Mittwoch, 28. Februar 2018

Conformity:

Helmut Schoeck, Envy:


>Let us take a typical case:
A new centre of power has come into being. It may be merely a routine change, it may be usurpation or a party acceding to power by legitimate or illegitimate means, or again it may be a new departmental manager in a plant or officer in a military unit. A previously existing vacuum or balance of power has been altered; a new centre of power, whether vested in a group or an individual, exists, and it seeks to expand and to establish itself by bringing under its domination those groups and persons who have not yet submitted to it. At this stage some individuals or groups will already have lined up behind this new power, whether out of greed, cowardice, stupidity or genuine enthusiasm. But these men who have already submitted to the new power are not satisfied with conforming, themselves and almost invariably develop intense feelings of hostility towards those who continue to stand aside sceptically appraising the new power and considering whether to remain aloof. ... Tension, usually originating with the conformists, then arises between those who conform and those who do not. Why is this?
Anyone who has already adapted himself against his will, whether out of cowardice or for the sake of comfort, begrudges others their courage, the freedom they still enjoy. Anyone who has already committed himself to the new leaders, from calculation or from real enthusiasm, sees both himself and his chosen power group endangered by those who obviously prefer, and see it as politically feasible, to keep their distance. Those at the periphery of the power centre, though in no way entitled to wield authority, now begin to exert pressure on other people in the course of daily social life, within the framework of local groups and among business or neighbourhood connections, with the object of getting them to conform as well.<

Konformismus:

Helmut Schoeck, Der Neid und die Gesellschaft:


>Ein Modellfall:
Es ist ein neues Machtzentrum entstanden. Es kann sich dabei um bloße Auswechslung oder Usurpation, um eine auf legitime oder illegitime Weise an die Macht gelangte Partei handeln, um einen neuen Abteilungsleiter eines Werks oder Offizier einer Einheit. Ein vorher bestehendes Vakuum oder Gleichgewicht der Machtverhältnisse ist verändert worden. Ein neues Machtzentrum - eine Gruppe, eine einzelne Person - existiert und sucht sich dadurch auszudehnen und zu festigen, indem es ihm noch nicht ergebene Personen und Gruppen unter seine Herrschaft zu bringen strebt. In dieser Phase kommt es vor, dass einige Individuen oder Gruppen bereits in den Sog dieser neuen Macht geraten sind, teils aus Feigheit, teils aus Gewinnsucht, Dummheit oder echter Begeisterung. Diese sich bereits der neuen Macht unterordnenden Menschen begnügen sich aber nicht mit der eigenen Gleichschaltung, sondern entwickeln fast immer intensive Feinseligkeiten jenen gegenüber, die sich noch aus Ferne die neue Macht skeptisch ansehen und erwägen, sich von ihr fernzuhalten. ... Es entsteht nun eine Spannung, eine Feindschaft zwischen den bereits Konformen und den Nichtkonformen, ausgehend in der Regel von den Konformen. Weshalb?
Wer sich wider Willen, aus Feigheit oder aus Bequemlichkeit, bereits angepasst hat, verargt den anderen den bewiesenen Mut, die Freiheit, die sie noch genießen. ... Die an der Peripherie des Machtzentrums stehenden, selbst keineswegs zur Machtausübung befugt, fangen nun an, auf andere Menschen im gesellschaftlichen Kleinverkehr, im Rahmen von lokalen Gruppen und betrieblichen oder nachbarschaftlichen Beziehungen einen Druck auszuüben mit dem Ziel, diese ebenfalls zur [Konformität] zu bewegen.<

Der Tod:

Ungewissheit besteht nur, wenn etwas unterschiedlich ausgehen kann. Der Ausgang des Lebens, in dem Sinn, ist nicht ungewiss.

Dienstag, 27. Februar 2018

Filtern:

Um sich effektiv zurechtfinden zu können, in der Welt, muss man schließlich lernen, vieles nicht zu beachten, und einiges weniges, worauf es ankommt, intensiv, wiederholt und möglichst nachhaltig wahrzunehmen.

Sonntag, 25. Februar 2018

Vorträge:

Hört man sich einen komplizierten Vortrag an, und will man den Inhalt des Vortrags tatsächlich aufnehmen, macht es im Rahmen von Sterns "Willensruck-Konzepts" durchaus Sinn, den Entschluss zuzuhören nicht bloß am Anfang des Vortrags zu fassen, sondern ihn im Laufe des Vortrags wieder und wieder zu erneuern.

Begriffe / Concepts:

Gemäß Kant(?) erhalten Begriffe ihren Inhalt entweder aus der empirischen Anschauung oder aus der reinen Anschauung, d.i. aus der formalen Konstruktion in 'Raum und Zeit'.

(Z.B. reelle Zahlen, in ihrer Gesamtheit, sind nicht etwas, was real existiert, was man irgendwo vorfindet. Man konstruiert sie einfach.)
(Wir können einen Punkt, einen ausdehnungslosen "Körper", nicht eigentlich anschaulich wahrnehmen. Wir können ihn aber sehr wohl konstruieren.)

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According to Kant (?), concepts derive their content either from empirical intuition or from pure intuition, i.e. from formal construction in space and time.

(For example, real numbers, taken as a whole, are not something that really exists, something one might encounter somewhere. They are simply constructed.

We cannot actually perceive a point, an extensionless “body,” through intuition. But we can certainly construct it.)

Wiederholungsbereitschaft & Änderungsbereitschaft:

((o)) Immer wieder die selben Bücher lesen
// die selben Filme schauen
// die selben Orte besuchen
// die selben Gedanken denken
// die selben Gespräche führen.

((o)) Immer wieder neue Bücher lesen
// neue Filme schauen
// neue Orte besuchen
// neue Gedanken denken
// neue Gespräche führen.