aber wohl nur dann,
wenn sie auf echte Werte im anderen Menschen
gerichtet ist.
Je nachdem, wofür man sich begeistert,
bestimmt das die Art der Begeisterung.
(Es gibt eine alte Frage, ob die Liebe den Menschen verändert — und wenn ja: wie, und warum nicht immer. Die Antwort liegt vielleicht weniger in der Intensität des Gefühls als in seinem Gegenstand.
Die Liebe kann einen Menschen verwandeln, aber wohl nur dann, wenn sie auf echte Werte im anderen Menschen gerichtet ist. Je nachdem, wofür man sich begeistert, bestimmt das die Art der Begeisterung.
Das klingt zunächst wie eine Einschränkung, ist aber eher eine Präzisierung. Denn Liebe ist kein einheitliches Phänomen — sie ist so vielgestaltig wie die Objekte, auf die sie sich richtet. Wer sich für Oberflächliches begeistert, wird von einer anderen Kraft bewegt als jener, der im anderen etwas Bestimmtes erkennt oder findet: eine Haltung, eine Art zu denken, eine Form von Mut oder Stille.
In diesem Sinne ist die Liebe auch ein wertender Griff nach außen. Sie verrät nicht nur, wen wir lieben — sie verrät, was wir für wertvoll halten. Und wer sich fragt, warum ihn eine Liebe nicht verändert hat, findet die Antwort möglicherweise nicht im anderen, sondern in der Frage, was er in ihm eigentlich gesehen hat.)
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