben wichtig sind. Mit den Sinnesorganen nehmen wir nur winzige Ausschnitte der Umwelt wahr. In nachgeschalteten Zentren des Gehirns werden diese primären sensorischen Informationen weiter selektiert, und zwar zuerst nach den Kriterien >unbekannt - bekannt< und nach den Kriterien >unwichtig - wichtig<. ...

Neue Bucherscheinung: Persönlichkeit - was uns ausmacht und warum

Persönlichkeit: was uns ausmacht und warum
Jens B. Asendorpf (März 2018)

Passive Lebenshaltung:

Ein passives Abwarten, bis einen Impulse anwandeln.

Dienstag, 3. April 2018

Willensstärke:

Wieviel an Willensstärke beruht letztlich auf Flexibilität des Willens, d.h. darauf, wie leicht sich jemand "einen Ruck" geben kann?

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Ein "starker Wille" würde sich demnach nicht als diffuse Hintergrundmacht äußern, sondern darüber, dass uns in Situationen, die Aktivität erfordern, ein großes Reservoir an Aktivitätsspitzen, zwecks Kursänderung und Ähnlichem, zur Verfügung stände.

Intuitives Problemlösen:

Gerhard Roth & Alica Ryba - Coaching, Beratung und Gehirn - 2016:

"Bei Intuition liegen Bewusstseinsinhalte nicht in einer detaillierten Form, sondern als diffuse Ahnung oder vages Wissen vor, z.B. hinsichtlich der Richtung eines Weges oder der Antwort auf eine Frage." 
[Siehe auch - Two kinds of science : "I never had any illusions that the new ideas I was putting forward, and the new theories I was elaborating, would be >correct< even in the rather limited sense which philosophy allows to apply to scientific theories. They were usually, if not always, in the right direction, part of what Imre Lakatos, a well-known philosopher of science, called >a progressive problem shift<."]

"Intuitives Problemlösen unterscheidet sich also qualitativ vom gedanklich konzentrierten Problemlösen dadurch, dass es nicht in rationalen Schritten geschieht, sondern in scheinbar verdeckter Weise[.]"