Montag, 2. April 2018

Bücherkauf:

Beim Bücherkauf tendenziell solche Bücher kaufen, bei denen es sich auszahlen könnte, Löcher in die Seiten zu lesen.

Der Kauf von "Einweg-Büchern" zahlt sich in der Regel nicht sonderlich aus.

Sonntag, 1. April 2018

Kategorisierung von Kunstwerken:

Lassen sich Kunstwerke nach ihrer Erschöpfbarkeit kategorisieren? Je besser ein Kunstwerk, umso weniger leicht erschöpft es sich?

Schulfreunde:

Lustig ist es doch immer wieder, wenn wir Schulfreunden, d.h. Freunden, mit denen wir in einer länger zurückliegenden, dennoch aber großen Zeitspanne, viel Zeit verbrachten, begegnen. Es ist dann immer so, als ob unser altes Selbst von damals wieder auftauchen würde, und wir in Erleben und Verhalten wieder dem alten Selbst mehr ähneln würden. Ein bisschen so, als ob ein altes Bewusstsein im Bewusstsein zum Vorschein käme. Corballis schreibt, dass eben diese Fähigkeit zur Rekursion, z.B. die Fähigkeit, ein Bewusstsein im Bewusstsein beherbergen zu können, als Schlüsselmerkmal die menschliche Bewusstheit kennzeichnet. 

Integration der Persönlichkeit:

Einen schwereren Fehler begeht der Mensch vermutlich dann, wenn er es verabsäumt, Elemente seiner tierischen Natur in seine Persönlichkeit zu integrieren. So lässt sich beobachten, dass Menschen des öfteren ganze Aspekte ihres tierischen bzw. emotionalen Erbes schlichtweg ablehnen. So hört man gelegentlich z.B. die Aussagen: "Hass ist generell schlecht." , "Hedonismus ist schlecht." usw. Diese Aussagen lassen sich so sicherlich nicht bejahen. Eine Person, der es gelingt, Antipathien zu kontrollieren und in die Persönlichkeit zu integrieren, ist tendenziell der Person überlegen, die solche Emotionen generell unter den Teppich kehrt oder leugnet. Eine Person, die Luststreben in ihre Persönlichkeit integriert, hat tendenziell mehr Selbstkontrolle, als eine Person, die glaubt, hedonistische Bestrebungen insgesamt unter den Teppich kehren zu können. Wir gewinnen keine Kontrolle über unser emotionales Erbe, indem wir es ignorieren oder mit dem Label "nicht-existent" versehen.

Switches:

Families and how to survive them - Robin Skynner & John Cleese:

John: I've read that normal babies are programmed to smile at the mother's face from very early on, before they can have any idea what they're smiling at, and that the baby's smiling engages the mother's feelings so she enjoys and loves the baby more.

Robin: Correct. An abnormal baby may fail to switch on the mother, so her maternal instincts don't get the go-ahead. Then she has to do everything from her head, from books, whether she wants to or not.

John: So the problem can be on either side?

Robin: Yes. Some experts think it's always the baby, but all the evidence I've seen suggests that there's a range, from one extreme where the parents do seem to be very cut off from their feelings, to the other where it's very hard to understand how they could have ended up with such a turned-out, abnormal child.

Übermut:

"Noch mehrere Küsten sahen sie schwinden, als der Knabe Ikaros, durch den glücklichen Flug zuversichtlich gemacht, seinen väterlichen Führer verließ und in verwegenem Übermute mit seinem Flügelpaar einer höheren Zone zusteuerte. Aber die gedrohte Strafe blieb nicht aus. Die Nachbarschaft der Sonne erweichte mit allzukräftigen Strahlen das Wachs, das die Fittiche zusammenhielt, und ehe es Ikaros nur bemerkte, waren die Flügel aufgelöst und zu beiden Seiten den Schultern entsunken. Noch ruderte der unglückliche Jüngling und schwang seine nackten Arme; aber er bekam keine Luft zu fassen, und plötzlich stürzte er in die Tiefe. Er hatte den Namen seines Vaters als Hilferuf auf den Lippen; doch ehe er ihn aussprechen konnte, hatte ihn die blaue Meeresflut verschlungen."








































[Draper Herbert James - Mourning for Icarus]

Floskeln:

Floskeln kennzeichnen sich durch ihre Informationslosigkeit. Salopp gesagt, dadurch, dass sie nichts zur Ungewissheitsverringerung im Gesprächspartner beitragen.