Sünde ist es, ein langweiliges Leben zu leben.
(Es hätte "Fehler" geschrieben werden können, oder "Verschwendung" — aber Sünde hat eine andere Qualität. Das Wort ist moralisch aufgeladen, fast religiös. Es impliziert Verantwortung, Schuld, einen Verstoß gegen etwas Höheres. Damit wird gesagt: ein langweiliges Leben ist nicht bloß schade — es ist falsch. Eine Verfehlung gegenüber dem, was möglich wäre.
Das hat Kraft. Und es passt zu einer Weltsicht, die Lebendigkeit als Pflicht begreift, nicht als Bonus.)
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